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	<title>Sacra.Wiki - Benutzerbeiträge [de-at]</title>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Franz_Josef_Freindaller&amp;diff=293</id>
		<title>Franz Josef Freindaller</title>
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		<updated>2020-02-24T15:00:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Franz J. Freindaller&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1753/02/02&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Ybbs (Niederösterreich)&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1825/12/29&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 32-38.&lt;br /&gt;
Gaisberger, Erinnerung an Franz J. Freindaller. &amp;quot;Theol.-prakt. Quartalschr.&amp;quot; 1848, II, S. 3–32; lll, S. 3–27. – Felder, Gelehrten- und Schriftsteller-Lexikon der deutschen kath. Geistlichkeit, I, S. 240–243. – Österr. National-Enzyklopädie, II, S. 203–204. – Wurzbach, Biogr. Lexikon, 4, S. 349. – Linzer Musealbericht, 17, S. 187–190. – Necrolog im &amp;quot;Österr. Bürgerblatt&amp;quot;, abgedr. in Stülz, Geschichte von Vöcklabruck. – Mühlbacher, Die Lit. Leistungen des Stiftes St. Florian, S. 112–139. – Österr. Vierteljahrsschrift, 11, S. 411 bis 452 (acht Briefe d. Kard.-Erzbisch. Karl Kajetan Grafen v. Gaisruck an Franz Freindaller). Wetzer und Weite, Kirchenlexikon, 4. Bd., 1990–1991.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Franz J. Freindaller, * 2. Februar 1753 in Ybbs (Niederösterreich), † 29. Dezember 1825 in St. Florian, absolvierte seine Gymnasial- und philosophischen Studien in Krems und Linz und wurde im Jahr 1770 in das Stift [[St. Florian]] aufgenommen. Propst [[Matthäus]] sandte ihn nach Wien, um an der von Maria Theresia neugestalteten Hochschule seine theologischen Studien zu vollenden. Der jüngere Gazzaniga, Bertieri, Martini und Wurz waren seine Lehrer. Er schloss sich namentlich an den ersteren an und teilte dessen Ansichten; alle Leistungen Freindallers sind geprägt von dieser Schule. Zwischen dem Schüler und seinem Lehrer bildete sich eine innige Freundschaft.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach Ablegung der Prüfungen kehrte Freindaller 1777 in das Stift zurück und, zum Priester geweiht, erhielt er seine Bestimmung als Kooperator in [[Feldkirchen (Pfarre)|Feldkirchen]], von wo er nach kurzem Aufenthalt als Lehrer der geistlichen Beredsamkeit an die theologische Hauslehranstalt zurückberufen wurde. Bedeutungsvoll wurde diese Zeit für Freindaller dadurch, dass sie ihm Gelegenheit bot, an seiner wissenschaftlichen Bildung zu arbeiten. Eine auserlesene Bibliothek stand ihm zur Verfügung. Propst [[Johann Michael Ziegler|Ziegler]] förderte ihn in jeder Beziehung. In dieser Zeit erwarb sich Freindaller jene Kenntnisse, die ihn später befähigten, an die Spitze einer Zeitschrift zu treten, welche in kurzer Zeit großes Renommee in Österreich erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Errichtung der Generalseminarien 1784 wurde auch die theologische Lehranstalt des Stiftes aufgelöst. Freindaller arbeitete nun wieder in der Seelsorge. Die Verhältnisse seiner Pfarre [[Regau (Pfarre)|Regau]], in der sich nach dem Toleranzedikt eine protestantische Gemeinde gebildet hatte, boten ihm reichliche Gelegenheit, sich zu bewähren. Die Erfahrungen, die er hier sammelte, beeinflussten seine schriftstellerische Tätigkeit; bevorzugt beschäftigte er sich fortan mit den Kontroverspunkten. Seine materielle Stellung war jedoch dürftig. Er bat deshalb schon am 18. November 1784 resignieren zu dürfen; Denunziationen verleideten ihm noch mehr den Aufenthalt in Regau. Er begrüßte daher seine Versetzung nach [[St. Gotthard (Pfarre)|St. Gotthard]] 1786, das er fünf Jahre später mit [[St. Martin (Pfarre)|St. Martin]] vertauschte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner seelsorglichen Tätigkeit widmete sich Freindaller weiter seinen wissenschaftlichen Bestrebungen. Als daher nach Aufhebung der Generalseminarien die Errichtung einer theologischen Lehranstalt für Oberösterreich geplant wurde, wurde Freindaller für die Lehrkanzel der Dogmatik sogleich in Aussicht genommen. Freindaller rechtfertigte später als Theologieprofessor am k. k. Lyzeum in Linz dieses Vertrauen. &amp;quot;Was er an dieser Stelle&amp;quot;, bemerkt sein Biograph &amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Gaisberger, Erinnerung an Franz J. Freindaller, Separatabdr. S. 9, vgl. Linzer Musealbericht 17, S. 188.)&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;quot;Segensvolles gewirkt, wie er seinen Unterricht durch die innigste Wärme der Überzeugung von der Wahrheit des Vorgetragenen, durch den Edelmut seines Charakters und durch die Reinheit seines Wandels bei seinen Schülern erst wahrhaft wirksam und fruchtbringend machte, darüber war von jeher nur eine ungeteilte Stimme.&amp;quot; Dieselbe Anerkennung für seine Lehrtätigkeit sprachen ihm der Bischof, der ihn zum Konsistorialrat ernannte (23. August 1803), und der Kaiser aus, der ihm die goldene Medaille der größeren Gattung samt Kette verlieh (6. Oktober 1803).&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Wegen seiner angegriffenen Gesundheit legte Freindaller, der eine Berufung an die Wiener Universität abgelehnt hatte, 1803 seine Professur nieder. Er wurde Pfarrverweser in [[Niederwaldkirchen (Pfarre)|Niederwaldkirchen]] und drei Jahre später in [[Vöcklabrück(Pfarre)|Vöcklabruck]]. Der Wiener Friede (1809) hatte jenen Teil des Hausruckviertels, in dem Vöcklabruck liegt, bis zur definitiven Regelung der Leitung einer Landeskommission in Ried unterstellt. Als diese 1810 das Verbot erließ, von dem Konsistorium in Linz Verordnungen und Befehle anzunehmen, erhob Freindaller dagegen Einsprache. Bald kam aber jene Gegend an Bayern. Freindaller wurde von der provisorischen Regierung aufgefordert, sich der Deputation anzuschließen, welche die neue Provinz der Gnade des Königs empfehlen sollte, und fand in München die Aufnahme. Bald darauf wurde er von der bayrischen Regierung &amp;quot;in Erwägung seiner bisher bewiesenen Einsichten, seines rühmlichen Fleißes und seiner Verdienste um die öffentlichen Unterrichtsanstalten&amp;quot; definitiv als Distriktsschulinspektor bestätigt; ein Jahr früher war er bereits zum Dechant ernannt worden. Freindaller wurde auch mit der Belehrung und Bekehrung der sogenannten Pöschlianer, einer schwärmerisch-chiliastischen Sekte, die zu Beginn des Jahres 1814 um Vöcklabruck auftauchte, betraut. Es gelang ihm vollständig, die Pöschlianer zu bekehren. Die letzten Jahre widmete er, nachdem er 1818 das Dekanat niedergelegt und eine Berufung in das Domkapitel von Salzburg abgelehnt hatte, der Weiterführung seiner Arbeiten zur Verbesserung des Diözesanrituals, die noch vom Konsistorium von Salzburg eingeleitet worden waren. Sie wurden jedoch nicht benützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freindaller erlebte seine nahe Sekundiz nicht mehr. Er starb am 29. Dezember 1825, verehrt und geliebt von allen, die ihn kannten. &amp;quot;Hätte ich in meiner Diözese und vorzüglich unter meinen Dechanten&amp;quot;, schrieb ihm einmal der neuernannte &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Bischof von Linz Hohenwart (Brief vom 1. März 1815), &amp;quot;mehrere Freindaller, so möchte ich mich der Zukunft wegen noch eher beruhigen; allein wo fände ich solche Männer?&amp;quot;&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Trauerrede auf die Allerdurchlauchtigste, Großmächtigste, weiland Römische Kaiserinn, Königinn, Maria Theresia, Königinn von Hungarn, Böheim, ..., als für lhro Kaiserliche, Königl. Apostol. Majestät den 21. Christmonats 1780. in der Kollegiatkirche der reg. Chorherren des heiligen Augustin zu St. Florian in Oberösterreich das erste feyerliche Seelenamt gehalten wurde. Verfasset und vorgetragen von ... Wien, bey Joseph Edlen von Kurzbeck. 53 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Rede von der priesterlichen Sendung, als Herr Ignatz Mayr reg. Kanonikus des heiligen Augustins im Kollegiatstifte zu St. Florian am I. Sonntage nach Ostern im Jahre 1782. sein erstes heiliges Meßopfer dem Allerhöchsten entrichtete. Linz, mit Feichtingerischen Schriften. 38 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Kurze Predigten bei der nachmittägigen Andacht am Ostertage. Mit zwo österlichen Kommunionreden an Kinder. Wien 1790, bey Jos. Edlen v. Kurzbeck. IV und 52 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Rede am priesterlichen Jubelfeste des hochw., wohlgebohrnen, hochgelehrten Herrn Joseph Schiffermayr, im Kollegiatstifte der reg. Chorherren zu St. Florian würdigsten Dechants. Gehalten den VI. Sonntag nach Christi Erscheinung 1791. Wien 1791, bei Jos. Edlen v. Kurzbeck. 45 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Trauerrede auf weiland Ihre königliche Majestäten Ludwig XVI. König in Frankreich, und Maria Antonia, Erzherzoginn von Österreich, Königinn von Frankreich. Gehalten zu Valenciennes, als es kaiserlich war, am 21. Jänner 1794 von Herrn Abbé Levis. Aus dem Französischen übersetzt. Linz, gedruckt mit Feichtingerischen Schriften. 50 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Predigt von der Nachfolge Jesu. Gehalten am Feste des Heil. Stephanus 1796 bey einer häuslichen Feyerlichkeit der reg. Chorherren zu St. Florian von einem derselben. Linz 1797, bey Feichtinger. 28 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Kurze Reden bey dem akademischen Gottesdienste in Linz. Linz 1799, zu finden bey Joseph Fink. Gedruckt mit Feichtinger'schen Schriften. XVI und 295 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Akademische Rede über die Pflicht studierender Jünglinge, in der Religionswissenschaft ohne Unterlaß fortzuschreiten. Vorgelesen bey der feyerlichen Wiedereröffnung der Schulen am k. k. Lycaeum zu Linz, den 20. Oktober 1800. Gedr. mit Feichtinger'schen Schriften 24 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Caji, Romani presbyteri, (uti videtur) fragmentum acephalum de canone divinorum novi foederis librorum. Lincii 1803, typis Feichtingerianis. 50 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Animadversiones in libellum, cui titulus: Recensio critica dissertationis de Rosario a Linciensibus Theologis editae. Lincii 1806. 15 S. 8°. [Anonym.] (Auch deutsch unter dem Titel: Etwas zur Beantwortung der Schrift: Recensio critica a Linciensibus Theologis editae de Rosario dissertationis in forma responsi ad amicum publici iuris facta. Posonii 1805. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg. (1807), 1. Bd., S. 282–294.)&lt;br /&gt;
* Versuch eines Leitfadens zu einem stufenweise fortschreitenden Unterrichte der Kinder in der Religion, als Anhang zur theol.-prakt. Linzer-Monathschrift. Linz 1806, bey Joseph Fink. 151 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Populäre Darstellung der Wahrheit: daß Christus in uns wohne. In einem Schreiben an gewesene Religionsschwärmer [Pöschlianer]. (Später in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. V, 2, S. 323–339 veröffentlicht. S. 334 wird auch ein früheres Schreiben erwähnt.)&lt;br /&gt;
* Biographische Nachrichten von weiland dem Hochwürdigsten, am 18. Junius 1807 verstorbenen Bischof in Linz, Joseph Anton Gall. Linz 1808. 45 S. 8°. (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. V, 2, S. 253–295.) &lt;br /&gt;
* Skizze einer christkatholischen Dogmatik, oder christl. Glaubenslehren nach dem echten kath. Lehrbegriffe. Linz 1810. XII und 90 S. 8°. 2. Aufl. 1815. &lt;br /&gt;
* Predigt über I. Petri: II, 13, 14. Am allerhöchsten Nahmensfeste Seiner Majestät Maximilian Joseph Allerdurchlauchtigsten Königs von Bayern. Nach erfolgter Besitznahme des abgetretenen Theils Oberösterreichs. Gehalten in der Pfarrkirche zu Vöcklabruck. Salzburg 1810. Gedruckt in der Mayr'schen Buchdruckerey. 16 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Über das Benehmen des Seelsorgers in Ertheilung des sechswöchentlichen, in den österr. k. k. Staaten bey dem Übertritt zu einer tolerirten Confession gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts. Ein Nachtrag zum Giftschützischen Lehrbuch der Pastoraltheologie. Salzburg 1812. ln Commission der Mayr'schen Buchhandlung. Gedruckt in der Zaunrith'schen Buchdruckerey zu Salzburg. 56 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Handbuch zur gleichförmigen Ertheilung des sechswöchentlichen, in den kaiserlich-österreichischen Staaten beym Übertritt zu einer tolerirten Confession gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts. Sammt einer nachträglichen Anweisung, wie dasselbe bey anderen seelsorglichen Amtshandlungen zu gebrauchen ist. Verfaßt im Jahre 1808/9. Linz 1813, bey Cajetan Haslinger, Buchhändler. XII und 356 S. 8°.&lt;br /&gt;
* Über das Bibellesen des gemeinen Mannes. Ein Gespräch. Salzburg 1815. Gedruckt mit Zaunrith'schen Schriften. 48 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. IV. Jg., 1. Bd., S. 133–178.)  &lt;br /&gt;
* Ablaß-Predigt. Salzburg 1816. In Commission der Mayr'schen Buchhandlung, und für die k. k. österr. Staaten in der Haslinger'schen zu Linz. 26 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. IV. Jg., 2. Bd., S. 126–147.) &lt;br /&gt;
* Ewigdenkwürdiges Mayenfest des Jahres 1816. Gefeyert in den zwey Städten des vom Hause Österreich zurückgenommenen Hausruckviertels, Vöcklabruck und Schwannenstadt. Salzburg, gedr. mit Zaunrith'schen Schriften. 24 S. 8°. Darin: Anrede, welche bey dem Dankfeste zu Vöcklabruck von Franz Freindaller, Stadtpfarrer und Dechant, gehalten wurde. S. 17–24. (Vielleicht das ganze Büchlein von Freindaller verfaßt und herausgegeben.) &lt;br /&gt;
* Vertraute Reden an junge Diener der Kirche in den Tagen ihrer jährlichen Geistesversammlung. Salzburg 1817. In der Mayrischen Buchhandlung. VIII und 160 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. III. Jg., 1. Bd., S. 89–112, 264–285; 2. Bd., S. 27–55, 296–321; IV. Jg., 1. Bd., S. 189–213; 2. Bd., S. 266–293.)  &lt;br /&gt;
* Denkschrift auf den seligen Herrn Georg Rechberger, der Rechte Doktor, und Kanzler des bischöfl. Consistoriums in Linz. Linz 1809, bey Cajetan Haslinger, 46 S. 8°. (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. VII. Jg., 1. Bd., S. 161–203.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freindallers größtes literarisches Verdienst besteht in der Herausgabe der &amp;quot;Theolog.-Prakt. Monathschrift zunächst für Seelsorger&amp;quot;. (Herausg. in Linz von einer Gesellsch. Mit Feichtinger'schen Schriften.) Sie trat im Jahr 1802 ins Leben. Sie fand in kurzer Zeit weit über die Grenzen Österreichs hinaus Verbreitung. Schon 1805 wurde eine zweite Auflage nötig. Das Kriegsjahr 1805 aber brachte das Erscheinen der Zeitschrift ins Stocken. Nach einjähriger Unterbrechung erschien sie 1807 wieder als &amp;quot;Neue theolog.-prakt. Monathschrift zunächst für Seelsorger&amp;quot; (Linz, in Commiss. bey Cajetan Haslinger, mit Feichtinger'schen Schriften), dazu kam in demselben Jahr ein literarischer Anzeiger. 1812 erschien der erste Band der &amp;quot;Quartalschrift für kath. Geistliche. Als Fortsetzung der theolog.-prakt. Linzermonathschrift&amp;quot; in Salzburg (in Commiss. der Mayr'schen Buchhandlung und für die k. k. österr. Staaten in der Haslinger'schen zu Linz, mit Zaunrith'schen Schriften). 1816 erhielt sie den Titel: &amp;quot;Neue Quartalschrift für kath. Geistliche. Als Fortsetzung ...&amp;quot;; daneben führte sie den Titel: &amp;quot;Neueste Theologisch-praktische Monathschrift zunächst für Seelsorger.&amp;quot; 1819 legte Freindaller die Redaktion nieder; einer seiner Freunde sollte das Werk weiterführen. Doch es kam nicht zustande, obgleich sich Freindaller erboten hatte, den Vorrat an Aufsätzen seinem Nachfolger zu überlassen und selbst noch an der Zeitschrift mitzuarbeiten. So entschloss sich Freindaller nach einjähriger Unterbrechung 1821 noch einen letzten Jahrgang seiner Zeitschrift zu veröffentlichen. Das ganze Werk umfasst 34 Bde. in 8°. (1828 erschien ein alphabet. Verzeichnis aller darin enthaltenen Aufsätze und Abhandlungen.)&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
==Weitere Werke== &lt;br /&gt;
* Was ist christliches Dogma? Theol.-Prakt. Monathschr. I. Jg., 1. Bd., S. 1–20. &lt;br /&gt;
* Kurze Geschichte des unter Kaiser Leopold I. von Spinola, Bischof zu Neustadt gemachten Reunionsversuches der Protestanten. Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 67–85. &lt;br /&gt;
* Ist eine erkennbare moralische Beziehung ein wesentliches Erforderniß eines Dogmas? Gibt es Dogmen, die keine haben? Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 112–126. &lt;br /&gt;
* Skizze der christlichen Glaubenslehren nach dem echten katholischen Lehrbegriffe in ihrer Verbindung, und moralischen Beziehung. Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 237–348. &lt;br /&gt;
* Beyträge zur Kenntniß und Berichtigung der vorzüglichsten religiösen Volksirrtümer. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 37–52; Dogmatische Volksirrtümer S. 89–131; Moralische ... S. 197–229; Liturgische ... S. 165–291. &lt;br /&gt;
* Über den sechswöchentlichen Unterricht angehender Akatholiken. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 333–346; 2. Bd., S. 1–33, 89–101, 177–197, 257–274; 3. Bd., S. 33–42, 111–138. &lt;br /&gt;
* Von der ursprünglichen Einführung des Christenthums in Oberösterreich, und dessen baldigen Verbreitung. Ebd. III. Jg., 1. Bd., S. 1–42. &lt;br /&gt;
* Über das praktische Moment des christlichen Hauptdogma von der Menschwerdung des Sohnes Gottes. Ebd. IV. Jg., 2. Bd., S. 3–39. &lt;br /&gt;
* Kurze Darstellung des Zustandes der theologischen Wissenschaften im katholischen Deutschlande seit ungefähr fünfzig Jahren, als Einleitung zum litterarischen Anzeiger. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg., 2. Bd., S. 348–397. &lt;br /&gt;
* Von dem Unterrichte, den der Seelsorger den Hebammen zu ertheilen hat. Ebd. VII. Jg., 2. Bd., S. 165–182. &lt;br /&gt;
* Über einige gewöhnliche Entschuldigungen der Nachlässigkeiten beym Seelsorgeramte. Ebd. VIII. Jg., 1. Bd., S. 204–222. &lt;br /&gt;
* Aus dem pfarrlichen Amtsleben. Quartalschrift. I. Jg., 2. Bd., S. 292–310; II. Jg., 2. Bd., S. 253–294; III. Jg., 1. Bd., S. 113–136, 351–377; 2. Bd., S. 108–131, 348–360; IV. Jg., 1. Bd., S. 38–65; 2. Bd., S. 102–125, 315–351; (Neue Quartalschr.) V.Jg., 1. Bd., S. 128–151, 331–350; 2. Bd., S. 135–171, 301–322; VI. Jg., 1. Bd., S. 225–287; 2. Bd., S. 101–149, 323–355; VII. Jg., 1. Bd., S. 150–180, 257–296; 2. Bd., S. 138–160, 275–296, 346–372. &lt;br /&gt;
* Antwort auf die Frage, ob es war sey, was der protestantische Gelehrte, Herr Prof. Eichhorn, in seiner Geschichte der Litteratur von ihrem Anfange bis auf die neuesten Zeiten (zweyten Band, erste Hälfte, S. 671) schreibet: &amp;quot;daß selbst die Theologen der kath. Kirche zuletzt dem Strome der Zeit hätten weichen müssen, und ihre patristisch-scholastische Dogmatik als exoterische Lehre hätten stehen lassen, zur esoterischen aber den philosophischen Deismus gemacht haben.&amp;quot; Quartalschr. II. Jg., 1. Bd., S. 134–152. &lt;br /&gt;
* Unterredung eines Pfarrers mit Brautleuten über das Zechen und Tanzen vor der Copulation. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 282–295. * Anzeige eines sehr merkwürdigen Buches: Friedensworte an die kath. und protest. Kirche für ihre Wiedervereinigung. Sulzbach ... 1810. Ebd. III. Jg., 2. Bd., S. 322–347. &lt;br /&gt;
* Beylage zu dem Aufsatze: &amp;quot;Über Form und Reform der Klöster.&amp;quot; Neue Quartalschr. V. Jg., 2. Bd., S. 45–55. &lt;br /&gt;
* Über die Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles in Mailand. Ebd. VI. Jg., 1. Bd., S. 177–192. &lt;br /&gt;
* Recension des vierten Fragments vom sel. Domherrn Kramer: Fragmentum historicum, nannte er es, ad praecedentia fragmenta de Neoterica Religionis et Ecclesiae Catholicitate subsidiarium. Ebd. VI. Jg., 2. Bd., S. 273–289. &lt;br /&gt;
* Denkschrift auf den seligen Herrn Aloys Sandbichler, Doktor und Professor der Theologie am k. k. Lyceum in Salzburg. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 1–31. (Auch in dem Büchlein: Dem Andenken Aloys Sandbichler's, Professor ... Biogr. Skizze von einigen Freunden des Seligen, welche ihn näher kannten, entworfen. Besonders abgedr. aus der Neuen Quartalschrift für kath. Geistliche. Salzburg 1820. In der Mayr'schen Buchhandlung. IV und 43 S. 8°. &lt;br /&gt;
* An Sandbichler 's Grabe. Ode. Ebd. VII. Jg., l. Bd., S. 41–43. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Nacherinnerung&amp;quot; zu dem Aufsatze: &amp;quot;Gedanken zu Dr. Feßler's Ansichten von Religion und Kirchenthum. Vom verewigten Herrn Dr. und Professor Sandbichler, in Briefen an den Herausgeber.&amp;quot; Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 118–133. &lt;br /&gt;
* Revision des Aufsatzes über das Ehe-Aufgeboth im I. Jahrg. der Linzer-Monathschrift I. Bande S. 52. Nach beyden Auflagen. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 134–149. &lt;br /&gt;
* Über das Geschichtliche der göttlichen Offenbarung. Mit Beantwortung der von den Rationalisten aufgeworfenen Vorfrage: Ob es nicht besser gewesen wäre, im Falle Gott eine Offenbarung den Menschen machen wollte, sie ohne Geschichte in einem bündigen Systeme mitzutheilen. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 207–221; 2. Bd., S. 61–102, 193–225. &lt;br /&gt;
* Revision des Aufsatzes von den geheimen Ehehindernissen im ersten Jahrg. der Linzer-Monathschrift, zweyten Band, S. 170. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 222–256. &lt;br /&gt;
* Über das so angerühmte Buch: Stunden der Andacht, besonders nach der fünften Auflage. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 297–334. &lt;br /&gt;
* Warum ist Jesus so frühe von dem Schauplatze dieser Erde abgetreten. Ebd. VII. Jg., 2. Bd., S. 51–60.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Franz_Josef_Freindaller&amp;diff=292</id>
		<title>Franz Josef Freindaller</title>
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		<updated>2020-02-24T14:55:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Einzelnachweise eingefügt; Verlinkung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Franz J. Freindaller&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1753/02/02&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Ybbs (Niederösterreich)&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1825/12/29&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 32-38.&lt;br /&gt;
Gaisberger, Erinnerung an Franz J. Freindaller. &amp;quot;Theol.-prakt. Quartalschr.&amp;quot; 1848, II, S. 3–32; lll, S. 3–27. – Felder, Gelehrten- und Schriftsteller-Lexikon der deutschen kath. Geistlichkeit, I, S. 240–243. – Österr. National-Enzyklopädie, II, S. 203–204. – Wurzbach, Biogr. Lexikon, 4, S. 349. – Linzer Musealbericht, 17, S. 187–190. – Necrolog im &amp;quot;Österr. Bürgerblatt&amp;quot;, abgedr. in Stülz, Geschichte von Vöcklabruck. – Mühlbacher, Die Lit. Leistungen des Stiftes St. Florian, S. 112–139. – Österr. Vierteljahrsschrift, 11, S. 411 bis 452 (acht Briefe d. Kard.-Erzbisch. Karl Kajetan Grafen v. Gaisruck an Franz Freindaller). Wetzer und Weite, Kirchenlexikon, 4. Bd., 1990–1991.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Franz J. Freindaller, * 2. Februar 1753 in Ybbs (Niederösterreich), † 29. Dezember 1825 in St. Florian, absolvierte seine Gymnasial- und philosophischen Studien in Krems und Linz und wurde im Jahr 1770 in das Stift [[St. Florian]] aufgenommen. Propst [[Matthäus]] sandte ihn nach Wien, um an der von Maria Theresia neugestalteten Hochschule seine theologischen Studien zu vollenden. Der jüngere Gazzaniga, Bertieri, Martini und Wurz waren seine Lehrer. Er schloss sich namentlich an den ersteren an und teilte dessen Ansichten; alle Leistungen Freindallers sind geprägt von dieser Schule. Zwischen dem Schüler und seinem Lehrer bildete sich eine innige Freundschaft.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach Ablegung der Prüfungen kehrte Freindaller 1777 in das Stift zurück und, zum Priester geweiht, erhielt er seine Bestimmung als Kooperator in [[Feldkirchen (Pfarre)|Feldkirchen]], von wo er nach kurzem Aufenthalt als Lehrer der geistlichen Beredsamkeit an die theologische Hauslehranstalt zurückberufen wurde. Bedeutungsvoll wurde diese Zeit für Freindaller dadurch, dass sie ihm Gelegenheit bot, an seiner wissenschaftlichen Bildung zu arbeiten. Eine auserlesene Bibliothek stand ihm zur Verfügung. Propst [[Johann Michael Ziegler|Ziegler]] förderte ihn in jeder Beziehung. In dieser Zeit erwarb sich Freindaller jene Kenntnisse, die ihn später befähigten, an die Spitze einer Zeitschrift zu treten, welche in kurzer Zeit großes Renommee in Österreich erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Errichtung der Generalseminarien 1784 wurde auch die theologische Lehranstalt des Stiftes aufgelöst. Freindaller arbeitete nun wieder in der Seelsorge. Die Verhältnisse seiner Pfarre [[Regau (Pfarre)|Regau]], in der sich nach dem Toleranzedikt eine protestantische Gemeinde gebildet hatte, boten ihm reichliche Gelegenheit, sich zu bewähren. Die Erfahrungen, die er hier sammelte, beeinflussten seine schriftstellerische Tätigkeit; bevorzugt beschäftigte er sich fortan mit den Kontroverspunkten. Seine materielle Stellung war jedoch dürftig. Er bat deshalb schon am 18. November 1784 resignieren zu dürfen; Denunziationen verleideten ihm noch mehr den Aufenthalt in Regau. Er begrüßte daher seine Versetzung nach [[St. Gotthard (Pfarre)|St. Gotthard]] 1786, das er fünf Jahre später mit [[St. Martin (Pfarre)|St. Martin]] vertauschte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner seelsorglichen Tätigkeit widmete sich Freindaller weiter seinen wissenschaftlichen Bestrebungen. Als daher nach Aufhebung der Generalseminarien die Errichtung einer theologischen Lehranstalt für Oberösterreich geplant wurde, wurde Freindaller für die Lehrkanzel der Dogmatik sogleich in Aussicht genommen. Freindaller rechtfertigte später als Theologieprofessor am k. k. Lyzeum in Linz dieses Vertrauen. &amp;quot;Was er an dieser Stelle&amp;quot;, bemerkt sein Biograph &amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Gaisberger, Erinnerung an Franz J. Freindaller, Separatabdr. S. 9, vgl. Linzer Musealbericht 17, S. 188.)&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;quot;Segensvolles gewirkt, wie er seinen Unterricht durch die innigste Wärme der Überzeugung von der Wahrheit des Vorgetragenen, durch den Edelmut seines Charakters und durch die Reinheit seines Wandels bei seinen Schülern erst wahrhaft wirksam und fruchtbringend machte, darüber war von jeher nur eine ungeteilte Stimme.&amp;quot; Dieselbe Anerkennung für seine Lehrtätigkeit sprachen ihm der Bischof, der ihn zum Konsistorialrat ernannte (23. August 1803), und der Kaiser aus, der ihm die goldene Medaille der größeren Gattung samt Kette verlieh (6. Oktober 1803).&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Wegen seiner angegriffenen Gesundheit legte Freindaller, der eine Berufung an die Wiener Universität abgelehnt hatte, 1803 seine Professur nieder. Er wurde Pfarrverweser in [[Niederwaldkirchen (Pfarre)|Niederwaldkirchen]] und drei Jahre später in [[Vöcklabrück(Pfarre)|Vöcklabruck]]. Der Wiener Friede (1809) hatte jenen Teil des Hausruckviertels, in dem Vöcklabruck liegt, bis zur definitiven Regelung der Leitung einer Landeskommission in Ried unterstellt. Als diese 1810 das Verbot erließ, von dem Konsistorium in Linz Verordnungen und Befehle anzunehmen, erhob Freindaller dagegen Einsprache. Bald kam aber jene Gegend an Bayern. Freindaller wurde von der provisorischen Regierung aufgefordert, sich der Deputation anzuschließen, welche die neue Provinz der Gnade des Königs empfehlen sollte, und fand in München die Aufnahme. Bald darauf wurde er von der bayrischen Regierung &amp;quot;in Erwägung seiner bisher bewiesenen Einsichten, seines rühmlichen Fleißes und seiner Verdienste um die öffentlichen Unterrichtsanstalten&amp;quot; definitiv als Distriktsschulinspektor bestätigt; ein Jahr früher war er bereits zum Dechant ernannt worden. Freindaller wurde auch mit der Belehrung und Bekehrung der sogenannten Pöschlianer, einer schwärmerisch-chiliastischen Sekte, die zu Beginn des Jahres 1814 um Vöcklabruck auftauchte, betraut. Es gelang ihm vollständig, die Pöschlianer zu bekehren. Die letzten Jahre widmete er, nachdem er 1818 das Dekanat niedergelegt und eine Berufung in das Domkapitel von Salzburg abgelehnt hatte, der Weiterführung seiner Arbeiten zur Verbesserung des Diözesanrituals, die noch vom Konsistorium von Salzburg eingeleitet worden waren. Sie wurden jedoch nicht benützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freindaller erlebte seine nahe Sekundiz nicht mehr. Er starb am 29. Dezember 1825, verehrt und geliebt von allen, die ihn kannten. &amp;quot;Hätte ich in meiner Diözese und vorzüglich unter meinen Dechanten&amp;quot;, schrieb ihm einmal der neuernannte &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Bischof von Linz Hohenwart (Brief vom 1. März 1815), &amp;quot;mehrere Freindaller, so möchte ich mich der Zukunft wegen noch eher beruhigen; allein wo fände ich solche Männer?&amp;quot;&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Trauerrede auf die Allerdurchlauchtigste, Großmächtigste, weiland Römische Kaiserinn, Königinn, Maria Theresia, Königinn von Hungarn, Böheim, ..., als für lhro Kaiserliche, Königl. Apostol. Majestät den 21. Christmonats 1780. in der Kollegiatkirche der reg. Chorherren des heiligen Augustin zu St. Florian in Oberösterreich das erste feyerliche Seelenamt gehalten wurde. Verfasset und vorgetragen von ... Wien, bey Joseph Edlen von Kurzbeck. 53 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Rede von der priesterlichen Sendung, als Herr Ignatz Mayr reg. Kanonikus des heiligen Augustins im Kollegiatstifte zu St. Florian am I. Sonntage nach Ostern im Jahre 1782. sein erstes heiliges Meßopfer dem Allerhöchsten entrichtete. Linz, mit Feichtingerischen Schriften. 38 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Kurze Predigten bei der nachmittägigen Andacht am Ostertage. Mit zwo österlichen Kommunionreden an Kinder. Wien 1790, bey Jos. Edlen v. Kurzbeck. IV und 52 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Rede am priesterlichen Jubelfeste des hochw., wohlgebohrnen, hochgelehrten Herrn Joseph Schiffermayr, im Kollegiatstifte der reg. Chorherren zu St. Florian würdigsten Dechants. Gehalten den VI. Sonntag nach Christi Erscheinung 1791. Wien 1791, bei Jos. Edlen v. Kurzbeck. 45 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Trauerrede auf weiland Ihre königliche Majestäten Ludwig XVI. König in Frankreich, und Maria Antonia, Erzherzoginn von Österreich, Königinn von Frankreich. Gehalten zu Valenciennes, als es kaiserlich war, am 21. Jänner 1794 von Herrn Abbé Levis. Aus dem Französischen übersetzt. Linz, gedruckt mit Feichtingerischen Schriften. 50 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Predigt von der Nachfolge Jesu. Gehalten am Feste des Heil. Stephanus 1796 bey einer häuslichen Feyerlichkeit der reg. Chorherren zu St. Florian von einem derselben. Linz 1797, bey Feichtinger. 28 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Kurze Reden bey dem akademischen Gottesdienste in Linz. Linz 1799, zu finden bey Joseph Fink. Gedruckt mit Feichtinger'schen Schriften. XVI und 295 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Akademische Rede über die Pflicht studierender Jünglinge, in der Religionswissenschaft ohne Unterlaß fortzuschreiten. Vorgelesen bey der feyerlichen Wiedereröffnung der Schulen am k. k. Lycaeum zu Linz, den 20. Oktober 1800. Gedr. mit Feichtinger'schen Schriften 24 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Caji, Romani presbyteri, (uti videtur) fragmentum acephalum de canone divinorum novi foederis librorum. Lincii 1803, typis Feichtingerianis. 50 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Animadversiones in libellum, cui titulus: Recensio critica dissertationis de Rosario a Linciensibus Theologis editae. Lincii 1806. 15 S. 8°. [Anonym.] (Auch deutsch unter dem Titel: Etwas zur Beantwortung der Schrift: Recensio critica a Linciensibus Theologis editae de Rosario dissertationis in forma responsi ad amicum publici iuris facta. Posonii 1805. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg. (1807), 1. Bd., S. 282–294.)&lt;br /&gt;
* Versuch eines Leitfadens zu einem stufenweise fortschreitenden Unterrichte der Kinder in der Religion, als Anhang zur theol.-prakt. Linzer-Monathschrift. Linz 1806, bey Joseph Fink. 151 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Populäre Darstellung der Wahrheit: daß Christus in uns wohne. In einem Schreiben an gewesene Religionsschwärmer [Pöschlianer]. (Später in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. V, 2, S. 323–339 veröffentlicht. S. 334 wird auch ein früheres Schreiben erwähnt.)&lt;br /&gt;
* Biographische Nachrichten von weiland dem Hochwürdigsten, am 18. Junius 1807 verstorbenen Bischof in Linz, Joseph Anton Gall. Linz 1808. 45 S. 8°. (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. V, 2, S. 253–295.) &lt;br /&gt;
* Skizze einer christkatholischen Dogmatik, oder christl. Glaubenslehren nach dem echten kath. Lehrbegriffe. Linz 1810. XII und 90 S. 8°. 2. Aufl. 1815. &lt;br /&gt;
* Predigt über I. Petri: II, 13, 14. Am allerhöchsten Nahmensfeste Seiner Majestät Maximilian Joseph Allerdurchlauchtigsten Königs von Bayern. Nach erfolgter Besitznahme des abgetretenen Theils Oberösterreichs. Gehalten in der Pfarrkirche zu Vöcklabruck. Salzburg 1810. Gedruckt in der Mayr'schen Buchdruckerey. 16 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Über das Benehmen des Seelsorgers in Ertheilung des sechswöchentlichen, in den österr. k. k. Staaten bey dem Übertritt zu einer tolerirten Confession gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts. Ein Nachtrag zum Giftschützischen Lehrbuch der Pastoraltheologie. Salzburg 1812. ln Commission der Mayr'schen Buchhandlung. Gedruckt in der Zaunrith'schen Buchdruckerey zu Salzburg. 56 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Handbuch zur gleichförmigen Ertheilung des sechswöchentlichen, in den kaiserlich-österreichischen Staaten beym Übertritt zu einer tolerirten Confession gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts. Sammt einer nachträglichen Anweisung, wie dasselbe bey anderen seelsorglichen Amtshandlungen zu gebrauchen ist. Verfaßt im Jahre 1808/9. Linz 1813, bey Cajetan Haslinger, Buchhändler. XII und 356 S. 8°.&lt;br /&gt;
* Über das Bibellesen des gemeinen Mannes. Ein Gespräch. Salzburg 1815. Gedruckt mit Zaunrith'schen Schriften. 48 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. IV. Jg., 1. Bd., S. 133–178.)  &lt;br /&gt;
* Ablaß-Predigt. Salzburg 1816. In Commission der Mayr'schen Buchhandlung, und für die k. k. österr. Staaten in der Haslinger'schen zu Linz. 26 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. IV. Jg., 2. Bd., S. 126–147.) &lt;br /&gt;
* Ewigdenkwürdiges Mayenfest des Jahres 1816. Gefeyert in den zwey Städten des vom Hause Österreich zurückgenommenen Hausruckviertels, Vöcklabruck und Schwannenstadt. Salzburg, gedr. mit Zaunrith'schen Schriften. 24 S. 8°. Darin: Anrede, welche bey dem Dankfeste zu Vöcklabruck von Franz Freindaller, Stadtpfarrer und Dechant, gehalten wurde. S. 17–24. (Vielleicht das ganze Büchlein von Freindaller verfaßt und herausgegeben.) &lt;br /&gt;
* Vertraute Reden an junge Diener der Kirche in den Tagen ihrer jährlichen Geistesversammlung. Salzburg 1817. In der Mayrischen Buchhandlung. VIII und 160 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. III. Jg., 1. Bd., S. 89–112, 264–285; 2. Bd., S. 27–55, 296–321; IV. Jg., 1. Bd., S. 189–213; 2. Bd., S. 266–293.)  &lt;br /&gt;
* Denkschrift auf den seligen Herrn Georg Rechberger, der Rechte Doktor, und Kanzler des bischöfl. Consistoriums in Linz. Linz 1809, bey Cajetan Haslinger, 46 S. 8°. (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. VII. Jg., 1. Bd., S. 161–203.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freindallers größtes literarisches Verdienst besteht in der Herausgabe der &amp;quot;Theolog.-Prakt. Monathschrift zunächst für Seelsorger&amp;quot;. (Herausg. in Linz von einer Gesellsch. Mit Feichtinger'schen Schriften.) Sie trat im Jahre 1802 ins Leben. Sie fand in kurzer Zeit weit über die Grenzen Österreichs hinaus Verbreitung. Schon 1805 wurde eine zweite Auflage nötig. Das Kriegsjahr 1805 aber brachte das Erscheinen der Zeitschrift ins Stocken. Nach einjähriger Unterbrechung erschien sie 1807 wieder als &amp;quot;Neue theolog.-prakt. Monathschrift zunächst für Seelsorger&amp;quot; (Linz, in Commiss. bey Cajetan Haslinger, mit Feichtinger'schen Schriften), dazu kam in demselben Jahre ein literarischer Anzeiger. 1812 erschien der erste Band der &amp;quot;Quartalschrift für kath. Geistliche. Als Fortsetzung der theolog.-prakt. Linzermonathschrift&amp;quot; in Salzburg (in Commiss. der Mayr'schen Buchhandlung und für die k. k. österr. Staaten in der Haslinger'schen zu Linz, mit Zaunrith'schen Schriften). 1816 erhielt sie den Titel: &amp;quot;Neue Quartalschrift für kath. Geistliche. Als Fortsetzung ...&amp;quot;; daneben führte sie den Titel: &amp;quot;Neueste Theologisch-praktische Monathschrift zunächst für Seelsorger.&amp;quot; 1819 legte Freindaller die Redaktion nieder; einer seiner Freunde sollte das Werk weiterführen. Doch es kam nicht zustande, obgleich sich Freindaller erboten hatte, den Vorrat an Aufsätzen seinem Nachfolger zu überlassen und selbst noch an der Zeitschrift mitzuarbeiten. So entschloss sich Freindaller nach einjähriger Unterbrechung 1821 noch einen letzten Jahrgang seiner Zeitschrift zu veröffentlichen. Das ganze Werk umfasst 34 Bde. in 8°. (1828 erschien ein alphabet. Verzeichnis aller darin enthaltenen Aufsätze und Abhandlungen.)&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
==Weitere Werke== &lt;br /&gt;
* Was ist christliches Dogma? Theol.-Prakt. Monathschr. I. Jg., 1. Bd., S. 1–20. &lt;br /&gt;
* Kurze Geschichte des unter Kaiser Leopold I. von Spinola, Bischof zu Neustadt gemachten Reunionsversuches der Protestanten. Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 67–85. &lt;br /&gt;
* Ist eine erkennbare moralische Beziehung ein wesentliches Erforderniß eines Dogmas? Gibt es Dogmen, die keine haben? Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 112–126. &lt;br /&gt;
* Skizze der christlichen Glaubenslehren nach dem echten katholischen Lehrbegriffe in ihrer Verbindung, und moralischen Beziehung. Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 237–348. &lt;br /&gt;
* Beyträge zur Kenntniß und Berichtigung der vorzüglichsten religiösen Volksirrtümer. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 37–52; Dogmatische Volksirrtümer S. 89–131; Moralische ... S. 197–229; Liturgische ... S. 165–291. &lt;br /&gt;
* Über den sechswöchentlichen Unterricht angehender Akatholiken. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 333–346; 2. Bd., S. 1–33, 89–101, 177–197, 257–274; 3. Bd., S. 33–42, 111–138. &lt;br /&gt;
* Von der ursprünglichen Einführung des Christenthums in Oberösterreich, und dessen baldigen Verbreitung. Ebd. III. Jg., 1. Bd., S. 1–42. &lt;br /&gt;
* Über das praktische Moment des christlichen Hauptdogma von der Menschwerdung des Sohnes Gottes. Ebd. IV. Jg., 2. Bd., S. 3–39. &lt;br /&gt;
* Kurze Darstellung des Zustandes der theologischen Wissenschaften im katholischen Deutschlande seit ungefähr fünfzig Jahren, als Einleitung zum litterarischen Anzeiger. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg., 2. Bd., S. 348–397. &lt;br /&gt;
* Von dem Unterrichte, den der Seelsorger den Hebammen zu ertheilen hat. Ebd. VII. Jg., 2. Bd., S. 165–182. &lt;br /&gt;
* Über einige gewöhnliche Entschuldigungen der Nachlässigkeiten beym Seelsorgeramte. Ebd. VIII. Jg., 1. Bd., S. 204–222. &lt;br /&gt;
* Aus dem pfarrlichen Amtsleben. Quartalschrift. I. Jg., 2. Bd., S. 292–310; II. Jg., 2. Bd., S. 253–294; III. Jg., 1. Bd., S. 113–136, 351–377; 2. Bd., S. 108–131, 348–360; IV. Jg., 1. Bd., S. 38–65; 2. Bd., S. 102–125, 315–351; (Neue Quartalschr.) V.Jg., 1. Bd., S. 128–151, 331–350; 2. Bd., S. 135–171, 301–322; VI. Jg., 1. Bd., S. 225–287; 2. Bd., S. 101–149, 323–355; VII. Jg., 1. Bd., S. 150–180, 257–296; 2. Bd., S. 138–160, 275–296, 346–372. &lt;br /&gt;
* Antwort auf die Frage, ob es war sey, was der protestantische Gelehrte, Herr Prof. Eichhorn, in seiner Geschichte der Litteratur von ihrem Anfange bis auf die neuesten Zeiten (zweyten Band, erste Hälfte, S. 671) schreibet: &amp;quot;daß selbst die Theologen der kath. Kirche zuletzt dem Strome der Zeit hätten weichen müssen, und ihre patristisch-scholastische Dogmatik als exoterische Lehre hätten stehen lassen, zur esoterischen aber den philosophischen Deismus gemacht haben.&amp;quot; Quartalschr. II. Jg., 1. Bd., S. 134–152. &lt;br /&gt;
* Unterredung eines Pfarrers mit Brautleuten über das Zechen und Tanzen vor der Copulation. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 282–295. * Anzeige eines sehr merkwürdigen Buches: Friedensworte an die kath. und protest. Kirche für ihre Wiedervereinigung. Sulzbach ... 1810. Ebd. III. Jg., 2. Bd., S. 322–347. &lt;br /&gt;
* Beylage zu dem Aufsatze: &amp;quot;Über Form und Reform der Klöster.&amp;quot; Neue Quartalschr. V. Jg., 2. Bd., S. 45–55. &lt;br /&gt;
* Über die Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles in Mailand. Ebd. VI. Jg., 1. Bd., S. 177–192. &lt;br /&gt;
* Recension des vierten Fragments vom sel. Domherrn Kramer: Fragmentum historicum, nannte er es, ad praecedentia fragmenta de Neoterica Religionis et Ecclesiae Catholicitate subsidiarium. Ebd. VI. Jg., 2. Bd., S. 273–289. &lt;br /&gt;
* Denkschrift auf den seligen Herrn Aloys Sandbichler, Doktor und Professor der Theologie am k. k. Lyceum in Salzburg. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 1–31. (Auch in dem Büchlein: Dem Andenken Aloys Sandbichler's, Professor ... Biogr. Skizze von einigen Freunden des Seligen, welche ihn näher kannten, entworfen. Besonders abgedr. aus der Neuen Quartalschrift für kath. Geistliche. Salzburg 1820. In der Mayr'schen Buchhandlung. IV und 43 S. 8°. &lt;br /&gt;
* An Sandbichler 's Grabe. Ode. Ebd. VII. Jg., l. Bd., S. 41–43. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Nacherinnerung&amp;quot; zu dem Aufsatze: &amp;quot;Gedanken zu Dr. Feßler's Ansichten von Religion und Kirchenthum. Vom verewigten Herrn Dr. und Professor Sandbichler, in Briefen an den Herausgeber.&amp;quot; Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 118–133. &lt;br /&gt;
* Revision des Aufsatzes über das Ehe-Aufgeboth im I. Jahrg. der Linzer-Monathschrift I. Bande S. 52. Nach beyden Auflagen. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 134–149. &lt;br /&gt;
* Über das Geschichtliche der göttlichen Offenbarung. Mit Beantwortung der von den Rationalisten aufgeworfenen Vorfrage: Ob es nicht besser gewesen wäre, im Falle Gott eine Offenbarung den Menschen machen wollte, sie ohne Geschichte in einem bündigen Systeme mitzutheilen. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 207–221; 2. Bd., S. 61–102, 193–225. &lt;br /&gt;
* Revision des Aufsatzes von den geheimen Ehehindernissen im ersten Jahrg. der Linzer-Monathschrift, zweyten Band, S. 170. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 222–256. &lt;br /&gt;
* Über das so angerühmte Buch: Stunden der Andacht, besonders nach der fünften Auflage. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 297–334. &lt;br /&gt;
* Warum ist Jesus so frühe von dem Schauplatze dieser Erde abgetreten. Ebd. VII. Jg., 2. Bd., S. 51–60.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Engelbert_II._Hoffmann&amp;diff=291</id>
		<title>Engelbert II. Hoffmann</title>
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		<updated>2020-02-24T14:43:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Engelbert Hoffmann&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1708/01/16&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Seittendorf (Schlesien)&lt;br /&gt;
|Profess=1738/10/28&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1766/07/11&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 17f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Engelbert Hoffmann, * 16. Jänner 1708 in Seittendorf in Schlesien, † 11. Juli 1766, studierte Philosophie und Rechtswissenschaft in Breslau, trat am 28. Oktober 1737 in das Stift [[St. Florian]] ein, legte ein Jahr später die Profess ab und brachte am 27. März 1740 sein erstes heiliges Messopfer dar. Vom Jahr 1741 an war er Vikar der Stiftspfarre, vom 20. November 1751 Stiftsdechant, seit 1754 zugleich Novizenmeister und seit dem 3. September 1755 Propst. Die ersten Jahre seiner Regierung wurden durch den Siebenjährigen Krieg und die Forderungen, die der Staat an die Klöster stellte, sehr beeinträchtigt. Er kaufte die Herrschaften Tillysburg und Stein und errichtete im Stift eine theologische Lehranstalt für die Stiftskleriker, welche davor mit großen Kosten in Wien oder an anderen entfernten Anstalten ausgebildet werden mussten. Propst Engelbert starb am 11. Juli 1766.&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Das Frohlocken der Gerechten in dem Lob Gottes ... vorgetragen bey den wohlehrw. P. P. Capucinern im Weingarten zu Linz ... Linz 1774. 26 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Luna triformis oder Lob- und Ehren-Rede über das in seinem Wachsthum geseegnet - in seinem Abnehmen standhafft - und endlich in seiner Völle glorwürdig - uhr-alt - und berühmte Stifft und Closter Monndsee, des Ordens des heiligen Patriarchen Benedicti, als selbiges sein grosses Saeculum oder tausend-jährigen Zeitlauff in alldasiger Stift- und Closter-Kirchen ... den 29. September Anno 1748 hochfeyerlich celebriret. Verfasset und fürgetragen den 30. September ... Abgedruckt in der &amp;quot;Mantissa Chronici Lunae-Lacensis bip.&amp;quot; 1749. P. 47–79. 4°. &lt;br /&gt;
* Die Glücklich ausgefallene, und Glorreich aufgenommene Wahl des Seligen Priesters Josephi von Cupertino, des Mindern Conventual-Orden des Heiligen seraphischen Vaters Francisci, als in dem Lobwürdigen Gottes-Haus deren Wohl-Ehrwürdigen PP. Conventual-Minoriten zu Lintz, dessen Seligsprechung den 16. 17. und 18. Septembr. Anno 1753. hochfeyerlich begangen worden, in einer Lob- und Ehren-Rede verfasset, und zum Beschluß vorgetragen ... Cum licentia Superiorum. Linz, gedr. bey Johann Adam Auinger. 16 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Ehr- und Sitten-Rede am hohen Fest der Heil. Jungfrau, und Martyrin Catharinae: Als der Hoch-Wohl-Ehrwürdig-Wohl-Edl, auch Hochgelehrte Herr Petrus de Alcantara Müllner, der Regulirt-Lateranensischen Chor-Herrn Ord. S. Aug. zu St. Florian Professus, in aldasig-Löblicher Collegiat-Stifts- und Pfarr-Kirchen Anno 1754. sein Erstes Heiliges Meß-Opfer abgeleget ... Lintz, gedr. bei Joh. Adam Auinger. 15 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Ehren-Rede als an dem Hohen Fest der glorreichen Auffahrt Christi der Hochwürdig-Wohl- Edl- und Hochgelehrte Herr Joseph Bernard Weidinger, Regulirt-Lateranensischer Chor-Herr Ord. S. Augustini zu Sanct Florian, Jubilirter Professus, Senior und Pfarrer zu Niderwaldkirchen, nach Hinterlegten 56. Jahren seines Geistlichen Stands, 49. seiner Seelsorg, und 50. seines Priesterthums in allhiesig-Löbl. Stifts- und Collegiat-Kirchen den 8. May im Jahr 1755. seine anderte Primiz abgelegt. ... Mit Genehmhaltung der Obern. Linz, gedr. bey Joh. Adam Auinger. 20 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Lateinische Übersetzung des französischen asketischen Werkes: &amp;quot;Le Glaneur ascétique et moral ou un recueil des pensées vives et touchantes pour faire la salut de son ame avec plus d'empressement tiré des discours du Révérend Père Jean Je Jeune de l'oratoire de Jesus et décrit en latin par un Novice des Chanoines Réguliers du St. Augustin&amp;quot;. Mskr. XI, 177. 125 S. 4°. (Unvollendet.) &lt;br /&gt;
* Vermischte Predigten. (In den Jahren 1740–49 in St. Florian und in benachbarten Orten gehalten.) Mskr. XI, 379. 2 Bde. in 4° zu 205 und 160 Bl. &lt;br /&gt;
* Florilegium Similitudinum et Sententiarum sacrarum et profanarum ex variorum scriptorum hortis transumptum ad exornandas Panegyres cujuscunque generis perquam commodum et horis subsecivis collectum ... 1753. Mskr. XI, 380. 366 Bl. in 4°. (Mit Bl. 303. folgt ein alphabetisches Register.) &lt;br /&gt;
* Historia domestica. Mskr. IC. &lt;br /&gt;
* Protocollum eines löblichen O. Oe. Raith-Raths Collegii de 10. Decembris anni 1762 über die 1761jährige sowohl Particular als Einnehmer-Ambts-Hauptrechnungen sub praesidio Illustrissimi D. D. Ernesti Comitis de et in Sprinzenstein, beschrieben und geführt von mir Engelbert II ... als den hochselig. Herrn Prälaten von Schlögel supplirenden Raith-Rath. 1762. Mskr. XI, 515. A. 120 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Specification der natural Kostquoad quantum, Sodenen Herrn Canonicis ad St. Florianum abzuraichen. Mskr. XI, 513. D. 20 S. 2°. &lt;br /&gt;
Engelbert Hoffmann setzte Job. Georgs (s. d. S. 8 ff.) Aufzeichnungen über die Stiftsgeschichte und die Landtagsverhandlungen (vgl. Hist. dom.), den Catalogus des Joh. Georg (s. S. 11) und sein Subsidium ad Catalog. fort (s. S. 12).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<title>Damian Franz Schuemann</title>
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		<updated>2020-02-24T14:40:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Damian Franz Schuemann&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1696/09/16&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Wien&lt;br /&gt;
|Profess=1716/10/04&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1729/07/04&lt;br /&gt;
|Sterbeort=Wien&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 8.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Damian Franz Schuemann, * 16. September 1696 in Wien, † 4. Juli 1729, absolvierte seine theologische Bildung am Collegium Germanicum in Rom. Am 4. Oktober 1715 erhielt er im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte ein Jahr später die Profess ab. Seine Primiz feierte er in Rom am 9. März 1721. Er war von 1722 bis 1728 Kooperator in [[Feldkirchen (Pfarre) |Feldkirchen]] und starb in Wien am 4. Juli 1729. &amp;quot;Vir magnae spei, eruditus, praeprimis in poeticis&amp;quot;, schreibt [[Augustin Pscharr|Pscharr]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; über ihn in seinem &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt; ... Canonicorum Regularium ... Ecclesiae collegiatae St. Floriani.&amp;lt;ref&amp;gt;Mskr. XI, 537. A. in der Stiftsbibliothek St. Florian.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Lobrede auf den h. Patriarchen und Pflegvater Christi, Joseph. Gesagt in dem hochlöbl. Gotteshaus derer wohlehrw. P. P. Carmeliter-Barfüßern in Linz, von Damiano Francisko Schuemann, reg. Chorherrn zu St. Florian. Wien, gedr. in der kais. Reichs- und Hof-Buchdruckerey. 1722. 20 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Schuemann ist auch Schreiber der Codices XI, 213 (1719 und 1720) und XI, 214 (1718 und 1719) der Stiftsbibliothek von St. Florian.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<title>Damian Franz Schuemann</title>
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		<updated>2020-02-24T14:39:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Einzelnachweise eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Damian Franz Schuemann&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1696/09/16&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Wien&lt;br /&gt;
|Profess=1716/10/04&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1729/07/04&lt;br /&gt;
|Sterbeort=Wien&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 8.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Damian Franz Schuemann, * 16. September 1696 in Wien, † 4. Juli 1729, absolvierte seine theologische Bildung am Collegium Germanicum in Rom. Am 4. Oktober 1715 erhielt er im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte ein Jahr später die Profess ab. Seine Primiz feierte er in Rom am 9. März 1721. Er war von 1722 bis 1728 Kooperator in [[Feldkirchen (Pfarre) |Feldkirchen]] und starb in Wien am 4. Juli 1729. &amp;quot;Vir magnae spei, eruditus, praeprimis in poeticis&amp;quot;, schreibt [[Augustin Pscharr|Pscharr]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; über ihn in seinem &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt; ... Canonicorum Regularium ... Ecclesiae collegiatae St. Floriani. &amp;lt;ref&amp;gt;Mskr. XI, 537. A. in der Stiftsbibliothek St. Florian.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Lobrede auf den h. Patriarchen und Pflegvater Christi, Joseph. Gesagt in dem hochlöbl. Gotteshaus derer wohlehrw. P. P. Carmeliter-Barfüßern in Linz, von Damiano Francisko Schuemann, reg. Chorherrn zu St. Florian. Wien, gedr. in der kais. Reichs- und Hof-Buchdruckerey. 1722. 20 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Schuemann ist auch Schreiber der Codices XI, 213 (1719 und 1720) und XI, 214 (1718 und 1719) der Stiftsbibliothek von St. Florian.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<title>Johann Michael I. Ziegler</title>
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		<updated>2020-02-24T14:32:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Michael Ziegler&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1743/04/29&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1762/10/02&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1823/05/05&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 24-27.&lt;br /&gt;
Mühlbacher, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian, S.99ff.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Michael Ziegler, * 29. April 1743 in Linz, † 5. Mai 1823, absolvierte in Linz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie, empfing am 29. September 1761 im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte am 2. Oktober 1762 die Profess ab. Ein Jahr später wurde er ins Collegium Germanicum nach Rom geschickt. Er blieb dort vier Jahre, erlangte den Doktorgrad der Theologie und Philosophie und feierte am 30. März 1766 sein erstes heiliges Messopfer. Nach seiner Rückkehr aus Rom hörte er noch an der Wiener Hochschule Vorlesungen über Natur- und Zivilrecht und bildete sich in den Bibliothekswissenschaften aus. Von 1773 bis 1782 dozierte er Theologie an der Hauslehranstalt in St. Florian; 1771 wurde er, nachdem er schon zwei Jahre die Stellung eines Subbibliothekars bekleidet hatte, zum wirklichen Bibliothekar, 1773 zum Novizenmeister, 1778 zum Custos ecclesiae ernannt. Diese drei Ämter – nur in dem zweiten trat eine dreijährige Unterbrechung von 1775 bis 1778 ein – versah er, bis er am 11. September 1793 zum Propst gewählt wurde. In den Jahren 1799 bis 1805 nahm er als ständischer Deputierter an den Landesangelegenheiten tätigen Anteil. 1809 verlieh ihm Kaiser Franz das Ritterkreuz des Leopoldordens, zwei Jahre vorher hatte ihn der Kaiser mit dem Direktorat des Linzer Gymnasiums betraut und ihm das durch den Tod des Bischofs [[Anton Gall]] erledigte Bistum Linz antragen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pucher, Das Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich in Brunners &amp;quot;Chorherrenbuch&amp;quot;, S. 43. Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das Land ob der Enns erwarb sich Ziegler noch vor seiner Erhebung zum Prälaten dadurch ein großes Verdienst, dass er als Bevollmächtigter des Stiftes in Verbindung mit den Prälaten des Landes die Errichtung einer theologischen Lehranstalt in Linz vorantrieb. Das Anerbieten von jährlichen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;1200 fl.&amp;lt;/span&amp;gt; von seiten der einzelnen Klöster Oberösterreichs ermöglichte die Errichtung der theologischen Lehranstalt in Linz. Propst Michael I. starb – als Stiftssenior und Jubelpriester – nach langwieriger Krankheit am 5. Mai 1823, 80 Jahre alt. &amp;lt;ref&amp;gt;Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst während der Unruhen, welche die französische Revolution auch in Österreich bewirkt hatte, sorgte er durch seine Regierung im Stift für Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegler, &amp;quot;ein schöner, geist- und gemütreicher Mann, voll römischer Gravität und attischen Salzes, ein Menschenkenner wie wenige&amp;quot;, wie Hormayr ihn schildert,&amp;lt;ref&amp;gt;Taschenbuch für 1845, S. 12.,&amp;lt;/ref&amp;gt; war sehr fromm und gebildet. Er schrieb nicht nur Latein und beherrschte die italienische und französische Sprache sehr gut, sondern er war auch &amp;quot;Kenner der Literatur der gebildeten Nationen Europas, voll Liebe für die Wissenschaft, voll Enthusiasmus für die bessere humane Aufklärung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stülz, Gesch. d. reg. Chorherrn-Stiftes St. Florian, S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in der Theologie und Philosophie besaß er auch auf anderen Wissensgebieten große Kenntnisse. Er war bemüht, sein Wissen zu vertiefen und zu bereichern, an seine Ansichten auch den Maßstab fremder Meinungen zu legen. Er kümmerte sich besonders um die Bibliothek; die deutsche Literatur und die Klassiker, die Philosophie und auch die protestantische Theologie fanden dabei große Berücksichtigung.&amp;lt;ref&amp;gt;Czerny, Die Bibliothek des Chorherrnstiftes St. Florian, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er selbst verfasste als Bibliothekar einen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Catalogus Codicum manuscriptorum saeculo XVI. vetustiorum, qui in bibliotheca St. Floriani asservantur&amp;quot; (Mskr. XI, 676. 71 S. 2°.) und einen &amp;quot;Catalogus lncunabulorum Bibliothecae s. Floriani&amp;quot; (Mskr. XI, 677. 122 Bl. 2°.).&amp;lt;/span&amp;gt; Wie dieser viele wertvolle literarhistorische Nachweise enthält, so ist auch jener mit besonderer Genauigkeit ausgearbeitet; die beigefügten Notizen zeugen von der Gelehrsamkeit des Verfassers. Leider verzeichnet der Handschriftenkatalog nur 297 Handschriften. (Außer diesen Katalogen erhielten sich von ihm noch &amp;quot;Statuten für die in Linz studierenden Kleriker des Stiftes St. Florian&amp;quot;. 1803. Mskr. XI, 542. A. 4 Bl. in kl.-2°. Diese Statuten sind auch von Propst Michael II. unterfertigt (1. Dezember 1828), von dem die Schlussbemerkung stammt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieglers Bedeutung liegt in der nachhaltigen Förderung der Wissenschaft im Stift und des Nachwuchses auf diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Zieglers einflussreiches Amt eines Novizenmeisters gab ihm die Gelegenheit, der wissenschaftlichen Tätigkeit im Stift eine Basis zu geben und sie zu fördern. Propst [[Leopold]], dessen unbeschränktes Vertrauen Ziegler genoss, förderte in jeder Weise diese Bestrebungen. Die Ziegler anvertrauten Jungherren wurden wissenschaftlich beschäftigt und die Zeit für literarische Versuche verwertet. Auf Zieglers Anregung und unter seiner Leitung entstanden mehrere Übersetzungen theologischer Werke aus dem Französischen, von denen der Prälat zwei – &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Neue Beobachtungen über die verschiedenen Arten zu predigen&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von den Domicellarn des Collegiatstifts der Reg. Chorherren zu St. Florian. Augsburg 1779, bey Matthäus Riegers sel. Söhnen. Mit Erlaubniß der Obern. XXIV und 207 S. 8°.)  und &amp;quot;Theologische Gedanken in Rücksicht auf die Irrtümer unserer Zeit&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von Einigen der jüngern Chorherren des reg. lat. Kollegialstiftes zu St. Florian in Oberösterreich. Steyr 1782, mit Wimmer'schen Schriften gedr. XXVI und 452 S. 8°. Mit Erlaubniß der k. k. Bücherrevision des Landes ob der Enns. Zugleich mit den &amp;quot;Theologischen Gedanken&amp;quot; sind gedruckt: &amp;quot;Assertiones ex universa Theologia, quas sub auspiciis ... Leopoldi II. ... publicae disputationi exposuit Rev. ac Relig. D. Michael Scheer dictae ecclesiae canon. praesidentibus Jacobo Pollack et Franc. Freindaller ... anno MDCCLXXXII mense Nov. [22 S. 8°. Styriae, typis Abrah. Wimmer.]) – der Öffentlichkeit übergab.&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In um so größerem Maß konnte Ziegler seinen Plan, dem Stift St. Florian eine wissenschaftliche Bedeutung zu sichern, verwirklichen, als das Vertrauen der Mitbrüder ihn an die Spitze des Hauses gestellt hatte. Die fähigsten Köpfe wurden an die Universität nach Wien geschickt. Mit väterlicher Sorgfalt kümmerte er sich um ihr körperliches Wohl, noch mehr um ihre sittliche Veredlung, ihre geistige Ausbildung. Stets war er bereit, alle literarischen Hilfsmittel beizustellen und scheute dafür keine Kosten. Immer munterte er auf und eiferte zu speziellen Fächern, Arbeiten und zu selbständigem Urteil an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst in den letzten Jahren seines Lebens pflegte Ziegler, der noch immer seine Erholung und sein Vergnügen in der Lektüre der Schriften alter und neuer Zeit suchte, sobald er etwas Interessantes gefunden oder erworben hatte, die Kleriker zu sich kommen zu lassen, zeigte es ihnen, fragte um ihr Urteil und berichtigte es gegebenenfalls. Fast jeder von den Klerikern erhielt und fand eine wissenschaftliche Beschäftigung. Während der eine etwa die 1802 von einem Herrn van der Nüll angekaufte prachtvolle Konchiliensammlung studierte, ordnete ein anderer die Kupferstichsammlung; die einen lasen unter [[Klein]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; Klassiker, die anderen widmeten ihre freie Zeit anderen Zweigen des Wissens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde Propst Ziegler der eigentliche Begründer des literarischen Rufes von St. Florian. Männer wie [[Franz Ser. Kurz|Kurz]], [[Josef Chmel|Chmel]], [[Franz Xaver Pritz|Pritz]], [[Josef Gaisberger|Gaisberger]], [[Jodok Stülz|Stülz]], deren Namen in der literarischen Welt unsterblich sind, gingen aus der Schule Zieglers hervor und beeinflussten mit ihrem Sinn für die Wissenschaft ihre literarische Tätigkeit den jüngeren Nachwuchs des Stiftes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Johann_Michael_I._Ziegler&amp;diff=285</id>
		<title>Johann Michael I. Ziegler</title>
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		<updated>2020-02-24T14:30:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Michael Ziegler&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1743/04/29&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1762/10/02&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1823/05/05&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 24-27.&lt;br /&gt;
Mühlbacher, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian, S.99ff.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Michael Ziegler, * 29. April 1743 in Linz, † 5. Mai 1823, absolvierte in Linz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie, empfing am 29. September 1761 im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte am 2. Oktober 1762 die Profess ab. Ein Jahr später wurde er ins Collegium Germanicum nach Rom geschickt. Er blieb dort vier Jahre, erlangte den Doktorgrad der Theologie und Philosophie und feierte am 30. März 1766 sein erstes heiliges Messopfer. Nach seiner Rückkehr aus Rom hörte er noch an der Wiener Hochschule Vorlesungen über Natur- und Zivilrecht und bildete sich in den Bibliothekswissenschaften aus. Von 1773 bis 1782 dozierte er Theologie an der Hauslehranstalt in St. Florian; 1771 wurde er, nachdem er schon zwei Jahre die Stellung eines Subbibliothekars bekleidet hatte, zum wirklichen Bibliothekar, 1773 zum Novizenmeister, 1778 zum Custos ecclesiae ernannt. Diese drei Ämter – nur in dem zweiten trat eine dreijährige Unterbrechung von 1775 bis 1778 ein – versah er, bis er am 11. September 1793 zum Propst gewählt wurde. In den Jahren 1799 bis 1805 nahm er als ständischer Deputierter an den Landesangelegenheiten tätigen Anteil. 1809 verlieh ihm Kaiser Franz das Ritterkreuz des Leopoldordens, zwei Jahre vorher hatte ihn der Kaiser mit dem Direktorat des Linzer Gymnasiums betraut und ihm das durch den Tod des Bischofs [[Anton Gall]] erledigte Bistum Linz antragen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pucher, Das Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich in Brunners &amp;quot;Chorherrenbuch&amp;quot;, S. 43. Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das Land ob der Enns erwarb sich Ziegler noch vor seiner Erhebung zum Prälaten dadurch ein großes Verdienst, dass er als Bevollmächtigter des Stiftes in Verbindung mit den Prälaten des Landes die Errichtung einer theologischen Lehranstalt in Linz vorantrieb. Das Anerbieten von jährlichen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;1200 fl.&amp;lt;/span&amp;gt; von seiten der einzelnen Klöster Oberösterreichs ermöglichte die Errichtung der theologischen Lehranstalt in Linz. Propst Michael I. starb – als Stiftssenior und Jubelpriester – nach langwieriger Krankheit am 5. Mai 1823, 80 Jahre alt. &amp;lt;ref&amp;gt;Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst während der Unruhen, welche die französische Revolution auch in Österreich bewirkt hatte, sorgte er durch seine Regierung im Stift für Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegler, &amp;quot;ein schöner, geist- und gemütreicher Mann, voll römischer Gravität und attischen Salzes, ein Menschenkenner wie wenige&amp;quot;, wie Hormayr ihn schildert,&amp;lt;ref&amp;gt;Taschenbuch für 1845, S. 12.,&amp;lt;/ref&amp;gt; war sehr fromm und gebildet. Er schrieb nicht nur Latein und beherrschte die italienische und französische Sprache sehr gut, sondern er war auch &amp;quot;Kenner der Literatur der gebildeten Nationen Europas, voll Liebe für die Wissenschaft, voll Enthusiasmus für die bessere humane Aufklärung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stülz, Gesch. d. reg. Chorherrn-Stiftes St. Florian, S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in der Theologie und Philosophie besaß er auch auf anderen Wissensgebieten große Kenntnisse. Er war bemüht, sein Wissen zu vertiefen und zu bereichern, an seine Ansichten auch den Maßstab fremder Meinungen zu legen. Besondere Sorgfalt wandte er der Bibliothek zu, ;die deutsche Literatur und die Klassiker, die Philosophie und auch die protestantische Theologie fanden besondere Berücksichtigung.&amp;lt;ref&amp;gt;Czerny, Die Bibliothek des Chorherrnstiftes St. Florian, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er selbst verfasste als Bibliothekar einen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Catalogus Codicum manuscriptorum saeculo XVI. vetustiorum, qui in bibliotheca St. Floriani asservantur&amp;quot; (Mskr. XI, 676. 71 S. 2°.) und einen &amp;quot;Catalogus lncunabulorum Bibliothecae s. Floriani&amp;quot; (Mskr. XI, 677. 122 Bl. 2°.).&amp;lt;/span&amp;gt; Wie dieser viele wertvolle literarhistorische Nachweise enthält, so ist auch jener mit besonderer Genauigkeit ausgearbeitet; die beigefügten Notizen zeugen von der Gelehrsamkeit des Verfassers. Leider verzeichnet der Handschriftenkatalog nur 297 Handschriften. (Außer diesen Katalogen erhielten sich von ihm noch &amp;quot;Statuten für die in Linz studierenden Kleriker des Stiftes St. Florian&amp;quot;. 1803. Mskr. XI, 542. A. 4 Bl. in kl.-2°. Diese Statuten sind auch von Propst Michael II. unterfertigt (1. Dezember 1828), von dem die Schlussbemerkung stammt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieglers Bedeutung liegt in der nachhaltigen Förderung der Wissenschaft im Stift und des Nachwuchses auf diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Zieglers einflussreiches Amt eines Novizenmeisters gab ihm die Gelegenheit, der wissenschaftlichen Tätigkeit im Stift eine Basis zu geben und sie zu fördern. Propst [[Leopold]], dessen unbeschränktes Vertrauen Ziegler genoss, förderte in jeder Weise diese Bestrebungen. Die Ziegler anvertrauten Jungherren wurden wissenschaftlich beschäftigt und die Zeit für literarische Versuche verwertet. Auf Zieglers Anregung und unter seiner Leitung entstanden mehrere Übersetzungen theologischer Werke aus dem Französischen, von denen der Prälat zwei – &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Neue Beobachtungen über die verschiedenen Arten zu predigen&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von den Domicellarn des Collegiatstifts der Reg. Chorherren zu St. Florian. Augsburg 1779, bey Matthäus Riegers sel. Söhnen. Mit Erlaubniß der Obern. XXIV und 207 S. 8°.)  und &amp;quot;Theologische Gedanken in Rücksicht auf die Irrtümer unserer Zeit&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von Einigen der jüngern Chorherren des reg. lat. Kollegialstiftes zu St. Florian in Oberösterreich. Steyr 1782, mit Wimmer'schen Schriften gedr. XXVI und 452 S. 8°. Mit Erlaubniß der k. k. Bücherrevision des Landes ob der Enns. Zugleich mit den &amp;quot;Theologischen Gedanken&amp;quot; sind gedruckt: &amp;quot;Assertiones ex universa Theologia, quas sub auspiciis ... Leopoldi II. ... publicae disputationi exposuit Rev. ac Relig. D. Michael Scheer dictae ecclesiae canon. praesidentibus Jacobo Pollack et Franc. Freindaller ... anno MDCCLXXXII mense Nov. [22 S. 8°. Styriae, typis Abrah. Wimmer.]) – der Öffentlichkeit übergab.&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In um so größerem Maß konnte Ziegler seinen Plan, dem Stift St. Florian eine wissenschaftliche Bedeutung zu sichern, verwirklichen, als das Vertrauen der Mitbrüder ihn an die Spitze des Hauses gestellt hatte. Die fähigsten Köpfe wurden an die Universität nach Wien geschickt. Mit väterlicher Sorgfalt kümmerte er sich um ihr körperliches Wohl, noch mehr um ihre sittliche Veredlung, ihre geistige Ausbildung. Stets war er bereit, alle literarischen Hilfsmittel beizustellen und scheute dafür keine Kosten. Immer munterte er auf und eiferte zu speziellen Fächern, Arbeiten und zu selbständigem Urteil an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst in den letzten Jahren seines Lebens pflegte Ziegler, der noch immer seine Erholung und sein Vergnügen in der Lektüre der Schriften alter und neuer Zeit suchte, sobald er etwas Interessantes gefunden oder erworben hatte, die Kleriker zu sich kommen zu lassen, zeigte es ihnen, fragte um ihr Urteil und berichtigte es gegebenenfalls. Fast jeder von den Klerikern erhielt und fand eine wissenschaftliche Beschäftigung. Während der eine etwa die 1802 von einem Herrn van der Nüll angekaufte prachtvolle Konchiliensammlung studierte, ordnete ein anderer die Kupferstichsammlung; die einen lasen unter [[Klein]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; Klassiker, die anderen widmeten ihre freie Zeit anderen Zweigen des Wissens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde Propst Ziegler der eigentliche Begründer des literarischen Rufes von St. Florian. Männer wie [[Franz Ser. Kurz|Kurz]], [[Josef Chmel|Chmel]], [[Franz Xaver Pritz|Pritz]], [[Josef Gaisberger|Gaisberger]], [[Jodok Stülz|Stülz]], deren Namen in der literarischen Welt unsterblich sind, gingen aus der Schule Zieglers hervor und beeinflussten mit ihrem Sinn für die Wissenschaft ihre literarische Tätigkeit den jüngeren Nachwuchs des Stiftes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<title>Johann Michael I. Ziegler</title>
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		<updated>2020-02-24T14:27:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Michael Ziegler&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1743/04/29&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1762/10/02&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1823/05/05&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 24-27.&lt;br /&gt;
Mühlbacher, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian, S.99ff.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Michael Ziegler, * 29. April 1743 in Linz, † 5. Mai 1823, absolvierte in Linz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie, empfing am 29. September 1761 im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte am 2. Oktober 1762 die Profess ab. Ein Jahr später wurde er ins Collegium Germanicum nach Rom geschickt. Er blieb dort vier Jahre, erlangte den Doktorgrad der Theologie und Philosophie und feierte am 30. März 1766 sein erstes heiliges Messopfer. Nach seiner Rückkehr aus Rom hörte er noch an der Wiener Hochschule Vorlesungen über Natur- und Zivilrecht und bildete sich in den Bibliothekswissenschaften aus. Von 1773 bis 1782 dozierte er Theologie an der Hauslehranstalt in St. Florian; 1771 wurde er, nachdem er schon zwei Jahre die Stellung eines Subbibliothekars bekleidet hatte, zum wirklichen Bibliothekar, 1773 zum Novizenmeister, 1778 zum Custos ecclesiae ernannt. Diese drei Ämter – nur in dem zweiten trat eine dreijährige Unterbrechung von 1775 bis 1778 ein – versah er, bis er am 11. September 1793 zum Propst gewählt wurde. In den Jahren 1799 bis 1805 nahm er als ständischer Deputierter an den Landesangelegenheiten tätigen Anteil. 1809 verlieh ihm Kaiser Franz das Ritterkreuz des Leopoldordens, zwei Jahre vorher hatte ihn der Kaiser mit dem Direktorat des Linzer Gymnasiums betraut und ihm das durch den Tod des Bischofs [[Anton Gall]] erledigte Bistum Linz antragen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;(Vgl. Pucher, Das Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich in Brunners &amp;quot;Chorherrenbuch&amp;quot;, S. 43. Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das Land ob der Enns erwarb sich Ziegler noch vor seiner Erhebung zum Prälaten dadurch ein großes Verdienst, dass er als Bevollmächtigter des Stiftes in Verbindung mit den Prälaten des Landes die Errichtung einer theologischen Lehranstalt in Linz vorantrieb. Das Anerbieten von jährlichen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;1200 fl.&amp;lt;/span&amp;gt; von seiten der einzelnen Klöster Oberösterreichs ermöglichte die Errichtung der theologischen Lehranstalt in Linz. Propst Michael I. starb – als Stiftssenior und Jubelpriester – nach langwieriger Krankheit am 5. Mai 1823, 80 Jahre alt. (Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.) Selbst während der Unruhen, welche die französische Revolution auch in Österreich bewirkt hatte, sorgte er durch seine Regierung im Stift für Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegler, &amp;quot;ein schöner, geist- und gemütreicher Mann, voll römischer Gravität und attischen Salzes, ein Menschenkenner wie wenige&amp;quot;, wie Hormayr ihn schildert,&amp;lt;ref&amp;gt;(Taschenbuch für 1845, S. 12.),&amp;lt;/ref&amp;gt; war sehr fromm und gebildet. Er schrieb nicht nur Latein und beherrschte die italienische und französische Sprache sehr gut, sondern er war auch &amp;quot;Kenner der Literatur der gebildeten Nationen Europas, voll Liebe für die Wissenschaft, voll Enthusiasmus für die bessere humane Aufklärung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;(Stülz, Gesch. d. reg. Chorherrn-Stiftes St. Florian, S. 186.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in der Theologie und Philosophie besaß er auch auf anderen Wissensgebieten große Kenntnisse. Er war bemüht, sein Wissen zu vertiefen und zu bereichern, an seine Ansichten auch den Maßstab fremder Meinungen zu legen. Besondere Sorgfalt wandte er der Bibliothek zu, ;die deutsche Literatur und die Klassiker, die Philosophie und auch die protestantische Theologie fanden besondere Berücksichtigung.&amp;lt;ref&amp;gt;(Czerny, Die Bibliothek des Chorherrnstiftes St. Florian, S. 118.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er selbst verfasste als Bibliothekar einen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Catalogus Codicum manuscriptorum saeculo XVI. vetustiorum, qui in bibliotheca St. Floriani asservantur&amp;quot; (Mskr. XI, 676. 71 S. 2°.) und einen &amp;quot;Catalogus lncunabulorum Bibliothecae s. Floriani&amp;quot; (Mskr. XI, 677. 122 Bl. 2°.).&amp;lt;/span&amp;gt; Wie dieser viele wertvolle literarhistorische Nachweise enthält, so ist auch jener mit besonderer Genauigkeit ausgearbeitet; die beigefügten Notizen zeugen von der Gelehrsamkeit des Verfassers. Leider verzeichnet der Handschriftenkatalog nur 297 Handschriften. (Außer diesen Katalogen erhielten sich von ihm noch &amp;quot;Statuten für die in Linz studierenden Kleriker des Stiftes St. Florian&amp;quot;. 1803. Mskr. XI, 542. A. 4 Bl. in kl.-2°. Diese Statuten sind auch von Propst Michael II. unterfertigt (1. Dezember 1828), von dem die Schlussbemerkung stammt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieglers Bedeutung liegt in der nachhaltigen Förderung der Wissenschaft im Stift und des Nachwuchses auf diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Zieglers einflussreiches Amt eines Novizenmeisters gab ihm die Gelegenheit, der wissenschaftlichen Tätigkeit im Stift eine Basis zu geben und sie zu fördern. Propst [[Leopold]], dessen unbeschränktes Vertrauen Ziegler genoss, förderte in jeder Weise diese Bestrebungen. Die Ziegler anvertrauten Jungherren wurden wissenschaftlich beschäftigt und die Zeit für literarische Versuche verwertet. Auf Zieglers Anregung und unter seiner Leitung entstanden mehrere Übersetzungen theologischer Werke aus dem Französischen, von denen der Prälat zwei – &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Neue Beobachtungen über die verschiedenen Arten zu predigen&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von den Domicellarn des Collegiatstifts der Reg. Chorherren zu St. Florian. Augsburg 1779, bey Matthäus Riegers sel. Söhnen. Mit Erlaubniß der Obern. XXIV und 207 S. 8°.)  und &amp;quot;Theologische Gedanken in Rücksicht auf die Irrtümer unserer Zeit&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von Einigen der jüngern Chorherren des reg. lat. Kollegialstiftes zu St. Florian in Oberösterreich. Steyr 1782, mit Wimmer'schen Schriften gedr. XXVI und 452 S. 8°. Mit Erlaubniß der k. k. Bücherrevision des Landes ob der Enns. Zugleich mit den &amp;quot;Theologischen Gedanken&amp;quot; sind gedruckt: &amp;quot;Assertiones ex universa Theologia, quas sub auspiciis ... Leopoldi II. ... publicae disputationi exposuit Rev. ac Relig. D. Michael Scheer dictae ecclesiae canon. praesidentibus Jacobo Pollack et Franc. Freindaller ... anno MDCCLXXXII mense Nov. [22 S. 8°. Styriae, typis Abrah. Wimmer.]) – der Öffentlichkeit übergab.&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In um so größerem Maß konnte Ziegler seinen Plan, dem Stift St. Florian eine wissenschaftliche Bedeutung zu sichern, verwirklichen, als das Vertrauen der Mitbrüder ihn an die Spitze des Hauses gestellt hatte. Die fähigsten Köpfe wurden an die Universität nach Wien geschickt. Mit väterlicher Sorgfalt kümmerte er sich um ihr körperliches Wohl, noch mehr um ihre sittliche Veredlung, ihre geistige Ausbildung. Stets war er bereit, alle literarischen Hilfsmittel beizustellen und scheute dafür keine Kosten. Immer munterte er auf und eiferte zu speziellen Fächern, Arbeiten und zu selbständigem Urteil an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst in den letzten Jahren seines Lebens pflegte Ziegler, der noch immer seine Erholung und sein Vergnügen in der Lektüre der Schriften alter und neuer Zeit suchte, sobald er etwas Interessantes gefunden oder erworben hatte, die Kleriker zu sich kommen zu lassen, zeigte es ihnen, fragte um ihr Urteil und berichtigte es gegebenenfalls. Fast jeder von den Klerikern erhielt und fand eine wissenschaftliche Beschäftigung. Während der eine etwa die 1802 von einem Herrn van der Nüll angekaufte prachtvolle Konchiliensammlung studierte, ordnete ein anderer die Kupferstichsammlung; die einen lasen unter [[Klein]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; Klassiker, die anderen widmeten ihre freie Zeit anderen Zweigen des Wissens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde Propst Ziegler der eigentliche Begründer des literarischen Rufes von St. Florian. Männer wie [[Franz Ser. Kurz|Kurz]], [[Josef Chmel|Chmel]], [[Franz Xaver Pritz|Pritz]], [[Josef Gaisberger|Gaisberger]], [[Jodok Stülz|Stülz]], deren Namen in der literarischen Welt unsterblich sind, gingen aus der Schule Zieglers hervor und beeinflussten mit ihrem Sinn für die Wissenschaft ihre literarische Tätigkeit den jüngeren Nachwuchs des Stiftes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<title>Johann Michael I. Ziegler</title>
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		<updated>2020-02-24T14:24:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Michael Ziegler&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1743/04/29&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1762/10/02&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1823/05/05&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 24-27.&lt;br /&gt;
Mühlbacher, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian, S.99ff.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Michael Ziegler, * 29. April 1743 in Linz, † 5. Mai 1823, absolvierte in Linz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie, empfing am 29. September 1761 im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte am 2. Oktober 1762 die Profess ab. Ein Jahr später wurde er ins Collegium Germanicum nach Rom geschickt. Er blieb dort vier Jahre, erlangte den Doktorgrad der Theologie und Philosophie und feierte am 30. März 1766 sein erstes heiliges Messopfer. Nach seiner Rückkehr aus Rom hörte er noch an der Wiener Hochschule Vorlesungen über Natur- und Zivilrecht und bildete sich in den Bibliothekswissenschaften aus. Von 1773 bis 1782 dozierte er Theologie an der Hauslehranstalt in St. Florian; 1771 wurde er, nachdem er schon zwei Jahre die Stellung eines Subbibliothekars bekleidet hatte, zum wirklichen Bibliothekar, 1773 zum Novizenmeister, 1778 zum Custos ecclesiae ernannt. Diese drei Ämter – nur in dem zweiten trat eine dreijährige Unterbrechung von 1775 bis 1778 ein – versah er, bis er am 11. September 1793 zum Propst gewählt wurde. In den Jahren 1799 bis 1805 nahm er als ständischer Deputierter an den Landesangelegenheiten tätigen Anteil. 1809 verlieh ihm Kaiser Franz das Ritterkreuz des Leopoldordens, zwei Jahre vorher hatte ihn der Kaiser mit dem Direktorat des Linzer Gymnasiums betraut und ihm das durch den Tod des Bischofs [[Anton Gall]] erledigte Bistum Linz antragen lassen. &amp;lt;ref&amp;gt;(Vgl. Pucher, Das Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich in Brunners &amp;quot;Chorherrenbuch&amp;quot;, S. 43. Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das Land ob der Enns erwarb sich Ziegler noch vor seiner Erhebung zum Prälaten dadurch ein großes Verdienst, dass er als Bevollmächtigter des Stiftes in Verbindung mit den Prälaten des Landes die Errichtung einer theologischen Lehranstalt in Linz vorantrieb. Das Anerbieten von jährlichen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;1200 fl.&amp;lt;/span&amp;gt; von seiten der einzelnen Klöster Oberösterreichs ermöglichte die Errichtung der theologischen Lehranstalt in Linz. Propst Michael I. starb – als Stiftssenior und Jubelpriester – nach langwieriger Krankheit am 5. Mai 1823, 80 Jahre alt. (Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.) Selbst während der Unruhen, welche die französische Revolution auch in Österreich bewirkt hatte, sorgte er durch seine Regierung im Stift für Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegler, &amp;quot;ein schöner, geist- und gemütreicher Mann, voll römischer Gravität und attischen Salzes, ein Menschenkenner wie wenige&amp;quot;, wie Hormayr ihn schildert,&amp;lt;ref&amp;gt;(Taschenbuch für 1845, S. 12.),&amp;lt;/ref&amp;gt; war sehr fromm und gebildet. Er schrieb nicht nur Latein und beherrschte die italienische und französische Sprache sehr gut, sondern er war auch &amp;quot;Kenner der Literatur der gebildeten Nationen Europas, voll Liebe für die Wissenschaft, voll Enthusiasmus für die bessere humane Aufklärung&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;(Stülz, Gesch. d. reg. Chorherrn-Stiftes St. Florian, S. 186.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in der Theologie und Philosophie besaß er auch auf anderen Wissensgebieten große Kenntnisse. Er war bemüht, sein Wissen zu vertiefen und zu bereichern, an seine Ansichten auch den Maßstab fremder Meinungen zu legen. Besondere Sorgfalt wandte er der Bibliothek zu, ;die deutsche Literatur und die Klassiker, die Philosophie und auch die protestantische Theologie fanden besondere Berücksichtigung.&amp;lt;ref&amp;gt;(Czerny, Die Bibliothek des Chorherrnstiftes St. Florian, S. 118.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er selbst verfasste als Bibliothekar einen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Catalogus Codicum manuscriptorum saeculo XVI. vetustiorum, qui in bibliotheca St. Floriani asservantur&amp;quot; (Mskr. XI, 676. 71 S. 2°.) und einen &amp;quot;Catalogus lncunabulorum Bibliothecae s. Floriani&amp;quot; (Mskr. XI, 677. 122 Bl. 2°.).&amp;lt;/span&amp;gt; Wie dieser viele wertvolle literarhistorische Nachweise enthält, so ist auch jener mit besonderer Genauigkeit ausgearbeitet; die beigefügten Notizen zeugen von der Gelehrsamkeit des Verfassers. Leider verzeichnet der Handschriftenkatalog nur 297 Handschriften. (Außer diesen Katalogen erhielten sich von ihm noch &amp;quot;Statuten für die in Linz studierenden Kleriker des Stiftes St. Florian&amp;quot;. 1803. Mskr. XI, 542. A. 4 Bl. in kl.-2°. Diese Statuten sind auch von Propst Michael II. unterfertigt (1. Dezember 1828), von dem die Schlussbemerkung stammt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieglers Bedeutung liegt in der nachhaltigen Förderung der Wissenschaft im Stift und des Nachwuchses auf diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Zieglers einflussreiches Amt eines Novizenmeisters gab ihm die Gelegenheit, der wissenschaftlichen Tätigkeit im Stift eine Basis zu geben und sie zu fördern. Propst [[Leopold]], dessen unbeschränktes Vertrauen Ziegler genoss, förderte in jeder Weise diese Bestrebungen. Die Ziegler anvertrauten Jungherren wurden wissenschaftlich beschäftigt und die Zeit für literarische Versuche verwertet. Auf Zieglers Anregung und unter seiner Leitung entstanden mehrere Übersetzungen theologischer Werke aus dem Französischen, von denen der Prälat zwei – &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Neue Beobachtungen über die verschiedenen Arten zu predigen&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von den Domicellarn des Collegiatstifts der Reg. Chorherren zu St. Florian. Augsburg 1779, bey Matthäus Riegers sel. Söhnen. Mit Erlaubniß der Obern. XXIV und 207 S. 8°.)  und &amp;quot;Theologische Gedanken in Rücksicht auf die Irrtümer unserer Zeit&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von Einigen der jüngern Chorherren des reg. lat. Kollegialstiftes zu St. Florian in Oberösterreich. Steyr 1782, mit Wimmer'schen Schriften gedr. XXVI und 452 S. 8°. Mit Erlaubniß der k. k. Bücherrevision des Landes ob der Enns. Zugleich mit den &amp;quot;Theologischen Gedanken&amp;quot; sind gedruckt: &amp;quot;Assertiones ex universa Theologia, quas sub auspiciis ... Leopoldi II. ... publicae disputationi exposuit Rev. ac Relig. D. Michael Scheer dictae ecclesiae canon. praesidentibus Jacobo Pollack et Franc. Freindaller ... anno MDCCLXXXII mense Nov. [22 S. 8°. Styriae, typis Abrah. Wimmer.]) – der Öffentlichkeit übergab.&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In um so größerem Maß konnte Ziegler seinen Plan, dem Stift St. Florian eine wissenschaftliche Bedeutung zu sichern, verwirklichen, als das Vertrauen der Mitbrüder ihn an die Spitze des Hauses gestellt hatte. Die fähigsten Köpfe wurden an die Universität nach Wien geschickt. Mit väterlicher Sorgfalt kümmerte er sich um ihr körperliches Wohl, noch mehr um ihre sittliche Veredlung, ihre geistige Ausbildung. Stets war er bereit, alle literarischen Hilfsmittel beizustellen und scheute dafür keine Kosten. Immer munterte er auf und eiferte zu speziellen Fächern, Arbeiten und zu selbständigem Urteil an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst in den letzten Jahren seines Lebens pflegte Ziegler, der noch immer seine Erholung und sein Vergnügen in der Lektüre der Schriften alter und neuer Zeit suchte, sobald er etwas Interessantes gefunden oder erworben hatte, die Kleriker zu sich kommen zu lassen, zeigte es ihnen, fragte um ihr Urteil und berichtigte es gegebenenfalls. Fast jeder von den Klerikern erhielt und fand eine wissenschaftliche Beschäftigung. Während der eine etwa die 1802 von einem Herrn van der Nüll angekaufte prachtvolle Konchiliensammlung studierte, ordnete ein anderer die Kupferstichsammlung; die einen lasen unter [[Klein]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; Klassiker, die anderen widmeten ihre freie Zeit anderen Zweigen des Wissens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde Propst Ziegler der eigentliche Begründer des literarischen Rufes von St. Florian. Männer wie [[Franz Ser. Kurz|Kurz]], [[Josef Chmel|Chmel]], [[Franz Xaver Pritz|Pritz]], [[Josef Gaisberger|Gaisberger]], [[Jodok Stülz|Stülz]], deren Namen in der literarischen Welt unsterblich sind, gingen aus der Schule Zieglers hervor und beeinflussten mit ihrem Sinn für die Wissenschaft ihre literarische Tätigkeit den jüngeren Nachwuchs des Stiftes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<title>Johann Michael I. Ziegler</title>
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		<updated>2020-02-24T14:22:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Michael Ziegler&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1743/04/29&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1762/10/02&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1823/05/05&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 24-27.&lt;br /&gt;
Mühlbacher, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian, S.99ff.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Michael Ziegler, * 29. April 1743 in Linz, † 5. Mai 1823, absolvierte in Linz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie, empfing am 29. September 1761 im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte am 2. Oktober 1762 die Profess ab. Ein Jahr später wurde er ins Collegium Germanicum nach Rom geschickt. Er blieb dort vier Jahre, erlangte den Doktorgrad der Theologie und Philosophie und feierte am 30. März 1766 sein erstes heiliges Messopfer. Nach seiner Rückkehr aus Rom hörte er noch an der Wiener Hochschule Vorlesungen über Natur- und Zivilrecht und bildete sich in den Bibliothekswissenschaften aus. Von 1773 bis 1782 dozierte er Theologie an der Hauslehranstalt in St. Florian; 1771 wurde er, nachdem er schon zwei Jahre die Stellung eines Subbibliothekars bekleidet hatte, zum wirklichen Bibliothekar, 1773 zum Novizenmeister, 1778 zum Custos ecclesiae ernannt. Diese drei Ämter – nur in dem zweiten trat eine dreijährige Unterbrechung von 1775 bis 1778 ein – versah er, bis er am 11. September 1793 zum Propst gewählt wurde. In den Jahren 1799 bis 1805 nahm er als ständischer Deputierter an den Landesangelegenheiten tätigen Anteil. 1809 verlieh ihm Kaiser Franz das Ritterkreuz des Leopoldordens, zwei Jahre vorher hatte ihn der Kaiser mit dem Direktorat des Linzer Gymnasiums betraut und ihm das durch den Tod des Bischofs [[Anton Gall]] erledigte Bistum Linz antragen lassen. &amp;lt;ref&amp;gt;(Vgl. Pucher, Das Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich in Brunners &amp;quot;Chorherrenbuch&amp;quot;, S. 43. Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.) &amp;lt;/ref&amp;gt; Um das Land ob der Enns erwarb sich Ziegler noch vor seiner Erhebung zum Prälaten dadurch ein großes Verdienst, dass er als Bevollmächtigter des Stiftes in Verbindung mit den Prälaten des Landes die Errichtung einer theologischen Lehranstalt in Linz vorantrieb. Das Anerbieten von jährlichen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;1200 fl.&amp;lt;/span&amp;gt; von seiten der einzelnen Klöster Oberösterreichs ermöglichte die Errichtung der theologischen Lehranstalt in Linz. Propst Michael I. starb – als Stiftssenior und Jubelpriester – nach langwieriger Krankheit am 5. Mai 1823, 80 Jahre alt. (Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.) Selbst während der Unruhen, welche die französische Revolution auch in Österreich bewirkt hatte, sorgte er durch seine Regierung im Stift für Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegler, &amp;quot;ein schöner, geist- und gemütreicher Mann, voll römischer Gravität und attischen Salzes, ein Menschenkenner wie wenige&amp;quot;, wie Hormayr ihn schildert &amp;lt;ref&amp;gt;(Taschenbuch für 1845, S. 12.),&amp;lt;/ref&amp;gt; war sehr fromm und gebildet. Er schrieb nicht nur Latein und beherrschte die italienische und französische Sprache sehr gut, sondern er war auch &amp;quot;Kenner der Literatur der gebildeten Nationen Europas, voll Liebe für die Wissenschaft, voll Enthusiasmus für die bessere humane Aufklärung&amp;quot;. &amp;lt;ref&amp;gt;(Stülz, Gesch. d. reg. Chorherrn-Stiftes St. Florian, S. 186.) &amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in der Theologie und Philosophie besaß er auch auf anderen Wissensgebieten große Kenntnisse. Er war bemüht, sein Wissen zu vertiefen und zu bereichern, an seine Ansichten auch den Maßstab fremder Meinungen zu legen. Besondere Sorgfalt wandte er der Bibliothek zu, ;die deutsche Literatur und die Klassiker, die Philosophie und auch die protestantische Theologie fanden besondere Berücksichtigung.&amp;lt;ref&amp;gt;(Czerny, Die Bibliothek des Chorherrnstiftes St. Florian, S. 118.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er selbst verfasste als Bibliothekar einen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Catalogus Codicum manuscriptorum saeculo XVI. vetustiorum, qui in bibliotheca St. Floriani asservantur&amp;quot; (Mskr. XI, 676. 71 S. 2°.) und einen &amp;quot;Catalogus lncunabulorum Bibliothecae s. Floriani&amp;quot; (Mskr. XI, 677. 122 Bl. 2°.).&amp;lt;/span&amp;gt; Wie dieser viele wertvolle literarhistorische Nachweise enthält, so ist auch jener mit besonderer Genauigkeit ausgearbeitet; die beigefügten Notizen zeugen von der Gelehrsamkeit des Verfassers. Leider verzeichnet der Handschriftenkatalog nur 297 Handschriften. (Außer diesen Katalogen erhielten sich von ihm noch &amp;quot;Statuten für die in Linz studierenden Kleriker des Stiftes St. Florian&amp;quot;. 1803. Mskr. XI, 542. A. 4 Bl. in kl.-2°. Diese Statuten sind auch von Propst Michael II. unterfertigt (1. Dezember 1828), von dem die Schlussbemerkung stammt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieglers Bedeutung liegt in der nachhaltigen Förderung der Wissenschaft im Stift und des Nachwuchses auf diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Zieglers einflussreiches Amt eines Novizenmeisters gab ihm die Gelegenheit, der wissenschaftlichen Tätigkeit im Stift eine Basis zu geben und sie zu fördern. Propst [[Leopold]], dessen unbeschränktes Vertrauen Ziegler genoss, förderte in jeder Weise diese Bestrebungen. Die Ziegler anvertrauten Jungherren wurden wissenschaftlich beschäftigt und die Zeit für literarische Versuche verwertet. Auf Zieglers Anregung und unter seiner Leitung entstanden mehrere Übersetzungen theologischer Werke aus dem Französischen, von denen der Prälat zwei – &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Neue Beobachtungen über die verschiedenen Arten zu predigen&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von den Domicellarn des Collegiatstifts der Reg. Chorherren zu St. Florian. Augsburg 1779, bey Matthäus Riegers sel. Söhnen. Mit Erlaubniß der Obern. XXIV und 207 S. 8°.)  und &amp;quot;Theologische Gedanken in Rücksicht auf die Irrtümer unserer Zeit&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von Einigen der jüngern Chorherren des reg. lat. Kollegialstiftes zu St. Florian in Oberösterreich. Steyr 1782, mit Wimmer'schen Schriften gedr. XXVI und 452 S. 8°. Mit Erlaubniß der k. k. Bücherrevision des Landes ob der Enns. Zugleich mit den &amp;quot;Theologischen Gedanken&amp;quot; sind gedruckt: &amp;quot;Assertiones ex universa Theologia, quas sub auspiciis ... Leopoldi II. ... publicae disputationi exposuit Rev. ac Relig. D. Michael Scheer dictae ecclesiae canon. praesidentibus Jacobo Pollack et Franc. Freindaller ... anno MDCCLXXXII mense Nov. [22 S. 8°. Styriae, typis Abrah. Wimmer.]) – der Öffentlichkeit übergab.&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In um so größerem Maß konnte Ziegler seinen Plan, dem Stift St. Florian eine wissenschaftliche Bedeutung zu sichern, verwirklichen, als das Vertrauen der Mitbrüder ihn an die Spitze des Hauses gestellt hatte. Die fähigsten Köpfe wurden an die Universität nach Wien geschickt. Mit väterlicher Sorgfalt kümmerte er sich um ihr körperliches Wohl, noch mehr um ihre sittliche Veredlung, ihre geistige Ausbildung. Stets war er bereit, alle literarischen Hilfsmittel beizustellen und scheute dafür keine Kosten. Immer munterte er auf und eiferte zu speziellen Fächern, Arbeiten und zu selbständigem Urteil an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst in den letzten Jahren seines Lebens pflegte Ziegler, der noch immer seine Erholung und sein Vergnügen in der Lektüre der Schriften alter und neuer Zeit suchte, sobald er etwas Interessantes gefunden oder erworben hatte, die Kleriker zu sich kommen zu lassen, zeigte es ihnen, fragte um ihr Urteil und berichtigte es gegebenenfalls. Fast jeder von den Klerikern erhielt und fand eine wissenschaftliche Beschäftigung. Während der eine etwa die 1802 von einem Herrn van der Nüll angekaufte prachtvolle Konchiliensammlung studierte, ordnete ein anderer die Kupferstichsammlung; die einen lasen unter [[Klein]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; Klassiker, die anderen widmeten ihre freie Zeit anderen Zweigen des Wissens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde Propst Ziegler der eigentliche Begründer des literarischen Rufes von St. Florian. Männer wie [[Franz Ser. Kurz|Kurz]], [[Josef Chmel|Chmel]], [[Franz Xaver Pritz|Pritz]], [[Josef Gaisberger|Gaisberger]], [[Jodok Stülz|Stülz]], deren Namen in der literarischen Welt unsterblich sind, gingen aus der Schule Zieglers hervor und beeinflussten mit ihrem Sinn für die Wissenschaft ihre literarische Tätigkeit den jüngeren Nachwuchs des Stiftes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Johann_Michael_I._Ziegler&amp;diff=281</id>
		<title>Johann Michael I. Ziegler</title>
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		<updated>2020-02-24T14:16:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Michael Ziegler&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1743/04/29&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1762/10/02&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1823/05/05&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 24-27.&lt;br /&gt;
Mühlbacher, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian, S.99ff.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Michael Ziegler, * 29. April 1743 in Linz, † 5. Mai 1823, absolvierte in Linz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie, empfing am 29. September 1761 im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte am 2. Oktober 1762 die Profess ab. Ein Jahr später wurde er ins Collegium Germanicum nach Rom geschickt. Er blieb dort vier Jahre, erlangte den Doktorgrad der Theologie und Philosophie und feierte am 30. März 1766 sein erstes heiliges Messopfer. Nach seiner Rückkehr aus Rom hörte er noch an der Wiener Hochschule Vorlesungen über Natur- und Zivilrecht und bildete sich in den Bibliothekswissenschaften aus. Von 1773 bis 1782 dozierte er Theologie an der Hauslehranstalt in St. Florian; 1771 wurde er, nachdem er schon zwei Jahre die Stellung eines Subbibliothekars bekleidet hatte, zum wirklichen Bibliothekar, 1773 zum Novizenmeister, 1778 zum Custos ecclesiae ernannt. Diese drei Ämter – nur in dem zweiten trat eine dreijährige Unterbrechung von 1775 bis 1778 ein – versah er, bis er am 11. September 1793 zum Propst gewählt wurde. In den Jahren 1799 bis 1805 nahm er als ständischer Deputierter an den Landesangelegenheiten tätigen Anteil. 1809 verlieh ihm Kaiser Franz das Ritterkreuz des Leopoldordens, zwei Jahre vorher hatte ihn der Kaiser mit dem Direktorat des Linzer Gymnasiums betraut und ihm das durch den Tod des Bischofs [[Anton Gall]] erledigte Bistum Linz antragen lassen. &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(Vgl. Pucher, Das Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich in Brunners &amp;quot;Chorherrenbuch&amp;quot;, S. 43. Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.)&amp;lt;/span&amp;gt; Um das Land ob der Enns erwarb sich Ziegler noch vor seiner Erhebung zum Prälaten dadurch ein großes Verdienst, dass er als Bevollmächtigter des Stiftes in Verbindung mit den Prälaten des Landes die Errichtung einer theologischen Lehranstalt in Linz vorantrieb. Das Anerbieten von jährlichen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;1200 fl.&amp;lt;/span&amp;gt; von seiten der einzelnen Klöster Oberösterreichs ermöglichte die Errichtung der theologischen Lehranstalt in Linz. Propst Michael I. starb – als Stiftssenior und Jubelpriester – nach langwieriger Krankheit am 5. Mai 1823, 80 Jahre alt. (Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.) Selbst während der Unruhen, welche die französische Revolution auch in Österreich bewirkt hatte, sorgte er durch seine Regierung im Stift für Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegler, &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;ein schöner, geist- und gemütreicher Mann, voll römischer Gravität und attischen Salzes, ein Menschenkenner wie wenige&amp;quot;, wie Hormayr ihn schildert (Taschenbuch für 1845, S. 12.),&amp;lt;/span&amp;gt; war sehr fromm und gebildet. Er schrieb nicht nur Latein und beherrschte die italienische und französische Sprache sehr gut, sondern er war auch &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Kenner der Literatur der gebildeten Nationen Europas, voll Liebe für die Wissenschaft, voll Enthusiasmus für die bessere humane Aufklärung&amp;quot;. (Stülz, Gesch. d. reg. Chorherrn-Stiftes St. Florian, S. 186.) &amp;lt;/span&amp;gt; Wie in der Theologie und Philosophie besaß er auch auf anderen Wissensgebieten große Kenntnisse. Er war bemüht, sein Wissen zu vertiefen und zu bereichern, an seine Ansichten auch den Maßstab fremder Meinungen zu legen. Besondere Sorgfalt wandte er der Bibliothek zu, ;die deutsche Literatur und die Klassiker, die Philosophie und auch die protestantische Theologie fanden besondere Berücksichtigung.&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(Czerny, Die Bibliothek des Chorherrnstiftes St. Florian, S. 118.)&amp;lt;/span&amp;gt; Er selbst verfasste als Bibliothekar einen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Catalogus Codicum manuscriptorum saeculo XVI. vetustiorum, qui in bibliotheca St. Floriani asservantur&amp;quot; (Mskr. XI, 676. 71 S. 2°.) und einen &amp;quot;Catalogus lncunabulorum Bibliothecae s. Floriani&amp;quot; (Mskr. XI, 677. 122 Bl. 2°.).&amp;lt;/span&amp;gt; Wie dieser viele wertvolle literarhistorische Nachweise enthält, so ist auch jener mit besonderer Genauigkeit ausgearbeitet; die beigefügten Notizen zeugen von der Gelehrsamkeit des Verfassers. Leider verzeichnet der Handschriftenkatalog nur 297 Handschriften. (Außer diesen Katalogen erhielten sich von ihm noch &amp;quot;Statuten für die in Linz studierenden Kleriker des Stiftes St. Florian&amp;quot;. 1803. Mskr. XI, 542. A. 4 Bl. in kl.-2°. Diese Statuten sind auch von Propst Michael II. unterfertigt (1. Dezember 1828), von dem die Schlussbemerkung stammt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieglers Bedeutung liegt in der nachhaltigen Förderung der Wissenschaft im Stift und des Nachwuchses auf diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Zieglers einflussreiches Amt eines Novizenmeisters gab ihm die Gelegenheit, der wissenschaftlichen Tätigkeit im Stift eine Basis zu geben und sie zu fördern. Propst [[Leopold]], dessen unbeschränktes Vertrauen Ziegler genoss, förderte in jeder Weise diese Bestrebungen. Die Ziegler anvertrauten Jungherren wurden wissenschaftlich beschäftigt und die Zeit für literarische Versuche verwertet. Auf Zieglers Anregung und unter seiner Leitung entstanden mehrere Übersetzungen theologischer Werke aus dem Französischen, von denen der Prälat zwei – &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Neue Beobachtungen über die verschiedenen Arten zu predigen&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von den Domicellarn des Collegiatstifts der Reg. Chorherren zu St. Florian. Augsburg 1779, bey Matthäus Riegers sel. Söhnen. Mit Erlaubniß der Obern. XXIV und 207 S. 8°.)  und &amp;quot;Theologische Gedanken in Rücksicht auf die Irrtümer unserer Zeit&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von Einigen der jüngern Chorherren des reg. lat. Kollegialstiftes zu St. Florian in Oberösterreich. Steyr 1782, mit Wimmer'schen Schriften gedr. XXVI und 452 S. 8°. Mit Erlaubniß der k. k. Bücherrevision des Landes ob der Enns. Zugleich mit den &amp;quot;Theologischen Gedanken&amp;quot; sind gedruckt: &amp;quot;Assertiones ex universa Theologia, quas sub auspiciis ... Leopoldi II. ... publicae disputationi exposuit Rev. ac Relig. D. Michael Scheer dictae ecclesiae canon. praesidentibus Jacobo Pollack et Franc. Freindaller ... anno MDCCLXXXII mense Nov. [22 S. 8°. Styriae, typis Abrah. Wimmer.]) – der Öffentlichkeit übergab.&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In um so größerem Maß konnte Ziegler seinen Plan, dem Stift St. Florian eine wissenschaftliche Bedeutung zu sichern, verwirklichen, als das Vertrauen der Mitbrüder ihn an die Spitze des Hauses gestellt hatte. Die fähigsten Köpfe wurden an die Universität nach Wien geschickt. Mit väterlicher Sorgfalt kümmerte er sich um ihr körperliches Wohl, noch mehr um ihre sittliche Veredlung, ihre geistige Ausbildung. Stets war er bereit, alle literarischen Hilfsmittel beizustellen und scheute dafür keine Kosten. Immer munterte er auf und eiferte zu speziellen Fächern, Arbeiten und zu selbständigem Urteil an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst in den letzten Jahren seines Lebens pflegte Ziegler, der noch immer seine Erholung und sein Vergnügen in der Lektüre der Schriften alter und neuer Zeit suchte, sobald er etwas Interessantes gefunden oder erworben hatte, die Kleriker zu sich kommen zu lassen, zeigte es ihnen, fragte um ihr Urteil und berichtigte es gegebenenfalls. Fast jeder von den Klerikern erhielt und fand eine wissenschaftliche Beschäftigung. Während der eine etwa die 1802 von einem Herrn van der Nüll angekaufte prachtvolle Konchiliensammlung studierte, ordnete ein anderer die Kupferstichsammlung; die einen lasen unter [[Klein]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; Klassiker, die anderen widmeten ihre freie Zeit anderen Zweigen des Wissens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde Propst Ziegler der eigentliche Begründer des literarischen Rufes von St. Florian. Männer wie [[Franz Ser Kurz|Kurz]], [[Josef Chmel|Chmel]], [[Franz Xaver Pritz|Pritz]], [[Josef Gaisberger|Gaisberger]], [[Jodok Stülz|Stülz]], deren Namen in der literarischen Welt unsterblich sind, gingen aus der Schule Zieglers hervor und beeinflussten mit ihrem Sinn für die Wissenschaft ihre literarische Tätigkeit den jüngeren Nachwuchs des Stiftes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Johann_Michael_I._Ziegler&amp;diff=276</id>
		<title>Johann Michael I. Ziegler</title>
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		<updated>2020-02-24T13:58:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Michael Ziegler&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1743/04/29&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1762/10/02&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1823/05/05&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 24-27.&lt;br /&gt;
Mühlbacher, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian, S.99ff.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Michael Ziegler, * 29. April 1743 in Linz, † 5. Mai 1823, absolvierte in Linz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie, empfing am 29. September 1761 im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte am 2. Oktober 1762 die Profess ab. Ein Jahr später wurde er ins Collegium Germanicum nach Rom geschickt. Er blieb dort vier Jahre, erlangte den Doktorgrad der Theologie und Philosophie und feierte am 30. März 1766 sein erstes heiliges Messopfer. Nach seiner Rückkehr aus Rom hörte er noch an der Wiener Hochschule Vorlesungen über Natur- und Zivilrecht und bildete sich in den Bibliothekswissenschaften aus. Von 1773 bis 1782 dozierte er Theologie an der Hauslehranstalt in St. Florian; 1771 wurde er, nachdem er schon zwei Jahre die Stellung eines Subbibliothekars bekleidet hatte, zum wirklichen Bibliothekar, 1773 zum Novizenmeister, 1778 zum Custos ecclesiae ernannt. Diese drei Ämter – nur in dem zweiten trat eine dreijährige Unterbrechung von 1775 bis 1778 ein – versah er, bis er am 11. September 1793 zum Propst gewählt wurde. In den Jahren 1799 bis 1805 nahm er als ständischer Deputierter an den Landesangelegenheiten tätigen Anteil. 1809 verlieh ihm Kaiser Franz das Ritterkreuz des Leopoldordens, zwei Jahre vorher hatte ihn der Kaiser mit dem Direktorat des Linzer Gymnasiums betraut und ihm das durch den Tod des Bischofs [[Anton Gall]] erledigte Bistum Linz antragen lassen. &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(Vgl. Pucher, Das Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich in Brunners &amp;quot;Chorherrenbuch&amp;quot;, S. 43. Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.)&amp;lt;/span&amp;gt; Um das Land ob der Enns erwarb sich Ziegler noch vor seiner Erhebung zum Prälaten dadurch ein großes Verdienst, dass er als Bevollmächtigter des Stiftes in Verbindung mit den Prälaten des Landes die Errichtung einer theologischen Lehranstalt in Linz vorantrieb. Das Anerbieten von jährlichen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;1200 fl.&amp;lt;/span&amp;gt; von seiten der einzelnen Klöster Oberösterreichs ermöglichte die Errichtung der theologischen Lehranstalt in Linz. Propst Michael I. starb – als Stiftssenior und Jubelpriester – nach langwieriger Krankheit am 5. Mai 1823, 80 Jahre alt. (Nekrolog in der &amp;quot;Linzer Ztg.&amp;quot; 1823, 16. Mai.) Selbst während der Unruhen, welche die französische Revolution auch in Österreich bewirkt hatte, sorgte er durch seine Regierung im Stift für Stabilität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziegler, &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;ein schöner, geist- und gemütreicher Mann, voll römischer Gravität und attischen Salzes, ein Menschenkenner wie wenige&amp;quot;, wie Hormayr ihn schildert (Taschenbuch für 1845, S. 12.),&amp;lt;/span&amp;gt; war sehr fromm und gebildet. Er schrieb nicht nur Latein und beherrschte die italienische und französische Sprache sehr gut, sondern er war auch &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Kenner der Literatur der gebildeten Nationen Europas, voll Liebe für die Wissenschaft, voll Enthusiasmus für die bessere humane Aufklärung&amp;quot;. (Stülz, Gesch. d. reg. Chorherrn-Stiftes St. Florian, S. 186.) &amp;lt;/span&amp;gt; Wie in der Theologie und Philosophie besaß er auch auf anderen Wissensgebieten große Kenntnisse. Er war bemüht, sein Wissen zu vertiefen und zu bereichern, an seine Ansichten auch den Maßstab fremder Meinungen zu legen. Besondere Sorgfalt wandte er der Bibliothek zu, ;die deutsche Literatur und die Klassiker, die Philosophie und auch die protestantische Theologie fanden besondere Berücksichtigung.&amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(Czerny, Die Bibliothek des Chorherrnstiftes St. Florian, S. 118.)&amp;lt;/span&amp;gt; Er selbst verfasste als Bibliothekar einen &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Catalogus Codicum manuscriptorum saeculo XVI. vetustiorum, qui in bibliotheca St. Floriani asservantur&amp;quot; (Mskr. XI, 676. 71 S. 2°.) und einen &amp;quot;Catalogus lncunabulorum Bibliothecae s. Floriani&amp;quot; (Mskr. XI, 677. 122 Bl. 2°.).&amp;lt;/span&amp;gt; Wie dieser viele wertvolle literarhistorische Nachweise enthält, so ist auch jener mit besonderer Genauigkeit ausgearbeitet; die beigefügten Notizen zeugen von der Gelehrsamkeit des Verfassers. Leider verzeichnet der Handschriftenkatalog nur 297 Handschriften. (Außer diesen Katalogen erhielten sich von ihm noch &amp;quot;Statuten für die in Linz studierenden Kleriker des Stiftes St. Florian&amp;quot;. 1803. Mskr. XI, 542. A. 4 Bl. in kl.-2°. Diese Statuten sind auch von Propst Michael II. unterfertigt (1. Dezember 1828), von dem die Schlussbemerkung stammt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zieglers Bedeutung liegt in der nachhaltigen Förderung der Wissenschaft im Stift und des Nachwuchses auf diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Zieglers einflussreiches Amt eines Novizenmeisters gab ihm die Gelegenheit, der wissenschaftlichen Tätigkeit im Stift eine Basis zu geben und sie zu fördern. Propst [[Leopold]], dessen unbeschränktes Vertrauen Ziegler genoss, förderte in jeder Weise diese Bestrebungen. Die Ziegler anvertrauten Jungherren wurden wissenschaftlich beschäftigt und die Zeit für literarische Versuche verwertet. Auf Zieglers Anregung und unter seiner Leitung entstanden mehrere Übersetzungen theologischer Werke aus dem Französischen, von denen der Prälat zwei – &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Neue Beobachtungen über die verschiedenen Arten zu predigen&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von den Domicellarn des Collegiatstifts der Reg. Chorherren zu St. Florian. Augsburg 1779, bey Matthäus Riegers sel. Söhnen. Mit Erlaubniß der Obern. XXIV und 207 S. 8°.)  und &amp;quot;Theologische Gedanken in Rücksicht auf die Irrtümer unserer Zeit&amp;quot; (Aus dem Französischen übersetzt von Einigen der jüngern Chorherren des reg. lat. Kollegialstiftes zu St. Florian in Oberösterreich. Steyr 1782, mit Wimmer'schen Schriften gedr. XXVI und 452 S. 8°. Mit Erlaubniß der k. k. Bücherrevision des Landes ob der Enns. Zugleich mit den &amp;quot;Theologischen Gedanken&amp;quot; sind gedruckt: &amp;quot;Assertiones ex universa Theologia, quas sub auspiciis ... Leopoldi II. ... publicae disputationi exposuit Rev. ac Relig. D. Michael Scheer dictae ecclesiae canon. praesidentibus Jacobo Pollack et Franc. Freindaller ... anno MDCCLXXXII mense Nov. [22 S. 8°. Styriae, typis Abrah. Wimmer.]) – der Öffentlichkeit übergab.&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In um so größerem Maß konnte Ziegler seinen Plan, dem Stift St. Florian eine wissenschaftliche Bedeutung zu sichern, verwirklichen, als das Vertrauen der Mitbrüder ihn an die Spitze des Hauses gestellt hatte. Die fähigsten Köpfe wurden an die Universität nach Wien geschickt. Mit väterlicher Sorgfalt kümmerte er sich um ihr körperliches Wohl, noch mehr um ihre sittliche Veredlung, ihre geistige Ausbildung. Stets war er bereit, alle literarischen Hilfsmittel beizustellen und scheute dafür keine Kosten. Immer munterte er auf und eiferte zu speziellen Fächern, Arbeiten und zu selbständigem Urteil an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst in den letzten Jahren seines Lebens pflegte Ziegler, der noch immer seine Erholung und sein Vergnügen in der Lektüre der Schriften alter und neuer Zeit suchte, sobald er etwas Interessantes gefunden oder erworben hatte, die Kleriker zu sich kommen zu lassen, zeigte es ihnen, fragte um ihr Urteil und berichtigte es gegebenenfalls. Fast jeder von den Klerikern erhielt und fand eine wissenschaftliche Beschäftigung. Während der eine etwa die 1802 von einem Herrn van der Nüll angekaufte prachtvolle Konchiliensammlung studierte, ordnete ein anderer die Kupferstichsammlung; die einen lasen unter [[Klein]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; Klassiker, die anderen widmeten ihre freie Zeit anderen Zweigen des Wissens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde Propst Ziegler der eigentliche Begründer des literarischen Rufes von St. Florian. Männer wie Kurz, Chmel, Pritz, Gaisberger, Stülz, deren Namen in der literarischen Welt unsterblich sind, gingen aus der Schule Zieglers hervor und beeinflussten mit ihrem Sinn für die Wissenschaft ihre literarische Tätigkeit den jüngeren Nachwuchs des Stiftes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<title>Johann Leopold Erb</title>
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		<updated>2020-02-24T13:13:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Leopold Erb&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1673/10/11&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Ebelsberg (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1698/06/02&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1736/05/04&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 4.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Erb, * 11. Oktober 1673 in Ebelsberg (Oberösterreich), † 4.Mai 1736, studierte Philosophie in Linz, Theologie in Wien und trat am 2. Juni 1697 in das Stift [[St. Florian]] ein. An demselben Tage des Jahres 1698 legte er die Profess ab, und am 2. Februar 1702 las er seine erste heilige Messe. Er wurde zunächst im Stift Pfarrvikar, 1714 in [[Mauthausen (Pfarre)|Mauthausen]], 1725 in [[Ebelsberg (Pfarre)|Ebelsberg]], 1729 in [[Walding (Pfarre)|Walding]]. 1730 kehrte er in das Stift zurück, wo er das Amt eines Stiftshofmeisters übernahm und am 4. Mai 1736 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reden==&lt;br /&gt;
* Dies solemnis, oder Herrlicher Feyrtag, das ist: Hochfeyerliches Danck- und Freuden-Fest, über die Erhöhung Ihro Durchläuchtigsten Eminenz des allervortrefflichsten Kirchen-Fürsten und Gepurpurten Vatters, des Hochwürdigsten Herrn der H. Röm. Kirchen Cardinals und Ertz-Bischoffs zu Benevent Fr. Vincentij Mariae Ursini, nunmehr Benedicti des Dreyzehenden, aus dem Heil. Prediger-Orden S. P. Dominici des Vierdten Römischen Papsts auf dem Päpstlichen Thron. Da in der Pfarr- und Prediger-Kirch des Marckts Myntzbach in Ober-Österreich am Sechsten Sonntag nach Pfingsten, als den 16. Julij 1724. von Jhro Hochwürden und Gnaden (Tit.) Herrn, Herrn Josepho, des Hochlöbl. Collegiat-Stüffts der Regulierten Chor-Herren Congr. Lateran. zu Waldhaußen Würdigsten Probsten das Ambrosianisch-Augustinianische Lob-Gesang angestimmet, das hohe Ambt abgesungen, und Solemne Procession mit Hochwürdigsten Altars-Sacrament gehalten worden, vor einen Volckreichen Auditorio unter vilmahligen Trompeten- und Paucken-Schall, auch continuirliche Abfeurung des Geschützes mit 12. Pöllern, mittels zierlicher Cantzel-Rede angestellet von ... Joanne Leopoldo Erb, ... und aus Verordnung ... in offentlichen Druck heraußgegeben. Steyr, gedr. bey Joseph Grünenwald. 13 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Trinum perfectum, das ist: Dreyfache Festivität an einem Tag, nemlich den 24. April 1731. ... Linz, gedr. bei Joh. Michael Feichtinger. 24 S. 4°.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<title>Johann Jakob Olben</title>
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		<updated>2020-02-24T13:11:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Jakob Olben&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1643/07/05&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Krainburg in Krain&lt;br /&gt;
|Profess=1703/05/05&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1725/06/10&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 6.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Jakob Olben, * 5. Juli 1643 in Krainburg in Krain, † 10. Juni 1725 in St. Florian, absolvierte in Wien die Theologie und wurde 1668 zum Priester geweiht. Er war zunächst drei Jahre als Pfarrvikar in der Stadt [[Laa (Pfarre)|Laa]] tätig, fungierte dann dreizehn Jahre als Hofkaplan in [[Passau]] und wurde schließlich Dechant von [[Freistadt]] und Pfarrer in [[Traiskirchen (Pfarre)|Traiskirchen]]. Um sich den Wissenschaften, besonders der Mathematik, widmen zu können, resignierte er freiwillig und trat am 5. Mai 1702 in das Stift [[St. Florian]] ein. Am 5. Mai des Jahres 1703 legte er die Gelübde ab. Interessant ist, dass er völlig erblindete, gegen alles Erwarten aber wieder das Augenlicht erlangte und bis zu seinem Tod am 10. Juni 1725 sehr gute, scharfe Augen besaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Novae Ephemerides Florianenses, quibus praeter alia hic annexa, ignotum hactenus illud, operationum tamen humanarum acuto discretoque visui magnopere necessarium, idoneum &amp;amp; accommodum diurnae lucis momentum, restricta Diluculi &amp;amp; Vesperi denominatione, ad inclytae Canoniae S. Floriani Meridianum &amp;amp; Horizontem praecise exhibetur, pro anno Domini 1704. concinnatae ... Publicata ex inventis, studio et opera Joannis Jacobi Olben, ... Lincii, Typis Caspari Josephi Freyschmid. lnclyt: Superior: Stat: Typogr. 1704. 14 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Mehrere mathematische Abhandlungen. Mskr. in der Stiftsbibliothek.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Johann_Georg_Wiesmayr&amp;diff=267</id>
		<title>Johann Georg Wiesmayr</title>
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		<updated>2020-02-24T13:04:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Georg Wiesmayr&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1695/04/04&lt;br /&gt;
|Geburtsort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1717/06/29&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1755/07/09&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 8-14. &lt;br /&gt;
Mühlbacher, Die literarischen Leistungen des Stiftes St. Florian. (Als Manuskript gedruckt.) S. 51–53, 58, 60–62, 65–90; Stülz, Gesch. d. reg. Chorh.-Stiftes St. Florian, Linz 1835, S. 166–180; Pucher, Das Chorherrenstift St. Florian in Oberösterr.; Brunner, &amp;quot;Ein Chorherrenbuch&amp;quot;, Würzburg 1883, S. 38–40; Pscharr, Catalogus ... Canonicorum Reg ... . Eccles. colleg. St. Florian. Mskr. in St. Florian, p. 153, 161.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Georg Wiesmayr, * 4. April 1695 in St. Florian, † 9.Juli 1755, trat am 29. Juni 1716 in das Stift [[St. Florian]] ein, legte ein Jahr später die Profess ab und feierte am 1. Oktober 1719 seine Primiz. Er wirkte 1722 bis 1730 gleichzeitig mit [[Treberer]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt; als Kooperator an der Stiftspfarre, wurde dann Pfarrvikar in [[Ebelsberg (Pfarre)|Ebelsberg]] und am 19. Oktober 1732 wählten ihn die Chorherren von St. Florian fast einstimmig zum Propst. Er starb am 9. Juli 1755, kaum zurückgekehrt vom Bade Gastein, dessen Heilquelle er zur Heilung der Folgen eines Schlaganfalls und der Wassersucht aufgesucht hatte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wiesmayr war einer der verdienstvollsten Vorsteher des Stiftes St. Florian. Er versuchte seinen Ernst, seine Mäßigkeit und Frömmigkeit auf seine ganzen Umgebung, vorzüglich seine Kapitularen, zu übertragen. Er plädierte für Zucht und Ordnung, für die gewissenhafte Verwaltung der Seelsorge und Verrichtung des Gottesdienstes. Der päpstliche Nuntius am Wiener Hofe, der gelehrte [[Passionei]], äußerte nach einem Besuch des Stiftes im Jahre 1745: &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;Die Ordnung und Zucht der Kanoniker hat mich in Erstaunen gesetzt ...&amp;quot;&amp;lt;/span&amp;gt; Besondere Sorgfalt widmete Wiesmayr der Einführung der Novizen und Kleriker in das geistliche Leben und in die Wissenschaft. &lt;br /&gt;
Er ist nicht nur der Erbauer, sondern auch der eigentliche Gründer der Bibliothek. Im Haag, in Venedig, Lucca, Rom, Salzburg, Regensburg, München, Wien hatte er Agenten zum Ankauf seltener und wichtiger Werke; von 1736 bis 1754 wurden &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;11.888 fl. 36 kr.&amp;lt;/span&amp;gt; dafür verwendet. (Die Kammereirechnungen des 16. und 17. Jahrhunderts geben keine Spezifikation der angekauften Bücher. Wiesmayrs Buchführung &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(Ms. XI, 684)&amp;lt;/span&amp;gt; ist sehr genau und bietet interessante Daten über die damaligen Preise der Bücher. Ein Auszug bei &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt; Czerny, Die Bibliothek des Chorherrenstiftes St. Florian, Linz 1874, S. 241 f.)&amp;lt;/span&amp;gt; Ihm verdankt die Bibliothek ihr wissenschaftliches Fundament. Hatten die früheren Erwerbungen größtenteils der Theologie gegolten, so fanden nun auch andere Gebiete des Wissens, namentlich die Geschichte, besondere Berücksichtigung; die sogenannten Corpora und Thesauri, die Scriptores und Opera, die Polyglottenbibeln und Maurinerausgaben der Kirchenväter wurden von ihm angeschafft. Bei hervorragenden Gelehrten, wie &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Euseb Amort, P. Odo Scharz, früher Professor und Rektor der Universität in Salzburg, holte er sich Rat, andere, wie Abt Bessel und P. Debiel (der erste Direktor der theologischen Fakultät in Wien nach ihrer Reform und der erste Rektor des Theresianums), sandten ihm als Beweise ihrer Achtung ihre Werke. Hanthaler und P. Basil Hölzl, Servit in Wien, lieferten ihm weitläufige Abhandlungen über die Ordnung der Bibliothek, welche auch 1745 von [[Timer]] (einem Chorherrn von St. Florian), Hölzl und dem Linzer Buchhändler Igler neu katalogisiert wurde.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Aufmerksamkeit widmete Wiesmayr dem Archiv. Hier gingen ihm besonders [[Hanthaler]] und [[Hieronymus Pez]] an die Hand. Er hatte auch einen seiner Geistlichen, [[Josef Pröller]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.)&amp;lt;/span&amp;gt;, für diese Arbeiten in Aussicht genommen und sandte ihn darum nach St. Pölten, damit er &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;in ordine ad instruendam Bibliothecam et Archivum ain und andere Information die alten Codices zu lesen von H. Duellio einholen khönte&amp;quot;. (Johann Georg an den Prälaten des Chorherren-Stiftes St. Pölten; 21. Sept. 1735 Konz.)&amp;lt;/span&amp;gt; Timer wurde nach Wien geschickt, um sich in der französischen, italienischen und hebräischen Sprache sowie in der Bibliothekswissenschaft auszubilden; er benützte diese Zeit auch, um sich numismatische Kenntnisse zu erwerben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wiesmayr erstand 1748 um den Preis von &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;20.000 fl.&amp;lt;/span&amp;gt; die Münzsammlung des berühmten Venezianers Apostolo Zeno (10.766 Stücke, davon 433 von Gold), nachdem sie der gelehrte Professor und Bibliothekar am Theresianum in Wien Erasmus Fröhlich &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;für eine der vorzüglichsten, dergleichen man in Deutschland nach den Münzsammlungen der höchsten Fürsten finden kann&amp;quot;,&amp;lt;/span&amp;gt; erklärt hatte. Auch das Naturalienkabinett und die Kunstsammlung fanden in ihm einen Gönner. Bedeutende Summen wurden für die Ausschmückung des eben vollendeten Hauses durch prachtvolle Gemälde von Altomonte und anderen erübrigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stiftskirche ließ Propst Wiesmayr eine Kanzel von schwarzem Marmor aus einem Bruch bei Lilienfeld von dem Bildhauer Josef Resl in Wien anfertigen und von dem Hofjuwelier Johann Andre eine Monstranz aus Gold, deren innerer Wert auf &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;9500 fl.&amp;lt;/span&amp;gt; geschätzt wurde, außerdem mehrere, darunter zwei sehr wertvolle, Ornate. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er musste auch das Spital und das mit demselben verbundene Bruderhaus, welche 1746 abgebrannt waren, wieder aufbauen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da sich bezüglich der mit dem Anschluss an die Lateranensische Kongregation verbundenen Rechte und Privilegien Zweifel erhoben, erwirkte Wiesmayr eine Bestätigungsbulle des Papstes Benedikt XIV. mit spezieller Aufzählung der Privilegien (15. November 1741).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiesmayr bemühte sich, schwankende oder streitige Rechtsverhältnisse zwischen dem Stift und dessen Nachbarn gütlich zu ordnen, um allen Prozessen zuvorzukommen. Ein derartiger Vergleich brachte auch das Patronat der von den Grafen von Starhemberg errichteten und dotierten Pfarrkirche zu [[St. Gotthard (Pfarre)|St. Gotthard]] an das Stift St. Florian, wogegen letzteres das Patronat von Guttau an den Grafen von Starhemberg, jenes von Heinrichsschlag im Viertel ober dem Manhartsberg in Niederösterreich an das Kloster Wilhering zur Entschädigung für mehrere Häuser abtrat, welche der [[Pfarre Grammastetten (Pfarre)|Grammastetten]] entzogen und St. Gotthard einverleibt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter seinem Vorgänger, dem gutmütigen Propst [[Johann B. Födermayr]], entstanden in der Wirtschaft manche Missstände. Diese nahm Wiesmayr in Angriff und wachte mit großer Sorgfalt über Sparsamkeit und Ordnung in der Haushaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorstand St. Florians nahm Wiesmayr auch an den Landesangelegenheiten tätigen Anteil, so 1748 als ständischer Vertreter an der Abschließung des sogenannten Dezennalrezesses, an der Zustandebringung der Steuerrektifikation, die infolge dieses Rezesses vorgenommen wurde, und als eine Hofentschließung vom 1. September und 17. Dezember 1749 den Ständen die freie Manipulation mit ihrer Kasse abnahm und eine Kasseadministration unter dem Präsidium des Grafen Andlern anordnete, wurde auch er zu einem der Beisitzer und Räte bei dieser Administration bestellt. Obgleich er einer der jüngsten Prälaten war, wurde er wiederholt zum Landtagskommissär ernannt und wohnte vielen Prälatenwahlen als kaiserlicher Kommissär bei. Zum Zeichen ihrer Gnade ließ ihm Maria Theresia bei ihrem Besuch des Stiftes am 26. Juni 1743 ein sehr schönes, mit Smaragden besetztes Kreuz überreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiesmayrs begeisterte Liebe zum Haus lieh ihm nicht nur die Kraft, die äußeren und inneren Verhältnisse des Stiftes bis ins kleinste Detail zu ordnen, sondern wandte sein Interesse auch dem wissenschaftlichen Gebiet zu. Er erkannte, dass wissenschaftliches Streben eines der unerlässlichsten Fermente des klösterlichen Lebens sei, dass diesem ohne jenes einseitige Verflachung drohe. Wiesmayer war keiner jener großen Geister, welche durch ihre Arbeiten die Wissenschaft signifikant förderten; aber er hatte für sie ein großes Interesse und Verständnis; er besaß umfassende Kenntnisse und arbeitete unermüdlich. Er selbst zählt 91 Folio- und 12 Quartbände, die er entweder selbst schrieb oder durch andere schreiben ließ. (Einige sind &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;in duplo&amp;lt;/span&amp;gt;, ebenso sind einige Arbeiten [[Pachls]] &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(s. d.) eingerechnet.)&amp;lt;/span&amp;gt;. Davon sind freilich die wenigsten unter die literarischen Leistungen im eigentlichen Sinne zu rechnen und ebensowenig als solche beabsichtigt; die meisten wurden nur durch praktische Zwecke veranlasst. Für die Öffentlichkeit war nichts bestimmt. Aber jene Aufzeichnungen und Sammlungen sind zu historischen Quellen geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zeit der Regierung Wiesmayrs ist umfassendes Material zur Geschichte St. Florians vorhanden; durch ihn ist das Archiv des Stiftes zum instruktivsten Privatarchiv für die Geschichte Oberösterreichs in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Unter anderem verfaßte Wiesmayr 1744 einen &amp;quot;Catalogus Canonicorum Reg. Lat. Colleg. Ecclesiae ad S. Florianum&amp;quot;, der mit dem Jahre 1600 beginnt und später fortgesetzt wurde, und 1748 ein Verzeichnis der Seelsorger der einzelnen stiftlichen Pfarreien seit dem Jahre 1600 unter dem Titel: &amp;quot;Rapulare seu Autographum Catalogi Vicariorum et Cooperatorum in parochiis Collegia S. Floriani incorporatis, recte ordine Succedentium.&amp;quot; (Mskr. XI, 532. A, 56 BI. in 2°.) &lt;br /&gt;
* Im &amp;quot;Subsidium ad Catalogum&amp;quot; brachte er reichlichere Daten über die Mitlebenden. &lt;br /&gt;
* Sein &amp;quot;Informatorium domesticum&amp;quot; (Mskr. XCVII, 3 Bde.) enthält allerlei Fingerzeige für einen neugewählten Prälaten, Formulare, Roteln, Aktenstücke etc. &lt;br /&gt;
* Das von ihm zusammengestellte &amp;quot;Directorium Decanale tripartitum Menstruale, Rituale, Disciplinale&amp;quot; (Mskr. XI, 513. A., XXIV und 530 S. 2°.) bietet Aufschluss über alle Angelegenheiten der Disziplin, des Ritus im Stifte St. Florian, über Gewohnheiten und Gebräuche des Hauses. &lt;br /&gt;
* Im &amp;quot;Cophinus Statutorum&amp;quot; sammelte er die Statuten der Augustiner-Chorherrenstifte St. Pölten, Herzogenburg etc. &lt;br /&gt;
* Er verfasste auch Statuta domestica (Solche erließen in St. Florian auch die Pröpste: Leopold Veit (1600–12), Leopold I. (1612–46), Franz (1700–16), Matthäus II. (1766–77), Leopold II. (1777–93) [Mskr. XI, 513. B., p. 1–10], Friedrich (1854–58). Die Statuten aus dem Jahre 1855 sind gedruckt.) und das &amp;quot;Rituale seu Caeremoniale pro Induitione, Professione et Primitiis pro Ecclesia S. Floriani.&amp;quot; &lt;br /&gt;
* Zu Nutz und Frommen der wissenschaftlichen Sammlungen des Stiftes legte Propst Wiesmayr 1753 die &amp;quot;Collectanea pro adornando Cimelio, Technophysiotameo, Bibliotheca et Archivo&amp;quot; (Mskr. XC) an; für das Münzenkabinett ließ er die dreibändigen &amp;quot;Catalogi in rem numariam&amp;quot; anfertigen und ein Buch Hölbling's über das päpstliche Münzenkabinett (&amp;quot;Notwendige Einleitung in das neuaufgerichtete päpstliche Münzkabinett&amp;quot;) kopieren. &lt;br /&gt;
* Von großer Bedeutung sind Wiesmayrs umfangreiche historische Sammlungen, die bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts reichen und eine Fülle von kaiserlichen Patenten, Resolutionen auf die Beschwerden der ober- und niederösterreichischen Stände, Gutachten namentlich in puncto religionis, von Dokumenten zum Bauernkriege, Schriften in betreff der Besteuerung der geistlichen Güter, ständischen Schlüssen, Schriften über militärische Organisation, über die Leistungsfähigkeit des Landes ob der Enns, über und gegen die Säkularisation des Kirchengutes, von Verordnungen der preußischen Regierung etc. enthalten. &lt;br /&gt;
* Das größte dieser Sammelwerke ist das &amp;quot;Informatorium Provinciale&amp;quot;, das 14 Bände umfasst und in drei Abteilungen – Sectio oeconomica, politica, militaris – eine Unzahl von Aktenstücken, Anschlägen, Verzeichnissen für die ständische Finanzgebarung, eine Sessions- und Exekutionsordnung, Dokumente über den Einfall der Bayern nach dem Tode Karls VI., Reglements über die Verpflegung der Truppen, die Landmiliz, Nachweise über Kriegskosten und Befestigungen etc. birgt. &lt;br /&gt;
* Von Propst Wiesmayrs Leitung der verschiedenen öffentlichen Geschäfte, welche ihm anvertraut wurden, zeugen die in seinem &amp;quot;Verordneter-Raths Protocholl&amp;quot; (Mskr. XLVII, 6 Bde.), welches alle ständischen Verordnungen von 1735–44 enthält in den &amp;quot;Praeparatoria ad decennalem Recessum&amp;quot; (Mskr. XLIV, 2 Bde. 1752), im dreibändigen Manuskript XLV &amp;quot;Fasciculus Myrrhae oder bittere Samblung aller bey Ausarbeithung des anbefolchenen Steur-Rectifications-Plan commissionaliter gepflogenen Beratschlagungen, eingeholter in- und auswärtiger Bericht, Guettachten und Reflexionen&amp;quot; und im &amp;quot;Ordinari Ausschuss-Raths-Protocholl von Anno 1745 bis 1750&amp;quot; (Mskr. LI) vorhandenen Aufzeichnungen samt den als Beleg dienenden Aktenstücken, Gutachten, Vorschlägen, Entwürfen, Berichten etc. &lt;br /&gt;
* Während die bisher angeführten Manuskripte Wiesmayrs viel treffliches Material zur Geschichte, aber nicht Geschichte selbst, enthalten, finden wir in den von ihm 1745 verfassten &amp;quot;Flebile pro Memoria id est Funesta Imago Austriae ex Invasione Galli ac Bavari Depravatae oder Diarium, wass sich bey französisch- und Chur-Bayrischen Einfahl, lnnhabung und Abzug aus unserem lieben Vaterland, sonderheitlich bey unseren lieben Stüfft St. Florian annis 1741 et 1742 zugetragen&amp;quot; (Mskr. LXXI, p. 143, 2°.), bereits eine Verarbeitung des historischen Stoffes. &lt;br /&gt;
* 1752 ging er daran, zur Verteidigung gegen den Vorwurf, dass die Klöster Oberösterreichs auf die Pfarreien nur unfähige Leute schickten, und dass diese am Weitergreifen des Protestantismus schuld trügen, eine weitläufige Schrift: &amp;quot;Vindiciae Regularium seu Motiva contra Regularium Parochiarum Austriae superiores invasores et aggressores&amp;quot; zu verfassen, die aber nur Entwurf blieb. (Mskr. LXXV p. 163–217.) &lt;br /&gt;
* Von Wiesmayrs theologischen Schriften seien die Festtagspredigten (Mskr. XI, 378, 402 S. in 4°.), seine &amp;quot;Manuductio ad Perfectionem Religiosam in IV Partes et LV Paragraphos divisa pro Directione Novitiorum Magistri ipso umque Novitiorum Canoniae San Florianensis&amp;quot; (Mskr. XI, 174, XXXII und 687 S., 4°., dat. Ex Praelatura nostra 11. Julii 1747) und sein &amp;quot;Tractatus canonico moralis de voto religiosae paupertatis&amp;quot; erwähnt. Das &amp;quot;Manuale Singularis Pietatis Exertia Continens Quotidiano Usui Dedicatum&amp;quot; (Mskr. XI, 184. A., 100 BI. in 8°.) dürfte ebenfalls Wiesmayr zum Autor haben. Dessen &amp;quot;Synopsis Theologiae moralis cum regulis conscientiae directivis&amp;quot; ist nicht mehr vorhanden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Johann_Georg_Pfisterer&amp;diff=264</id>
		<title>Johann Georg Pfisterer</title>
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		<updated>2020-02-24T12:16:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Georg Pfisterer&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1735/08/08&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Graz&lt;br /&gt;
|Profess=1755/05/12&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1801/06/16&lt;br /&gt;
|Sterbeort=Linz&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 22f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Georg Pfisterer, * 8. August 1735 in Graz, † 16. Juni 1801 in Linz, studierte in Graz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie, in Wien Theologie und trat am 12. Mai 1754 in das Stift [[St. Florian]] ein. Am 12. Mai 1755 legte er die Profess ab, und am 29. September 1758 feierte er sein erstes heiliges Messopfer. 1760 wurde er Professor der Theologie an der Hauslehranstalt, 1766 Kustos des Münzkabinetts und Stiftshofmeister, 1773 Professor der Hl. Schrift am k. k. Lyzeum in Linz. Von 1774 bis 1800 war er Pfarrvikar in [[Mauthausen (Pfarre)|Mauthausen]]. Pfisterer erwarb in Graz den Titel eines Magisters der Philosophie und in Wien das Bakkalaureat der Theologie. Er starb in Linz am 16. Juni 1801. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Zwo Predigten. Die erste von der Pflicht des Unterthans gegen seinen Landesfürsten, auf den zwey und zwanzigsten Sonntag nach Pfingsten, an welchem zugleich das Fest der heiligen Theresia feyerlich begangen wurde. Die zwote von der Vorsehung Gottes, auf den Sonntag nach der Geburt Christi, und das am letzten Tage im Jahre gewöhnliche Dankfest, seinen Pfarrkindern vorgetragen von Joh. G. Pf., ... im Jahre 1780. Mit Erlaubniß der k. k. Büchercensur. Linz, gedr. mit Feichtingerischen Schriften und im Verlage der Frennerischen Buchhandlung. 38 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Reden, welche vier Schüler der Trivialschule zu Mauthausen bey der daselbst am 29. September 1783 öffentlich gehaltenen Prüfung vorgetragen haben. 4°.&lt;br /&gt;
* Johann Georg Pfisterer regulirten Chorherrns zu St. Florian und d. z. Pfarrers zu Mauthausen bei Einführung des Armeninstituts an seine Pfarrkinder gehaltene Reden im Jahre 1784. Mit Erlaubniß der k. k. Büchercensur. Linz, gedr. mit Feichtingerischen Schriften. 48 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Entwurf zur Errichtung ordentlicher Arbeitsschulen für arme, zu gleicher Zeit die Lehrschule besuchende Mädchen. Linz 1785, 20 S. 4°., gedr. bei Joh. Thomas Edlen von Trattnern. &lt;br /&gt;
* Anleitung zur doppelten Spinnart. Linz 1786. 4°. &lt;br /&gt;
* Die Gründe der Religion in fünf Tabellen vorgestellt. Linz. 1787. 4°. [I. Tab.: Von der Nothwendigkeit einer Religion. II. Tab.: Von der Nothwendigkeit einer geoffenbarten Religion. III. Tab.: Von der Wirklichkeit einer geoffenbarten Religion. Auf 2 Bl. IV. Tab.: Von der Wahrheit der christlichen Religion. V. Tab.: Von der Wahrheit der kath. Religion. Auf 2 Bl.] &lt;br /&gt;
* Lehrreiches Gebet eines frommen Kindes. Linz 1788. 12°. &lt;br /&gt;
* Predigt an dem ersten Sonntage in der Fasten, von den Wirkungen der wahren Religion, und von den üblen Folgen der Irreligion. Auf die Empörungsgeschichte Frankreichs vorgetragen in der Pfarrkirche zu Mauthausen in Österreich ob der Enns. 1793. Wien, bey Joh. Georg Edlen v. Mößle. 32 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Rede an das kais. königl. Graf Rimptschische Grenadierbataillon, bey Gelegenheit einer Fahnenweihe den 8. des Heumonaths 1793 vorgetragen von ... Wien 1793, bey Joh. Georg Edlen v. Mößle. 15 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Predigt auf den zweyten Sonntag nach Pfingsten, als den Tag eines um glücklichen Fortgang der k. k. Waffen angeordneten Stunden-Gebeths. Vorgetragen von ... im Jahre 1796. Linz, gedr. mit Feichtingerischen Schriften. 16 S. 8°.&lt;br /&gt;
* Betrachtungen über einige aus der Heiligen Schrift gezogene, und während der Zeit des im Jahre 1795 für die kais. kön. Erbstaaten verliehenen Jubiläums in der Linzer Diöces, zur heilsamen Betrachtung aufgegebene Lehren, in seiner Pfarrkirche vorgetragen, und auf Verlangen zur öfteren Erneuerung des Geistes, und als eine Vorbereitung auf alle andere vorfallende Ablaßtage im Druck gegeben von ... Wien und Linz 1796, bey Joh. Georg Edlen von Mößle. 152 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Gesammelte Lehr- und Denksprüche zu hundert Vorschriften. Nebst einem Anhange von den gewöhnlichsten Abbreviaturen. Wien 1798, bey Joh. Georg Edlen v. Mößle. 44 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Das wichtigste Geschäft des Menschen: Die Vorbereitung zu einem seligen Ende. Ende gut, alles gut. Linz 1800. 8°. &lt;br /&gt;
* Merkwürdigere Gemählde im regul. Chorherrnstift zu St. Florian. Mskr. im Stiftsarchiv. 60 S. 4°.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Johann_Evangelist_Pachl&amp;diff=263</id>
		<title>Johann Evangelist Pachl</title>
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		<updated>2020-02-24T12:11:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Ev. Pachl&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1674/08/04&lt;br /&gt;
|Geburtsort=St. Veit (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1700/10/28&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1744/02/14&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 4-6.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Pachl, * 4. August 1674 in St. Veit (Oberösterreich), † 14.Februar 1744, studierte die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie in Linz, Theologie in Wien und wurde am 28. Oktober 1699 im Stift [[St. Florian]] eingekleidet. An demselben Tag des Jahres 1700 legte er die Profess ab und am 11. April 1706 feierte er seine Primiz. Nach drei Jahren wurde er Novizenmeister und 1714 Dechant, am 27. Mai 1716 legte er aber beide Ämter nieder. Der Propst ernannte ihn nun zunächst zum Verwalter der stiftlichen Weingärten in [[Weinzierl]], am 14. November 1716 zum Pfarrverweser von [[Grünbach (Pfarre)|Grünbach]], am 17. Juli 1717 von [[St. Marienkirchen (Pfarre)|St. Marienkirchen]]. Doch schon am 1. Oktober 1719 kehrte Pachl in das Stift zurück, wo er seit 1720 als Bibliothekar und seit 1722 auch als Archivar fungierte. Von 1726 bis 1727 war er Verwalter des dem Stift zugehörigen Schlosses Marbach. Im Jahr 1728 in das Stift zurückberufen, übernahm er abermals die Verwaltung der Bibliothek und des Archivs. Am 23. Jänner 1733 wurde er zum zweiten Mal zum Stiftsdechant gewählt, und ihm zugleich das Amt eines Novizenmeisters und Examinators &amp;quot;pro cura animarum nostrorum religiosorum&amp;quot; übertragen. 1735 legte er das Dekanat freiwillig nieder, wurde aber sogleich einstimmig zum dritten Mal zum Dechant gewählt und blieb es bis zum 20. Februar 1736, worauf er abermals resignierte. Er bekleidete dann neuerdings das Amt eines Novizenmeisters, dessen er aber schon am 11. November 1737 auf seine Bitte hin enthoben wurde. Er starb am 14. Februar 1744. &lt;br /&gt;
Angeregt durch den Aufschwung der historischen Wissenschaft in Österreich, welcher den [[Brüdern Pez]] - Pachl stand mit ihnen in regem Briefwechsel und lieferte ihnen manchen wichtigen diplomatischen Beitrag zu ihren historischen Sammlungen - aus Melk zu verdanken war - vielleicht auch von ihnen, als sie sich in [[St. Florian]] aufhielten, um die Handschriften zu durchforschen, persönlich bestimmt - ging er daran, eine urkundliche Grundlage zur Geschichte seines Hauses zu legen. Er ordnete und registrierte zunächst das Archiv; dann katalogisierte er auch die Handschriften der Bibliothek. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Diplomatarium Florianense seu Domus S. Floriani cum suis ecclesiis et confoederatione cum Lateranensibus ex vetustis diplomatibus exhibita. 1724. Mscr. CII. 4°. I und II, 154 S. (eigentlich 177), III, 182 S.  &lt;br /&gt;
* Benefactores Canoniæ ad Sanctum Florianum, quorum plurimi per aliquot saecula erant incogniti, ex vetustis M. S. Dornesticis velut e tenebris in lucem notitiae educti, ordineque alphabetico primum descripti, nunc vero iussu Reverendissimi, Perillustris, ac Amplissimi Domini, Domini. Praesulis Joannis Baptistae gloriosissime modo regentis ad perpetuam gratamque eoram memoriam typo vulgati. Anno M. DCC. XXIX. Lincii, Typis Joannis Caspari Leidenmayr, Statuum Superioris Austriae Typographi. 11 S. 2°. (Anonym.) &lt;br /&gt;
* Topographia Florianensis seu Structura Canoniae ad S. Florianum annexae. 1743. Mskr. LXXVIII. &lt;br /&gt;
* Series Praelatorum. &lt;br /&gt;
* Index Manuscriptorum Canoniae ad S. Florianum secundum classes et secundum alphabetum. Mscr. XI. 679. 58 Bl. 2°. (Eine Abschrift dieses Kod. ist das Mskr. XI, 680. 81 Bl. 2°.) &lt;br /&gt;
* Manuductio ad Perfectionem Religiosam per vias rectas et planas ad usum privatum Novitiorum concinnata et in duas partes distributa authore ... Mscr. XI. 177. S. 1–174. 4°. (Eine Abschrift dieser Manuductio von der Hand des Prälaten Johann Georg * Wiesmayr [s.d.] enthält das Mskr. XI. 178. Bl. 1a bis 46b. 4°.) &lt;br /&gt;
* In dem Subsidium ad Religiosorum Catalogum des Propstes Johann Georg lesen wir auf pag. 5: Pachl mansuetioribus et severioribus disciplinis Theologiae speculativae praeprimis inter coaevos princeps; juvandae memoriae ergo tomum in 4to pro oppugnationibus philosophicis et theologicis propria manu conscripsit cum nomenclatura exterius apposita: &amp;quot;Amicus in necessitate.&amp;quot; (Wahrscheinlich eine Apologie der katholischen Religion; ist leider verloren gegangen.)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<title>Johann Evangelist Pachl</title>
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		<updated>2020-02-24T10:35:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Ev. Pachl&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1674/08/04&lt;br /&gt;
|Geburtsort=St. Veit (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1700/10/28&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1744/02/14&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 4-6.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Pachl, * 4. August 1674 in St. Veit (Oberösterreich), † 14.Februar 1744, studierte die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie in Linz, Theologie in Wien und wurde am 28. Oktober 1699 im Stift [[St. Florian]] eingekleidet. An demselben Tag des Jahres 1700 legte er die Profess ab und am 11. April 1706 feierte er seine Primiz. Nach drei Jahren wurde er Novizenmeister und 1714 Dechant, am 27. Mai 1716 legte er aber beide Ämter nieder. Der Propst ernannte ihn nun zunächst zum Verwalter der stiftlichen Weingärten in [[Weinzierl]], am 14. November 1716 zum Pfarrverweser von Grünbach, am 17. Juli 1717 von St. Marienkirchen. Doch schon am 1. Oktober 1719 kehrte Pachl in das Stift zurück, wo er seit 1720 als Bibliothekar und seit 1722 auch als Archivar fungierte. Von 1726 bis 1727 war er Verwalter des dem Stifte gehörigen Schlosses Marbach. Im Jahre 1728 in das Stift zurückberufen, übernahm er abermals die Verwaltung der Bibliothek und des Archivs. Am 23. Jänner 1733 wurde er zum zweitenmal zum Stiftsdechant gewählt, und ihm zugleich das Amt eines Novizenmeisters und Examinators &amp;quot;pro cura animarum nostrorum religiosorum&amp;quot; übertragen. 1735 legte er das Dekanat freiwillig nieder, wurde aber sogleich einstimmig zum drittenmal zum Dechant gewählt und blieb es bis zum 20. Februar 1736, worauf er abermals resignierte. Er bekleidete dann neuerdings das Amt eines Novizenmeisters, dessen er aber schon am 11. November 1737 auf seine Bitte hin enthoben wurde. Er starb am 14. Februar 1744. &lt;br /&gt;
Pachl war ein Mann von seltenen Kenntnissen. Ohne Zweifel angeregt durch den großartigen Aufschwung der historischen Wissenschaft in Österreich, welcher den Brüdern Pez - Pachl stand mit ihnen in regem Briefwechsel und lieferte ihnen manchen wichtigen diplomatischen Beitrag zu ihren historischen Sammlungen - aus Melk zu verdanken war, vielleicht auch von ihnen, als sie sich in St. Florian aufhielten, um die Handschriften zu durchforschen, persönlich bestimmt, ging er daran, eine urkundliche Grundlage zur Geschichte seines Hauses zu legen. Er ordnete und registrierte zunächst das Archiv; dann katalogisierte er auch die Handschriften der Bibliothek. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Diplomatarium Florianense seu Domus S. Floriani cum suis ecclesiis et confoederatione cum Lateranensibus ex vetustis diplomatibus exhibita. 1724. Mscr. CII. 4°. I und II, 154 S. (eigentlich 177), III, 182 S.  &lt;br /&gt;
* Benefactores Canoniæ ad Sanctum Florianum, quorum plurimi per aliquot saecula erant incogniti, ex vetustis M. S. Dornesticis velut e tenebris in lucem notitiae educti, ordineque alphabetico primum descripti, nunc vero iussu Reverendissimi, Perillustris, ac Amplissimi Domini, Domini. Praesulis Joannis Baptistae gloriosissime modo regentis ad perpetuam gratamque eoram memoriam typo vulgati. Anno M. DCC. XXIX. Lincii, Typis Joannis Caspari Leidenmayr, Statuum Superioris Austriae Typographi. 11 S. 2°. (Anonym.) &lt;br /&gt;
* Topographia Florianensis seu Structura Canoniae ad S. Florianum annexae. 1743. Mskr. LXXVIII. &lt;br /&gt;
* Series Praelatorum. &lt;br /&gt;
* Index Manuscriptorum Canoniae ad S. Florianum secundum classes et secundum alphabetum. Mscr. XI. 679. 58 Bl. 2°. (Eine Abschrift dieses Kod. ist das Mskr. XI, 680. 81 Bl. 2°.) &lt;br /&gt;
* Manuductio ad Perfectionem Religiosam per vias rectas et planas ad usum privatum Novitiorum concinnata et in duas partes distributa authore ... Mscr. XI. 177. S. 1–174. 4°. (Eine Abschrift dieser Manuductio von der Hand des Prälaten Johann Georg * Wiesmayr [s.d.] enthält das Mskr. XI. 178. Bl. 1a bis 46b. 4°.) &lt;br /&gt;
* In dem Subsidium ad Religiosorum Catalogum des Propstes Johann Georg lesen wir auf pag. 5: Pachl mansuetioribus et severioribus disciplinis Theologiae speculativae praeprimis inter coaevos princeps; juvandae memoriae ergo tomum in 4to pro oppugnationibus philosophicis et theologicis propria manu conscripsit cum nomenclatura exterius apposita: &amp;quot;Amicus in necessitate.&amp;quot; (Wahrscheinlich eine Apologie der katholischen Religion; ist leider verloren gegangen.)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Johann_Evangelist_Kumpfhofer&amp;diff=255</id>
		<title>Johann Evangelist Kumpfhofer</title>
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		<updated>2020-02-24T10:32:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Ev. Kumpfhofer&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1768/11/23&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1793/10/06&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1841/08/06&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 38f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Ev. Kumpfhofer, * 23. November 1768 in Linz, † 6. August 1841 in St. Florian, studierte in Linz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie und trat am 5. September 1790 in das Stift [[St. Florian]] ein. Nach dem Noviziat studierte er drei Jahre lang Theologie an der Wiener Universität. Am 6. Oktober 1793 legte er die feierliche Profess ab und wurde noch im gleichen Jahr am 20. November zum Priester geweiht. Zu Beginn des nächsten Monats wurde er Kooperator in [[St. Marienkirchen (Pfarre)|St. Marienkirchen]]. Im Jahr 1802 erhielt er die Verwaltung der Pfarre in [[St. Oswald (Pfarre)|St. Oswald]], wo er bis 1814 verblieb. 1814 kam er als Pfarrvikar nach [[Grünbach (Pfarre)|Grünbach]], 1823 nach [[Hofkirchen (Pfarre)|Hofkirchen]] und 1826 nach [[Ried (Pfarre)|Ried]]. Er starb im Stift am 6. August 1841. &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(Vgl. Felder, Gelehrten- und Schriftsteller-Lexikon 1, 424; Wurzbach, Biographisches Lexikon 13, 374; Pillwein, Linz einst und jetzt 2, 39.)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Geschichte der Franzosen in St. Marienkirchen. 1801. Mskr. &lt;br /&gt;
* Gespräch zwischen einem Pfarrer, und einem Bauer über die Kuhpockenimpfung. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg. (1807), 1. Bd., S. 127–142. &lt;br /&gt;
* Predigt von der Pflicht der Eltern ihren Kindern die Kuhpocken einimpfen zu lassen. Linz 1808, C. Haslinger. 16 S. kl.-8°. &lt;br /&gt;
* Rede über die noch immer herrschenden Vorurtheile wider die ebenso bewährte, als wohlthätige Kuhpockeneinimpfung. Gehalten den sechsten Sonntag nach Ostern 1812. Linz 1812, bey Cajetan Haslinger. 16 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Rede über den Aufblick des Christen zur göttl. Vorsehung bei den gegenwärtigen Krieg. Gehalten am ersten Sonntag im Advent 1813. Linz 1814, C. Haslinger. 16 S. kl.-8°. &lt;br /&gt;
* Rede über die Beleuchtung der herrschenden Religionsvorurtheile wider die ebenso bewährte als wohlthätige Kuhpockenimpfung. Gehalten am fünften Sonntage nach Ostern 1816. Linz 1816, C. Haslinger. 16. S. kl.-8°. &lt;br /&gt;
* Noch ein Wort der Belehrung und Aufmunterung zur Ausrottung der so gefährlichen, natürlichen Menschenblattern durch Einimpfung der Schutz- oder Kuhpocken. Vorgetragen in der Rede am sechsten Sonntage nach Pfingsten. Linz 1819, bey C. Haslinger. Gedr. bey Jos. Feichtinger's sel. Witwe. 15 S. kl.-8°. &lt;br /&gt;
* Predigten auf alle Sonn- und Festtage des Jahres. Wien 1822. 2 Bde. 268 und 366 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Versuch einer liturgischen Beucht und Communion für Kinder. Linz 1826. 34 S. 12°. &lt;br /&gt;
* Fastenpredigten über die Leidens- und Todesgeschichte Jesu auf alle Sonntage in der Fasten nebst einer Predigt am Charfreytag. Vorgetragen im Jahre 1829. Mit Linzer'scher Konsistorial-Bewilligung. Linz 1830. Im Verl. bey C. Haslinger. Gedr. in Linz mit J. C. Quandt'schen Schriften. 86 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Sechs Erntepredigten. Mit Linzer'scher Ordinariats-Bewilligung. Linz 1831. Bei Joseph Fink und Sohn. Gedr. bei Jos. Feichtinger's sel. Witwe. 53 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Predigten über die sonntäglichen Evangelien der Fasten, mit Bezug auf die heilige Fastenzeit, nebst einer Predigt am Charfreytage. Vorgetragen im Jahre 1832. Linz 1833. Im Verl. der k. k. priv. akad. Kunst-, Musik- und Buchhandlung des Friedr. Eurich und Sohn. Aus d. Buchdruckerei des Friedr. Eurich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Ignaz_Lintner&amp;diff=254</id>
		<title>Ignaz Lintner</title>
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		<updated>2020-02-24T10:28:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Ignaz Lintner&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1707/07/25&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1726/08/04&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1756/03/13&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 15f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ignaz Lintner, * 25. Juli 1707 in Linz, † 13. März 1756, trat am 31. Juli 1725 in das Stift [[St. Florian]], legte am 4. August 1726 die Profess ab und las, nachdem er in Wien Theologie studiert hatte, am 9. Dezember 1731 seine erste heilige Messe. Er wurde 1732 Kooperator in [[Wallern (Pfarre)|Wallern]], 1734 in [[Niederwaldkirchen (Pfarre)|Niederwaldkirchen]], 1738 in [[Vöcklabruck (Pfarre)|Vöcklabruck]], im Jahr 1739 Vikar der Stiftspfarre, 1742 Pfarrverweser in [[Kleinzell (Pfarre)|Kleinzell]], 1750 in [[Ebelsberg (Pfarre)|Ebelsberg]], 1754 in [[Lasberg (Pfarre)|Lasberg]], kehrte am 22. Mai 1755 in das Stift zurück und starb am 13. März 1756. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Laudatio in Divum Joannem Apostolum &amp;amp; Evangelistam, coram antiquissimae, ac celeberrimae Universitatis Viennensis Senatu, Populoque Academico, dum in Metropolitana divi Stephani Ecclesia inclyta Facultas Theologica ejusdem D. Tutelaris sui ante Portam Latinam passi annuam memoriam solenni ritu obiret ... Viennae Austriae, Typis Wolffgangi Schwendimann ... 1728. 25 S. 2°.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Ignaz_Josef_Fux&amp;diff=252</id>
		<title>Ignaz Josef Fux</title>
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		<updated>2020-02-24T10:23:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Ignaz Josef Fux&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1697/02/11&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Nikolsburg (Mähren)&lt;br /&gt;
|Profess=1714/10/14&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1759/07/19&lt;br /&gt;
|Sterbeort=Vöcklabruck (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 7.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ignaz Josef Fux, * 11. Februar 1697 in Nikolsburg in Mähren, † 19. Juli 1759 in Vöcklabruck, empfing am 4. Oktober 1713 in [[St. Florian]] das Ordenskleid, legte am 14. Oktober 1714 die Profess ab und feierte am 30. Juni 1720 seine Primiz. Er wurde noch im selben Jahr Kooperator in [[Vöcklabruck (Pfarre)|Vöcklabruck]], 1722 Pfarrverweser im Stift, 1726 in [[Kleinzell (Pfarre)|Kleinzell]], 1734 in [[Ebelsberg (Pfarre)|Ebelsberg]], 1736 in [[Ried (Pfarre)|Ried]], am 26. Juni 1741 Stiftsdechant, am 4. Februar 1743 außerdem Novizenmeister, 1745 Pfarrvikar in Vöcklabruck, wo er am 19. Juli 1759 starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Panegyricus Divo Joanni ante Portam Latinam, prima in terris Theologo, Theologiae Conditori; quam olim in Coena didicit, sub Cruce docuit, in Oleo propugnavit, dum in Principe Divi Stephani Proto-Martyris Basilica inclyta Facultas theologica ejusdem Sancti Tutelaris sui annua Solennia ad aras celebraret, coram antiquissimae, ac celeberrimae Universitatis Viennensis Senatu Populoque Academico ... dictus a ... Anno MDCCXV. Die VI. Maij. Viennae Austriae. Typis lgnatii Dominici Voigt, ... 14 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Concio Panegyrica de S. Ignatio Lojola dicta apud R. R. P. P. Soc. Jesu in Traunkirchen Anno 1750. Mskr. XI. 382. A. 23 Bl. 4°. Handschr. des Verfassers.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Franz_Josef_Aumann&amp;diff=251</id>
		<title>Franz Josef Aumann</title>
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		<updated>2020-02-24T10:19:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Franz Ser. Aumann&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1728/03/19&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Traismauer (Niederösterreich)&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1797/03/30&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 20f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Franz Aumann, * 19. März 1728 in Traismauer in Niederösterreich (Nach [[Pscharr]] wurde er am 24. Februar 1729 geboren), † 30. März 1797 in St. Florian, studierte in Wien Philosophie und wurde am 29. April 1753 im Augustiner-Chorherrenstift [[St. Florian]] eingekleidet. Nach Ablauf des Noviziates legte er die Profess ab, und am 30. Jänner 1757 verrichtete er sein erstes heiliges Messopfer. Am 1. Dezember 1755 war er bereits zum Regenschori ernannt worden. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tod am 30. März 1797. Pscharr bezeichnet ihn in seinem Catalogus als &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;praeclarum musicarum rerum compositorem&amp;quot;. Auch danach wurden seine Kompositionen von Kennern beachtet und bewundert.&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Der am Rausche unschuldige Bachus. Ein Singspiel in einem Aufzug. (2 Baß, 1 Tenor, 1 Alt, 2 Sopran, 2 Violinen mit Clavicembalo und Violone, 2 Corni und 2 Oboi.) Text von P. Maurus Lindemayr aus Lambach. Mskr. in Lambach. &lt;br /&gt;
* Bäurische Lieder von P. Maurus Lindemayr mit Melodien von Aumann Fr. Eigenh. Mskr. in St. Florian XI, 577. A. &lt;br /&gt;
* Cassatio à 2 Violini, Viola oblig. e Basso. Mskr. im Stifte Lambach. &lt;br /&gt;
* dto. in D à 2 Violini, Flautello Concto, Alto, Viola e Violoncello. Ebd. &lt;br /&gt;
* dto. in G à 2 Violini, Viola oblig. Violoncello Solo, Basso et Fagotto obligato. Ebd. &lt;br /&gt;
* Divertimento in G à 2 Violini, 2 Corni, Viola oblig. Clarini 2 Basso. Ebd. &lt;br /&gt;
* dto. in C à 5 lnstrument (2 Violini, 2 Violae di Prazzio con Violone). Ebd. &lt;br /&gt;
* dto. in A. Ebd. &lt;br /&gt;
* dto. in G, 2 Violini, 2 Violae e Basso. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Vidi aquam (temp. pasch.) à 4 voc. in Contrapuncto con Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Regina coeli (temp . pasch.) à 2 Soprani Concta, Alto, Tenore Basso, ripieno; Violini 2, Clarini 2 con Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* Hymnus de dedicatione ecclesiae. à 4 voc. und kleines Orchester. Ebd. &lt;br /&gt;
* 2 Veni Sancte Spiritus. Ebd. &lt;br /&gt;
* Psalmen: a) Beatus vir, in D; b) Confitebor, in G; c) Confitebor (De Angelis), d) Laudate pueri, in F; e) De profundis, in B; f) Memento Domine David: in D; g) Credidi, in B; h) Domine probasti me, in G-moll; i) Laetatus sum, in A; k) Nisi Dominus, in E; l) Lauda Jerusalem; m) Lauda Jerusalem, in C; n) Beati omnes. Alle diese Psalmen à 4 voc. mit kleinem Orchester. Ebd.&lt;br /&gt;
* Dixit Dominus et Magnificat, longius durant. à 4 voc. 2 Violini, 2 Clarini, Organo et Violone. Ebd. &lt;br /&gt;
* Dixit Dominus et Magnificat, brevius durant. – dto. Ebd. &lt;br /&gt;
* 6 Magnificat à 4 voc. con Organo et Violone. Ebd. &lt;br /&gt;
* 8 Magnificat. – dto. Ebd. &lt;br /&gt;
* Vesperae solemnes et breves in pleno cum Clarinis. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Requiem in C-moll à 4 voc. 2 Violini, Violone e Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Requiem in Es à 4 voc. 2 Violini, Violone, 2 Corni e Organo. Mskr. in St. Florian. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in G à 4 voc. Conc., 2 Violini, Violone e Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in C – dto. – 2 Haubois e 2 Clarini. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in C – dto. – Tympani. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in F – dto. – Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in C – dto. – 2 Clarini. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in C – dto. – 2 obligat. Tromboni, 2 obligat. Clarini, Tympani. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa pastoralis in G à 4 voc. 2 Violini, 2 Clarini, Org. e Violone. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa pastoralis in G à 4 voc. 2 Violini, 2 Clarini e Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Offertorium de temp. pasch. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Offertorium B. M. V. Ebd. &lt;br /&gt;
* Aria à Due pro sepolchro Domini f. cant. und Baß-Soli, 2 Violini, Viola. Ebd. &lt;br /&gt;
* Responsoria ad Matutinum in Festo Nativ. D. N. J. C. In St. Florian. &lt;br /&gt;
* 2 Responsoria für die Charwoche: a) Ecce quomodo moritur Justus; b) Tenebrae factae sunt. Ebd. Betrachtung über dem von dem Creuz abgenohmenen Leichnam des Erlösers bey dessen allerheiligsten Grab an dem H. Chor-Freytag in der Stüfft-Kirchen deren Regulirt-Lateranensischen Chor-Herrn S. Augustini zu St. Florian. Gesungen in dem Jahr 1759. In die Music gesezt von R. D. Francisco Aumon Professen, und Chori Directore allda. Mskr. XI, 541. E. in St. Florian. Nur Textheft. 10 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Der für die Sünde der Welt gemarterte, und sterbende Jesus in einen oratorio am Heil. Chor Freytag Bey dessen heil. Grab vorgetragen in die Music gesezt von J. Francisco Aumonn des Löblichen Stiffts zu St. Florian capitular und Chori Musici Directore. 1771. Mskr. XI, 541. E. in St. Florian. Nur Textheft. 8 S. 4°. (2 Exemplare.). &lt;br /&gt;
Außerdem sind von ihm noch mehrere andere handschriftliche Kompositionen im Stift [[St. Florian]] und einige Messen im Musikarchiv von Kremsmünster vorhanden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Franz_Josef_Aumann&amp;diff=249</id>
		<title>Franz Josef Aumann</title>
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		<updated>2020-02-24T10:18:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Franz Ser. Aumann&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1728/03/19&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Traismauer (Niederösterreich)&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1797/03/30&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 20f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Franz Aumann, * 19. März 1728 in Traismauer in Niederösterreich (Nach [[Pscharr]] wurde er am 24. Februar 1729 geboren), † 30. März 1797 in St. Florian, studierte in Wien Philosophie und wurde am 29. April 1753 im Augustiner-Chorherrenstift [[St. Florian]] eingekleidet. Nach Ablauf des Noviziates legte er die Profess ab, und am 30. Jänner 1757 verrichtete er sein erstes heiliges Messopfer. Am 1. Dezember 1755 war er bereits zum Regenschori ernannt worden. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tod am 30. März 1797. Pscharr bezeichnet ihn in seinem Catalogus als &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;praeclarum musicarum rerum compositorem&amp;quot;. Auch danach wurden seine Kompositionen von Kennern beachtet und bewundert.&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Der am Rausche unschuldige Bachus. Ein Singspiel in einem Aufzug. (2 Baß, 1 Tenor, 1 Alt, 2 Sopran, 2 Violinen mit Clavicembalo und Violone, 2 Corni und 2 Oboi.) Text von P. Maurus Lindemayr aus Lambach. Mskr. in Lambach. &lt;br /&gt;
* Bäurische Lieder von P. Maurus Lindemayr mit Melodien von Aumann Fr. Eigenh. Mskr. in St. Florian XI, 577. A. &lt;br /&gt;
* Cassatio à 2 Violini, Viola oblig. e Basso. Mskr. im Stifte Lambach. &lt;br /&gt;
* dto. in D à 2 Violini, Flautello Concto, Alto, Viola e Violoncello. Ebd. &lt;br /&gt;
* dto. in G à 2 Violini, Viola oblig. Violoncello Solo, Basso et Fagotto obligato. Ebd. &lt;br /&gt;
* Divertimento in G à 2 Violini, 2 Corni, Viola oblig. Clarini 2 Basso. Ebd. &lt;br /&gt;
* dto. in C à 5 lnstrument (2 Violini, 2 Violae di Prazzio con Violone). Ebd. &lt;br /&gt;
* dto. in A. Ebd. &lt;br /&gt;
* dto. in G, 2 Violini, 2 Violae e Basso. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Vidi aquam (temp. pasch.) à 4 voc. in Contrapuncto con Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Regina coeli (temp . pasch.) à 2 Soprani Concta, Alto, Tenore Basso, ripieno; Violini 2, Clarini 2 con Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* Hymnus de dedicatione ecclesiae. à 4 voc. und kleines Orchester. Ebd. &lt;br /&gt;
* 2 Veni Sancte Spiritus. Ebd. &lt;br /&gt;
* Psalmen: a) Beatus vir, in D; b) Confitebor, in G; c) Confitebor (De Angelis), d) Laudate pueri, in F; e) De profundis, in B; f) Memento Domine David: in D; g) Credidi, in B; h) Domine probasti me, in G-moll; i) Laetatus sum, in A; k) Nisi Dominus, in E; l) Lauda Jerusalem; m) Lauda Jerusalem, in C; n) Beati omnes. Alle diese Psalmen à 4 voc. mit kleinem Orchester. Ebd.&lt;br /&gt;
* Dixit Dominus et Magnificat, longius durant. à 4 voc. 2 Violini, 2 Clarini, Organo et Violone. Ebd. &lt;br /&gt;
* Dixit Dominus et Magnificat, brevius durant. – dto. Ebd. &lt;br /&gt;
* 6 Magnificat à 4 voc. con Organo et Violone. Ebd. &lt;br /&gt;
* 8 Magnificat. – dto. Ebd. &lt;br /&gt;
* Vesperae solemnes et breves in pleno cum Clarinis. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Requiem in C-moll à 4 voc. 2 Violini, Violone e Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Requiem in Es à 4 voc. 2 Violini, Violone, 2 Corni e Organo. Mskr. in St. Florian. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in G à 4 voc. Conc., 2 Violini, Violone e Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in C – dto. – 2 Haubois e 2 Clarini. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in C – dto. – Tympani. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in F – dto. – Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in C – dto. – 2 Clarini. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa in C – dto. – 2 obligat. Tromboni, 2 obligat. Clarini, Tympani. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa pastoralis in G à 4 voc. 2 Violini, 2 Clarini, Org. e Violone. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Missa pastoralis in G à 4 voc. 2 Violini, 2 Clarini e Organo. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Offertorium de temp. pasch. Ebd. &lt;br /&gt;
* 1 Offertorium B. M. V. Ebd. &lt;br /&gt;
* Aria à Due pro sepolchro Domini f. cant. und Baß-Soli, 2 Violini, Viola. Ebd. &lt;br /&gt;
* Responsoria ad Matutinum in Festo Nativ. D. N. J. C. In St. Florian. &lt;br /&gt;
* 2 Responsoria für die Charwoche: a) Ecce quomodo moritur Justus; b) Tenebrae factae sunt. Ebd. Betrachtung über dem von dem Creuz abgenohmenen Leichnam des Erlösers bey dessen allerheiligsten Grab an dem H. Chor-Freytag in der Stüfft-Kirchen deren Regulirt-Lateranensischen Chor-Herrn S. Augustini zu St. Florian. Gesungen in dem Jahr 1759. In die Music gesezt von R. D. Francisco Aumon Professen, und Chori Directore allda. Mskr. XI, 541. E. in St. Florian. Nur Textheft. 10 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Der für die Sünde der Welt gemarterte, und sterbende Jesus in einen oratorio am Heil. Chor Freytag Bey dessen heil. Grab vorgetragen in die Music gesezt von J. Francisco Aumonn des Löblichen Stiffts zu St. Florian capitular und Chori Musici Directore. 1771. Mskr. XI, 541. E. in St. Florian. Nur Textheft. 8 S. 4°. (2 Exemplare.). &lt;br /&gt;
Außerdem sind von ihm noch mehrere andere handschriftliche Kompositionen im Stifte St. Florian und einige Messen im Musikarchiv von Kremsmünster vorhanden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Franz_Klaudius_Kr%C3%B6ll&amp;diff=247</id>
		<title>Franz Klaudius Kröll</title>
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		<updated>2020-02-24T10:14:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung; Musterartikel? Text fehlt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Franz Klaudius Kröll&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1657/04/16&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Wolfsberg (Kärnten)&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1716/04/16&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Propst&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|GND=http://d-nb.info/gnd/1037376668&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 3f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Franz Klaudius Kröll, * 16. April 1657 in Wolfsberg (Kärnten), ✝︎ 16. April 1716, trat am 21. November 1675 in das Stift [[St. Florian]] ein und legte am 22. November 1676 die Profess ab. Seine philosophische und theologische Bildung absolvierte er am Collegium Germanicum in Rom, wo er am 15. August 1682 seine Primiz feierte. Dort hatte er sich so hervorgetan, dass die Jesuiten am Ende seiner Laufbahn im Kollegium an den damaligen Propst des Stiftes St. Florian [[David]] schrieben: » Angelum nobis misisti; hunc et virum lnfula dignum remittimus.« Kröll war zunächst Pfarrverweser im Stift, dann vom 6. Oktober 1686 bis Jänner 1687 in [[Hargelsberg (Pfarre)|Hargelsberg]], seit 1. Jänner 1690 in [[Ebelsberg (Pfarre)|Ebelsberg]] und von 1695 an in [[Lasberg (Pfarre)|Lasberg]]. 1697 wurde er zum Stiftsdechant und am 21. Oktober 1700 zum Propst gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Amtszeit wurden die von seinem Vorgänger Propst [[Matthäus von Weißenberg]] begonnenen Bauarbeiten am neuen Stiftsgebäude fortgesetzt­ und die ganze westliche Hauptseite mit dem Portal und dem Stiegenhaus vollendet. An der Kirche ließ Propst Franz den Frauenturm errichten. In dieser Zeit finden sich zahlreiche Maler, Bildhauer und andere Kunsthandwerker aus dem römischen-deutschen Reich und Italien ein, die im Auftrag von St. Florian, für die Gestaltung und Ausstattung der Innenräume zuständig waren. Außerdem ließ Propst Franz noch das Schloss zu Marbach und den Pfarrhof zu [[Wind­hag (Pfarre)|Windhag]] bauen, nachdem er diesen Ort vom Verband mit Grünbach getrennt und zur Pfarre erhoben hatte. Kaiser Josef I. bot in einem eigenhändigen Brief ein Bistum an, was Propst Franz ablehnte. Er starb am 16. April 1716.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reden==&lt;br /&gt;
* Sol Benedictinus oder Hellglantzender Sonnen-Planet deß Benedictinischen Himmels an dem Oärstnerischen Horizonte, das ist: Unvergleichliche Wunder­ und Tugend-Strahlen deß Heiligen Bertholdi, sonderbahren Schutz-Patron und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Max Mustermann, etc.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Franz_Josef_Freindaller&amp;diff=246</id>
		<title>Franz Josef Freindaller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://sacra.wiki/index.php?title=Franz_Josef_Freindaller&amp;diff=246"/>
		<updated>2020-02-24T10:05:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Franz J. Freindaller&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1753/02/02&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Ybbs (Niederösterreich)&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1825/12/29&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 32-38.&lt;br /&gt;
Gaisberger, Erinnerung an Franz J. Freindaller. &amp;quot;Theol.-prakt. Quartalschr.&amp;quot; 1848, II, S. 3–32; lll, S. 3–27. – Felder, Gelehrten- und Schriftsteller-Lexikon der deutschen kath. Geistlichkeit, I, S. 240–243. – Österr. National-Enzyklopädie, II, S. 203–204. – Wurzbach, Biogr. Lexikon, 4, S. 349. – Linzer Musealbericht, 17, S. 187–190. – Necrolog im &amp;quot;Österr. Bürgerblatt&amp;quot;, abgedr. in Stülz, Geschichte von Vöcklabruck. – Mühlbacher, Die Lit. Leistungen des Stiftes St. Florian, S. 112–139. – Österr. Vierteljahrsschrift, 11, S. 411 bis 452 (acht Briefe d. Kard.-Erzbisch. Karl Kajetan Grafen v. Gaisruck an Franz Freindaller). Wetzer und Weite, Kirchenlexikon, 4. Bd., 1990–1991.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Franz J. Freindaller, * 2. Februar 1753 in Ybbs (Niederösterreich), † 29. Dezember 1825 in St. Florian, absolvierte seine Gymnasial- und philosophischen Studien in Krems und Linz und wurde im Jahr 1770 in das Stift [[St. Florian]] aufgenommen. Propst [[Matthäus]] sandte ihn nach Wien, um an der von Maria Theresia neugestalteten Hochschule seine theologischen Studien zu vollenden. Der jüngere [[Gazzaniga]], [[Bertieri]], [[Martini]] und [[Wurz]] waren seine Lehrer. Er schloss sich namentlich an den ersteren an und teilte dessen Ansichten; alle Leistungen Freindallers sind geprägt von dieser Schule. Zwischen dem Schüler und seinem Lehrer bildete sich eine innige Freundschaft.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach Ablegung der Prüfungen kehrte Freindaller 1777 in das Stift zurück und, zum Priester geweiht, erhielt er seine Bestimmung als Kooperator in [[Feldkirchen (Pfarre)|Feldkirchen]], von wo er nach kurzem Aufenthalt als Lehrer der geistlichen Beredsamkeit an die theologische Hauslehranstalt zurückberufen wurde. Bedeutungsvoll wurde diese Zeit für Freindaller dadurch, dass sie ihm Gelegenheit bot, an seiner wissenschaftlichen Bildung zu arbeiten. Eine auserlesene Bibliothek stand ihm zur Verfügung. Propst [[Ziegler]] förderte ihn in jeder Beziehung. In dieser Zeit erwarb sich Freindaller jene Kenntnisse, die ihn später befähigten, an die Spitze einer Zeitschrift zu treten, welche in kurzer Zeit großes Renommee in Österreich erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Errichtung der Generalseminarien 1784 wurde auch die theologische Lehranstalt des Stiftes aufgelöst. Freindaller arbeitete nun wieder in der Seelsorge. Die Verhältnisse seiner Pfarre [[Regau (Pfarre)|Regau]], in der sich nach dem Toleranzedikt eine protestantische Gemeinde gebildet hatte, boten ihm reichliche Gelegenheit, sich zu bewähren. Die Erfahrungen, die er hier sammelte, beeinflussten seine schriftstellerische Tätigkeit; bevorzugt beschäftigte er sich fortan mit den Kontroverspunkten. Seine materielle Stellung war jedoch dürftig. Er bat deshalb schon am 18. November 1784 resignieren zu dürfen; Denunziationen verleideten ihm noch mehr den Aufenthalt in Regau. Er begrüßte daher seine Versetzung nach [[St. Gotthard (Pfarre)|St. Gotthard]] 1786, das er fünf Jahre später mit [[St. Martin (Pfarre)|St. Martin]] vertauschte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner seelsorglichen Tätigkeit widmete sich Freindaller weiter seinen wissenschaftlichen Bestrebungen. Als daher nach Aufhebung der Generalseminarien die Errichtung einer theologischen Lehranstalt für Oberösterreich geplant wurde, wurde Freindaller für die Lehrkanzel der Dogmatik sogleich in Aussicht genommen. Freindaller rechtfertigte später als Theologieprofessor am k. k. Lyzeum in Linz dieses Vertrauen. &amp;quot;Was er an dieser Stelle&amp;quot;, bemerkt sein Biograph &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(vgl. Gaisberger, Erinnerung an Franz J. Freindaller, Separatabdr. S. 9, vgl. Linzer Musealbericht 17, S. 188.)&amp;lt;/span&amp;gt;, &amp;quot;Segensvolles gewirkt, wie er seinen Unterricht durch die innigste Wärme der Überzeugung von der Wahrheit des Vorgetragenen, durch den Edelmut seines Charakters und durch die Reinheit seines Wandels bei seinen Schülern erst wahrhaft wirksam und fruchtbringend machte, darüber war von jeher nur eine ungeteilte Stimme.&amp;quot; Dieselbe Anerkennung für seine Lehrtätigkeit sprachen ihm der Bischof, der ihn zum Konsistorialrat ernannte (23. August 1803), und der Kaiser aus, der ihm die goldene Medaille der größeren Gattung samt Kette verlieh (6. Oktober 1803).&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Wegen seiner angegriffenen Gesundheit legte Freindaller, der eine Berufung an die Wiener Universität abgelehnt hatte, 1803 seine Professur nieder. Er wurde Pfarrverweser in [[Niederwaldkirchen (Pfarre)|Niederwaldkirchen]] und drei Jahre später in [[Vöcklabrück(Pfarre)|Vöcklabruck]]. Der Wiener Friede (1809) hatte jenen Teil des Hausruckviertels, in dem Vöcklabruck liegt, bis zur definitiven Regelung der Leitung einer Landeskommission in Ried unterstellt. Als diese 1810 das Verbot erließ, von dem Konsistorium in Linz Verordnungen und Befehle anzunehmen, erhob Freindaller dagegen Einsprache. Bald kam aber jene Gegend an Bayern. Freindaller wurde von der provisorischen Regierung aufgefordert, sich der Deputation anzuschließen, welche die neue Provinz der Gnade des Königs empfehlen sollte, und fand in München die Aufnahme. Bald darauf wurde er von der bayrischen Regierung &amp;quot;in Erwägung seiner bisher bewiesenen Einsichten, seines rühmlichen Fleißes und seiner Verdienste um die öffentlichen Unterrichtsanstalten&amp;quot; definitiv als Distriktsschulinspektor bestätigt; ein Jahr früher war er bereits zum Dechant ernannt worden. Freindaller wurde auch mit der Belehrung und Bekehrung der sogenannten Pöschlianer, einer schwärmerisch-chiliastischen Sekte, die zu Beginn des Jahres 1814 um Vöcklabruck auftauchte, betraut. Es gelang ihm vollständig, die Pöschlianer zu bekehren. Die letzten Jahre widmete er, nachdem er 1818 das Dekanat niedergelegt und eine Berufung in das Domkapitel von Salzburg abgelehnt hatte, der Weiterführung seiner Arbeiten zur Verbesserung des Diözesanrituals, die noch vom Konsistorium von Salzburg eingeleitet worden waren. Sie wurden jedoch nicht benützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freindaller erlebte seine nahe Sekundiz nicht mehr. Er starb am 29. Dezember 1825, verehrt und geliebt von allen, die ihn kannten. &amp;quot;Hätte ich in meiner Diözese und vorzüglich unter meinen Dechanten&amp;quot;, schrieb ihm einmal der neuernannte &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Bischof von Linz Hohenwart (Brief vom 1. März 1815), &amp;quot;mehrere Freindaller, so möchte ich mich der Zukunft wegen noch eher beruhigen; allein wo fände ich solche Männer?&amp;quot;&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Trauerrede auf die Allerdurchlauchtigste, Großmächtigste, weiland Römische Kaiserinn, Königinn, Maria Theresia, Königinn von Hungarn, Böheim, ..., als für lhro Kaiserliche, Königl. Apostol. Majestät den 21. Christmonats 1780. in der Kollegiatkirche der reg. Chorherren des heiligen Augustin zu St. Florian in Oberösterreich das erste feyerliche Seelenamt gehalten wurde. Verfasset und vorgetragen von ... Wien, bey Joseph Edlen von Kurzbeck. 53 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Rede von der priesterlichen Sendung, als Herr Ignatz Mayr reg. Kanonikus des heiligen Augustins im Kollegiatstifte zu St. Florian am I. Sonntage nach Ostern im Jahre 1782. sein erstes heiliges Meßopfer dem Allerhöchsten entrichtete. Linz, mit Feichtingerischen Schriften. 38 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Kurze Predigten bei der nachmittägigen Andacht am Ostertage. Mit zwo österlichen Kommunionreden an Kinder. Wien 1790, bey Jos. Edlen v. Kurzbeck. IV und 52 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Rede am priesterlichen Jubelfeste des hochw., wohlgebohrnen, hochgelehrten Herrn Joseph Schiffermayr, im Kollegiatstifte der reg. Chorherren zu St. Florian würdigsten Dechants. Gehalten den VI. Sonntag nach Christi Erscheinung 1791. Wien 1791, bei Jos. Edlen v. Kurzbeck. 45 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Trauerrede auf weiland Ihre königliche Majestäten Ludwig XVI. König in Frankreich, und Maria Antonia, Erzherzoginn von Österreich, Königinn von Frankreich. Gehalten zu Valenciennes, als es kaiserlich war, am 21. Jänner 1794 von Herrn Abbé Levis. Aus dem Französischen übersetzt. Linz, gedruckt mit Feichtingerischen Schriften. 50 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Predigt von der Nachfolge Jesu. Gehalten am Feste des Heil. Stephanus 1796 bey einer häuslichen Feyerlichkeit der reg. Chorherren zu St. Florian von einem derselben. Linz 1797, bey Feichtinger. 28 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Kurze Reden bey dem akademischen Gottesdienste in Linz. Linz 1799, zu finden bey Joseph Fink. Gedruckt mit Feichtinger'schen Schriften. XVI und 295 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Akademische Rede über die Pflicht studierender Jünglinge, in der Religionswissenschaft ohne Unterlaß fortzuschreiten. Vorgelesen bey der feyerlichen Wiedereröffnung der Schulen am k. k. Lycaeum zu Linz, den 20. Oktober 1800. Gedr. mit Feichtinger'schen Schriften 24 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Caji, Romani presbyteri, (uti videtur) fragmentum acephalum de canone divinorum novi foederis librorum. Lincii 1803, typis Feichtingerianis. 50 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Animadversiones in libellum, cui titulus: Recensio critica dissertationis de Rosario a Linciensibus Theologis editae. Lincii 1806. 15 S. 8°. [Anonym.] (Auch deutsch unter dem Titel: Etwas zur Beantwortung der Schrift: Recensio critica a Linciensibus Theologis editae de Rosario dissertationis in forma responsi ad amicum publici iuris facta. Posonii 1805. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg. (1807), 1. Bd., S. 282–294.)&lt;br /&gt;
* Versuch eines Leitfadens zu einem stufenweise fortschreitenden Unterrichte der Kinder in der Religion, als Anhang zur theol.-prakt. Linzer-Monathschrift. Linz 1806, bey Joseph Fink. 151 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Populäre Darstellung der Wahrheit: daß Christus in uns wohne. In einem Schreiben an gewesene Religionsschwärmer [Pöschlianer]. (Später in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. V, 2, S. 323–339 veröffentlicht. S. 334 wird auch ein früheres Schreiben erwähnt.)&lt;br /&gt;
* Biographische Nachrichten von weiland dem Hochwürdigsten, am 18. Junius 1807 verstorbenen Bischof in Linz, Joseph Anton Gall. Linz 1808. 45 S. 8°. (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. V, 2, S. 253–295.) &lt;br /&gt;
* Skizze einer christkatholischen Dogmatik, oder christl. Glaubenslehren nach dem echten kath. Lehrbegriffe. Linz 1810. XII und 90 S. 8°. 2. Aufl. 1815. &lt;br /&gt;
* Predigt über I. Petri: II, 13, 14. Am allerhöchsten Nahmensfeste Seiner Majestät Maximilian Joseph Allerdurchlauchtigsten Königs von Bayern. Nach erfolgter Besitznahme des abgetretenen Theils Oberösterreichs. Gehalten in der Pfarrkirche zu Vöcklabruck. Salzburg 1810. Gedruckt in der Mayr'schen Buchdruckerey. 16 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Über das Benehmen des Seelsorgers in Ertheilung des sechswöchentlichen, in den österr. k. k. Staaten bey dem Übertritt zu einer tolerirten Confession gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts. Ein Nachtrag zum Giftschützischen Lehrbuch der Pastoraltheologie. Salzburg 1812. ln Commission der Mayr'schen Buchhandlung. Gedruckt in der Zaunrith'schen Buchdruckerey zu Salzburg. 56 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Handbuch zur gleichförmigen Ertheilung des sechswöchentlichen, in den kaiserlich-österreichischen Staaten beym Übertritt zu einer tolerirten Confession gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts. Sammt einer nachträglichen Anweisung, wie dasselbe bey anderen seelsorglichen Amtshandlungen zu gebrauchen ist. Verfaßt im Jahre 1808/9. Linz 1813, bey Cajetan Haslinger, Buchhändler. XII und 356 S. 8°.&lt;br /&gt;
* Über das Bibellesen des gemeinen Mannes. Ein Gespräch. Salzburg 1815. Gedruckt mit Zaunrith'schen Schriften. 48 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. IV. Jg., 1. Bd., S. 133–178.)  &lt;br /&gt;
* Ablaß-Predigt. Salzburg 1816. In Commission der Mayr'schen Buchhandlung, und für die k. k. österr. Staaten in der Haslinger'schen zu Linz. 26 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. IV. Jg., 2. Bd., S. 126–147.) &lt;br /&gt;
* Ewigdenkwürdiges Mayenfest des Jahres 1816. Gefeyert in den zwey Städten des vom Hause Österreich zurückgenommenen Hausruckviertels, Vöcklabruck und Schwannenstadt. Salzburg, gedr. mit Zaunrith'schen Schriften. 24 S. 8°. Darin: Anrede, welche bey dem Dankfeste zu Vöcklabruck von Franz Freindaller, Stadtpfarrer und Dechant, gehalten wurde. S. 17–24. (Vielleicht das ganze Büchlein von Freindaller verfaßt und herausgegeben.) &lt;br /&gt;
* Vertraute Reden an junge Diener der Kirche in den Tagen ihrer jährlichen Geistesversammlung. Salzburg 1817. In der Mayrischen Buchhandlung. VIII und 160 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. III. Jg., 1. Bd., S. 89–112, 264–285; 2. Bd., S. 27–55, 296–321; IV. Jg., 1. Bd., S. 189–213; 2. Bd., S. 266–293.)  &lt;br /&gt;
* Denkschrift auf den seligen Herrn Georg Rechberger, der Rechte Doktor, und Kanzler des bischöfl. Consistoriums in Linz. Linz 1809, bey Cajetan Haslinger, 46 S. 8°. (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. VII. Jg., 1. Bd., S. 161–203.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freindallers größtes literarisches Verdienst besteht in der Herausgabe der &amp;quot;Theolog.-Prakt. Monathschrift zunächst für Seelsorger&amp;quot;. (Herausg. in Linz von einer Gesellsch. Mit Feichtinger'schen Schriften.) Sie trat im Jahre 1802 ins Leben. Sie fand in kurzer Zeit weit über die Grenzen Österreichs hinaus Verbreitung. Schon 1805 wurde eine zweite Auflage nötig. Das Kriegsjahr 1805 aber brachte das Erscheinen der Zeitschrift ins Stocken. Nach einjähriger Unterbrechung erschien sie 1807 wieder als &amp;quot;Neue theolog.-prakt. Monathschrift zunächst für Seelsorger&amp;quot; (Linz, in Commiss. bey Cajetan Haslinger, mit Feichtinger'schen Schriften), dazu kam in demselben Jahre ein literarischer Anzeiger. 1812 erschien der erste Band der &amp;quot;Quartalschrift für kath. Geistliche. Als Fortsetzung der theolog.-prakt. Linzermonathschrift&amp;quot; in Salzburg (in Commiss. der Mayr'schen Buchhandlung und für die k. k. österr. Staaten in der Haslinger'schen zu Linz, mit Zaunrith'schen Schriften). 1816 erhielt sie den Titel: &amp;quot;Neue Quartalschrift für kath. Geistliche. Als Fortsetzung ...&amp;quot;; daneben führte sie den Titel: &amp;quot;Neueste Theologisch-praktische Monathschrift zunächst für Seelsorger.&amp;quot; 1819 legte Freindaller die Redaktion nieder; einer seiner Freunde sollte das Werk weiterführen. Doch es kam nicht zustande, obgleich sich Freindaller erboten hatte, den Vorrat an Aufsätzen seinem Nachfolger zu überlassen und selbst noch an der Zeitschrift mitzuarbeiten. So entschloss sich Freindaller nach einjähriger Unterbrechung 1821 noch einen letzten Jahrgang seiner Zeitschrift zu veröffentlichen. Das ganze Werk umfasst 34 Bde. in 8°. (1828 erschien ein alphabet. Verzeichnis aller darin enthaltenen Aufsätze und Abhandlungen.)&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
==Weitere Werke== &lt;br /&gt;
* Was ist christliches Dogma? Theol.-Prakt. Monathschr. I. Jg., 1. Bd., S. 1–20. &lt;br /&gt;
* Kurze Geschichte des unter Kaiser Leopold I. von Spinola, Bischof zu Neustadt gemachten Reunionsversuches der Protestanten. Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 67–85. &lt;br /&gt;
* Ist eine erkennbare moralische Beziehung ein wesentliches Erforderniß eines Dogmas? Gibt es Dogmen, die keine haben? Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 112–126. &lt;br /&gt;
* Skizze der christlichen Glaubenslehren nach dem echten katholischen Lehrbegriffe in ihrer Verbindung, und moralischen Beziehung. Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 237–348. &lt;br /&gt;
* Beyträge zur Kenntniß und Berichtigung der vorzüglichsten religiösen Volksirrtümer. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 37–52; Dogmatische Volksirrtümer S. 89–131; Moralische ... S. 197–229; Liturgische ... S. 165–291. &lt;br /&gt;
* Über den sechswöchentlichen Unterricht angehender Akatholiken. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 333–346; 2. Bd., S. 1–33, 89–101, 177–197, 257–274; 3. Bd., S. 33–42, 111–138. &lt;br /&gt;
* Von der ursprünglichen Einführung des Christenthums in Oberösterreich, und dessen baldigen Verbreitung. Ebd. III. Jg., 1. Bd., S. 1–42. &lt;br /&gt;
* Über das praktische Moment des christlichen Hauptdogma von der Menschwerdung des Sohnes Gottes. Ebd. IV. Jg., 2. Bd., S. 3–39. &lt;br /&gt;
* Kurze Darstellung des Zustandes der theologischen Wissenschaften im katholischen Deutschlande seit ungefähr fünfzig Jahren, als Einleitung zum litterarischen Anzeiger. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg., 2. Bd., S. 348–397. &lt;br /&gt;
* Von dem Unterrichte, den der Seelsorger den Hebammen zu ertheilen hat. Ebd. VII. Jg., 2. Bd., S. 165–182. &lt;br /&gt;
* Über einige gewöhnliche Entschuldigungen der Nachlässigkeiten beym Seelsorgeramte. Ebd. VIII. Jg., 1. Bd., S. 204–222. &lt;br /&gt;
* Aus dem pfarrlichen Amtsleben. Quartalschrift. I. Jg., 2. Bd., S. 292–310; II. Jg., 2. Bd., S. 253–294; III. Jg., 1. Bd., S. 113–136, 351–377; 2. Bd., S. 108–131, 348–360; IV. Jg., 1. Bd., S. 38–65; 2. Bd., S. 102–125, 315–351; (Neue Quartalschr.) V.Jg., 1. Bd., S. 128–151, 331–350; 2. Bd., S. 135–171, 301–322; VI. Jg., 1. Bd., S. 225–287; 2. Bd., S. 101–149, 323–355; VII. Jg., 1. Bd., S. 150–180, 257–296; 2. Bd., S. 138–160, 275–296, 346–372. &lt;br /&gt;
* Antwort auf die Frage, ob es war sey, was der protestantische Gelehrte, Herr Prof. Eichhorn, in seiner Geschichte der Litteratur von ihrem Anfange bis auf die neuesten Zeiten (zweyten Band, erste Hälfte, S. 671) schreibet: &amp;quot;daß selbst die Theologen der kath. Kirche zuletzt dem Strome der Zeit hätten weichen müssen, und ihre patristisch-scholastische Dogmatik als exoterische Lehre hätten stehen lassen, zur esoterischen aber den philosophischen Deismus gemacht haben.&amp;quot; Quartalschr. II. Jg., 1. Bd., S. 134–152. &lt;br /&gt;
* Unterredung eines Pfarrers mit Brautleuten über das Zechen und Tanzen vor der Copulation. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 282–295. * Anzeige eines sehr merkwürdigen Buches: Friedensworte an die kath. und protest. Kirche für ihre Wiedervereinigung. Sulzbach ... 1810. Ebd. III. Jg., 2. Bd., S. 322–347. &lt;br /&gt;
* Beylage zu dem Aufsatze: &amp;quot;Über Form und Reform der Klöster.&amp;quot; Neue Quartalschr. V. Jg., 2. Bd., S. 45–55. &lt;br /&gt;
* Über die Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles in Mailand. Ebd. VI. Jg., 1. Bd., S. 177–192. &lt;br /&gt;
* Recension des vierten Fragments vom sel. Domherrn Kramer: Fragmentum historicum, nannte er es, ad praecedentia fragmenta de Neoterica Religionis et Ecclesiae Catholicitate subsidiarium. Ebd. VI. Jg., 2. Bd., S. 273–289. &lt;br /&gt;
* Denkschrift auf den seligen Herrn Aloys Sandbichler, Doktor und Professor der Theologie am k. k. Lyceum in Salzburg. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 1–31. (Auch in dem Büchlein: Dem Andenken Aloys Sandbichler's, Professor ... Biogr. Skizze von einigen Freunden des Seligen, welche ihn näher kannten, entworfen. Besonders abgedr. aus der Neuen Quartalschrift für kath. Geistliche. Salzburg 1820. In der Mayr'schen Buchhandlung. IV und 43 S. 8°. &lt;br /&gt;
* An Sandbichler 's Grabe. Ode. Ebd. VII. Jg., l. Bd., S. 41–43. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Nacherinnerung&amp;quot; zu dem Aufsatze: &amp;quot;Gedanken zu Dr. Feßler's Ansichten von Religion und Kirchenthum. Vom verewigten Herrn Dr. und Professor Sandbichler, in Briefen an den Herausgeber.&amp;quot; Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 118–133. &lt;br /&gt;
* Revision des Aufsatzes über das Ehe-Aufgeboth im I. Jahrg. der Linzer-Monathschrift I. Bande S. 52. Nach beyden Auflagen. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 134–149. &lt;br /&gt;
* Über das Geschichtliche der göttlichen Offenbarung. Mit Beantwortung der von den Rationalisten aufgeworfenen Vorfrage: Ob es nicht besser gewesen wäre, im Falle Gott eine Offenbarung den Menschen machen wollte, sie ohne Geschichte in einem bündigen Systeme mitzutheilen. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 207–221; 2. Bd., S. 61–102, 193–225. &lt;br /&gt;
* Revision des Aufsatzes von den geheimen Ehehindernissen im ersten Jahrg. der Linzer-Monathschrift, zweyten Band, S. 170. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 222–256. &lt;br /&gt;
* Über das so angerühmte Buch: Stunden der Andacht, besonders nach der fünften Auflage. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 297–334. &lt;br /&gt;
* Warum ist Jesus so frühe von dem Schauplatze dieser Erde abgetreten. Ebd. VII. Jg., 2. Bd., S. 51–60.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Franz_Josef_Freindaller&amp;diff=245</id>
		<title>Franz Josef Freindaller</title>
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		<updated>2020-02-24T10:00:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Franz J. Freindaller&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1753/02/02&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Ybbs (Niederösterreich)&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1825/12/29&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 32-38.&lt;br /&gt;
Gaisberger, Erinnerung an Franz J. Freindaller. &amp;quot;Theol.-prakt. Quartalschr.&amp;quot; 1848, II, S. 3–32; lll, S. 3–27. – Felder, Gelehrten- und Schriftsteller-Lexikon der deutschen kath. Geistlichkeit, I, S. 240–243. – Österr. National-Enzyklopädie, II, S. 203–204. – Wurzbach, Biogr. Lexikon, 4, S. 349. – Linzer Musealbericht, 17, S. 187–190. – Necrolog im &amp;quot;Österr. Bürgerblatt&amp;quot;, abgedr. in Stülz, Geschichte von Vöcklabruck. – Mühlbacher, Die Lit. Leistungen des Stiftes St. Florian, S. 112–139. – Österr. Vierteljahrsschrift, 11, S. 411 bis 452 (acht Briefe d. Kard.-Erzbisch. Karl Kajetan Grafen v. Gaisruck an Franz Freindaller). Wetzer und Weite, Kirchenlexikon, 4. Bd., 1990–1991.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Franz J. Freindaller, * 2. Februar 1753 in Ybbs (Niederösterreich), † 29. Dezember 1825 in St. Florian, absolvierte seine Gymnasial- und philosophischen Studien in Krems und Linz und wurde im Jahr 1770 in das Stift [[St. Florian]] aufgenommen. Propst [[Matthäus]] sandte ihn nach Wien, um an der von Maria Theresia neugestalteten Hochschule seine theologischen Studien zu vollenden. Der jüngere [[Gazzaniga]], [[Bertieri]], [[Martini]] und [[Wurz]] waren seine Lehrer. Er schloss sich namentlich an den ersteren an und teilte dessen Ansichten; alle Leistungen Freindallers sind geprägt von dieser Schule. Zwischen dem Schüler und seinem Lehrer bildete sich eine innige Freundschaft.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach Ablegung der Prüfungen kehrte Freindaller 1777 in das Stift zurück und, zum Priester geweiht, erhielt er seine Bestimmung als Kooperator in [[Feldkirchen (Pfarre)|Feldkirchen]], von wo er nach kurzem Aufenthalt als Lehrer der geistlichen Beredsamkeit an die theologische Hauslehranstalt zurückberufen wurde. Bedeutungsvoll wurde diese Zeit für Freindaller dadurch, dass sie ihm Gelegenheit bot, an seiner wissenschaftlichen Bildung zu arbeiten. Eine auserlesene Bibliothek stand ihm zur Verfügung. Propst [[Ziegler]] förderte ihn in jeder Beziehung. In dieser Zeit erwarb sich Freindaller jene Kenntnisse, die ihn später befähigten, an die Spitze einer Zeitschrift zu treten, welche in kurzer Zeit großes Renommee in Österreich erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Errichtung der Generalseminarien 1784 wurde auch die theologische Lehranstalt des Stiftes aufgelöst. Freindaller arbeitete nun wieder in der Seelsorge. Die Verhältnisse seiner Pfarre [[Regau (Pfarre)|Regau]], in der sich nach dem Toleranzedikt eine protestantische Gemeinde gebildet hatte, boten ihm reichliche Gelegenheit, sich zu bewähren. Die Erfahrungen, die er hier sammelte, beeinflussten seine schriftstellerische Tätigkeit; bevorzugt beschäftigte er sich fortan mit den Kontroverspunkten. Seine materielle Stellung war jedoch dürftig. Er bat deshalb schon am 18. November 1784 resignieren zu dürfen; Denunziationen verleideten ihm noch mehr den Aufenthalt in Regau. Er begrüßte daher seine Versetzung nach [[St. Gotthard (Pfarre)|St. Gotthard]] 1786, das er fünf Jahre später mit [[St. Martin (Pfarre)|St. Martin]] vertauschte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner seelsorglichen Tätigkeit widmete sich Freindaller weiter seinen wissenschaftlichen Bestrebungen. Als daher nach Aufhebung der Generalseminarien die Errichtung einer theologischen Lehranstalt für Oberösterreich geplant wurde, wurde Freindaller für die Lehrkanzel der Dogmatik sogleich in Aussicht genommen. Freindaller rechtfertigte später als Theologieprofessor am k. k. Lyzeum in Linz dieses Vertrauen. &amp;quot;Was er an dieser Stelle&amp;quot;, bemerkt sein Biograph &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(vgl. Gaisberger, Erinnerung an Franz J. Freindaller, Separatabdr. S. 9, vgl. Linzer Musealbericht 17, S. 188.)&amp;lt;/span&amp;gt;, &amp;quot;Segensvolles gewirkt, wie er seinen Unterricht durch die innigste Wärme der Überzeugung von der Wahrheit des Vorgetragenen, durch den Edelmut seines Charakters und durch die Reinheit seines Wandels bei seinen Schülern erst wahrhaft wirksam und fruchtbringend machte, darüber war von jeher nur eine ungeteilte Stimme.&amp;quot; Dieselbe Anerkennung für seine Lehrtätigkeit sprachen ihm der Bischof, der ihn zum Konsistorialrat ernannte (23. August 1803), und der Kaiser aus, der ihm die goldene Medaille der größeren Gattung samt Kette verlieh (6. Oktober 1803).&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Wegen seiner angegriffenen Gesundheit legte Freindaller, der eine Berufung an die Wiener Universität abgelehnt hatte, 1803 seine Professur nieder. Er wurde Pfarrverweser in [[Niederwaldkirchen (Pfarre)|Niederwaldkirchen]] und drei Jahre später in [[Vöcklabrück(Pfarre)|Vöcklabruck]]. Der Wiener Friede (1809) hatte jenen Teil des Hausruckviertels, in dem Vöcklabruck liegt, bis zur definitiven Regelung der Leitung einer Landeskommission in Ried unterstellt. Als diese 1810 das Verbot erließ, von dem Konsistorium in Linz Verordnungen und Befehle anzunehmen, erhob Freindaller dagegen Einsprache. Bald kam aber jene Gegend an Bayern. Freindaller wurde von der provisorischen Regierung aufgefordert, sich der Deputation anzuschließen, welche die neue Provinz der Gnade des Königs empfehlen sollte, und fand in München die Aufnahme. Bald darauf wurde er von der bayrischen Regierung &amp;quot;in Erwägung seiner bisher bewiesenen Einsichten, seines rühmlichen Fleißes und seiner Verdienste um die öffentlichen Unterrichtsanstalten&amp;quot; definitiv als Distriktsschulinspektor bestätigt; ein Jahr früher war er bereits zum Dechant ernannt worden. Freindaller wurde auch mit der Belehrung und Bekehrung der sogenannten Pöschlianer, einer schwärmerisch-chiliastischen Sekte, die zu Beginn des Jahres 1814 um Vöcklabruck auftauchte, betraut. Es gelang ihm vollständig, die Pöschlianer zu bekehren. Die letzten Jahre widmete er, nachdem er 1818 das Dekanat niedergelegt und eine Berufung in das Domkapitel von Salzburg abgelehnt hatte, der Weiterführung seiner Arbeiten zur Verbesserung des Diözesanrituals, die noch vom Konsistorium von Salzburg eingeleitet worden waren. Sie wurden jedoch nicht benützt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freindaller erlebte seine nahe Sekundiz nicht mehr. Er starb am 29. Dezember 1825, verehrt und geliebt von allen, die ihn kannten. &amp;quot;Hätte ich in meiner Diözese und vorzüglich unter meinen Dechanten&amp;quot;, schrieb ihm einmal der neuernannte &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Bischof von Linz Hohenwart (Brief vom 1. März 1815), &amp;quot;mehrere Freindaller, so möchte ich mich der Zukunft wegen noch eher beruhigen; allein wo fände ich solche Männer?&amp;quot;&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Trauerrede auf die Allerdurchlauchtigste, Großmächtigste, weiland Römische Kaiserinn, Königinn, Maria Theresia, Königinn von Hungarn, Böheim, ..., als für lhro Kaiserliche, Königl. Apostol. Majestät den 21. Christmonats 1780. in der Kollegiatkirche der reg. Chorherren des heiligen Augustin zu St. Florian in Oberösterreich das erste feyerliche Seelenamt gehalten wurde. Verfasset und vorgetragen von ... Wien, bey Joseph Edlen von Kurzbeck. 53 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Rede von der priesterlichen Sendung, als Herr Ignatz Mayr reg. Kanonikus des heiligen Augustins im Kollegiatstifte zu St. Florian am I. Sonntage nach Ostern im Jahre 1782. sein erstes heiliges Meßopfer dem Allerhöchsten entrichtete. Linz, mit Feichtingerischen Schriften. 38 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Kurze Predigten bei der nachmittägigen Andacht am Ostertage. Mit zwo österlichen Kommunionreden an Kinder. Wien 1790, bey Jos. Edlen v. Kurzbeck. IV und 52 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Rede am priesterlichen Jubelfeste des hochw., wohlgebohrnen, hochgelehrten Herrn Joseph Schiffermayr, im Kollegiatstifte der reg. Chorherren zu St. Florian würdigsten Dechants. Gehalten den VI. Sonntag nach Christi Erscheinung 1791. Wien 1791, bei Jos. Edlen v. Kurzbeck. 45 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Trauerrede auf weiland Ihre königliche Majestäten Ludwig XVI. König in Frankreich, und Maria Antonia, Erzherzoginn von Österreich, Königinn von Frankreich. Gehalten zu Valenciennes, als es kaiserlich war, am 21. Jänner 1794 von Herrn Abbé Levis. Aus dem Französischen übersetzt. Linz, gedruckt mit Feichtingerischen Schriften. 50 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Predigt von der Nachfolge Jesu. Gehalten am Feste des Heil. Stephanus 1796 bey einer häuslichen Feyerlichkeit der reg. Chorherren zu St. Florian von einem derselben. Linz 1797, bey Feichtinger. 28 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Kurze Reden bey dem akademischen Gottesdienste in Linz. Linz 1799, zu finden bey Joseph Fink. Gedruckt mit Feichtinger'schen Schriften. XVI und 295 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Akademische Rede über die Pflicht studierender Jünglinge, in der Religionswissenschaft ohne Unterlaß fortzuschreiten. Vorgelesen bey der feyerlichen Wiedereröffnung der Schulen am k. k. Lycaeum zu Linz, den 20. Oktober 1800. Gedr. mit Feichtinger'schen Schriften 24 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Caji, Romani presbyteri, (uti videtur) fragmentum acephalum de canone divinorum novi foederis librorum. Lincii 1803, typis Feichtingerianis. 50 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Animadversiones in libellum, cui titulus: Recensio critica dissertationis de Rosario a Linciensibus Theologis editae. Lincii 1806. 15 S. 8°. [Anonym.] (Auch deutsch unter dem Titel: Etwas zur Beantwortung der Schrift: Recensio critica a Linciensibus Theologis editae de Rosario dissertationis in forma responsi ad amicum publici iuris facta. Posonii 1805. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg. (1807), 1. Bd., S. 282–294.)&lt;br /&gt;
* Versuch eines Leitfadens zu einem stufenweise fortschreitenden Unterrichte der Kinder in der Religion, als Anhang zur theol.-prakt. Linzer-Monathschrift. Linz 1806, bey Joseph Fink. 151 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Populäre Darstellung der Wahrheit: daß Christus in uns wohne. In einem Schreiben an gewesene Religionsschwärmer [Pöschlianer]. (Später in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. V, 2, S. 323–339 veröffentlicht. S. 334 wird auch ein früheres Schreiben erwähnt.)&lt;br /&gt;
* Biographische Nachrichten von weiland dem Hochwürdigsten, am 18. Junius 1807 verstorbenen Bischof in Linz, Joseph Anton Gall. Linz 1808. 45 S. 8°. (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. V, 2, S. 253–295.) &lt;br /&gt;
* Skizze einer christkatholischen Dogmatik, oder christl. Glaubenslehren nach dem echten kath. Lehrbegriffe. Linz 1810. XII und 90 S. 8°. 2. Aufl. 1815. &lt;br /&gt;
* Predigt über I. Petri: II, 13, 14. Am allerhöchsten Nahmensfeste Seiner Majestät Maximilian Joseph Allerdurchlauchtigsten Königs von Bayern. Nach erfolgter Besitznahme des abgetretenen Theils Oberösterreichs. Gehalten in der Pfarrkirche zu Vöcklabruck. Salzburg 1810. Gedruckt in der Mayr'schen Buchdruckerey. 16 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Über das Benehmen des Seelsorgers in Ertheilung des sechswöchentlichen, in den österr. k. k. Staaten bey dem Übertritt zu einer tolerirten Confession gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts. Ein Nachtrag zum Giftschützischen Lehrbuch der Pastoraltheologie. Salzburg 1812. ln Commission der Mayr'schen Buchhandlung. Gedruckt in der Zaunrith'schen Buchdruckerey zu Salzburg. 56 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Handbuch zur gleichförmigen Ertheilung des sechswöchentlichen, in den kaiserlich-österreichischen Staaten beym Übertritt zu einer tolerirten Confession gesetzlich vorgeschriebenen Religionsunterrichts. Sammt einer nachträglichen Anweisung, wie dasselbe bey anderen seelsorglichen Amtshandlungen zu gebrauchen ist. Verfaßt im Jahre 1808/9. Linz 1813, bey Cajetan Haslinger, Buchhändler. XII und 356 S. 8°.&lt;br /&gt;
* Über das Bibellesen des gemeinen Mannes. Ein Gespräch. Salzburg 1815. Gedruckt mit Zaunrith'schen Schriften. 48 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. IV. Jg., 1. Bd., S. 133–178.)  &lt;br /&gt;
* Ablaß-Predigt. Salzburg 1816. In Commission der Mayr'schen Buchhandlung, und für die k. k. österr. Staaten in der Haslinger'schen zu Linz. 26 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. IV. Jg., 2. Bd., S. 126–147.) &lt;br /&gt;
* Ewigdenkwürdiges Mayenfest des Jahres 1816. Gefeyert in den zwey Städten des vom Hause Österreich zurückgenommenen Hausruckviertels, Vöcklabruck und Schwannenstadt. Salzburg, gedr. mit Zaunrith'schen Schriften. 24 S. 8°. Darin: Anrede, welche bey dem Dankfeste zu Vöcklabruck von Franz Freindaller, Stadtpfarrer und Dechant, gehalten wurde. S. 17–24. (Vielleicht das ganze Büchlein von Freindaller verfaßt und herausgegeben.) &lt;br /&gt;
* Vertraute Reden an junge Diener der Kirche in den Tagen ihrer jährlichen Geistesversammlung. Salzburg 1817. In der Mayrischen Buchhandlung. VIII und 160 S. 8°. (Auch in der Quartalschr. III. Jg., 1. Bd., S. 89–112, 264–285; 2. Bd., S. 27–55, 296–321; IV. Jg., 1. Bd., S. 189–213; 2. Bd., S. 266–293.)  &lt;br /&gt;
* Denkschrift auf den seligen Herrn Georg Rechberger, der Rechte Doktor, und Kanzler des bischöfl. Consistoriums in Linz. Linz 1809, bey Cajetan Haslinger, 46 S. 8°. (Auch in der Neuen theol.-prakt. Monathschr. VII. Jg., 1. Bd., S. 161–203.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freindallers größtes literarisches Verdienst besteht in der Herausgabe der &amp;quot;Theolog.-Prakt. Monathschrift zunächst für Seelsorger&amp;quot;. (Herausg. in Linz von einer Gesellsch. Mit Feichtinger'schen Schriften.) Sie trat im Jahre 1802 ins Leben. Ihre Gediegenheit brach ihr bald Bahn und in kurzer Zeit fand sie weit über die Grenzen Osterreichs hinaus Verbreitung. Schon 1805 wurde eine zweite Auflage nötig. Das Kriegsjahr 1805 aber brachte das Erscheinen der Zeitschrift ins Stocken. Nach einjähriger Unterbrechung erschien sie 1807 wieder als &amp;quot;Neue theolog.-prakt. Monathschrift zunächst für Seelsorger&amp;quot; (Linz, in Commiss. bey Cajetan Haslinger, mit Feichtinger'schen Schriften), dazu kam in demselben Jahre ein literarischer Anzeiger. 1812 erschien der erste Band der &amp;quot;Quartalschrift für kath. Geistliche. Als Fortsetzung der theolog.-prakt. Linzermonathschrift&amp;quot; in Salzburg (in Commiss. der Mayr'schen Buchhandlung und für die k. k. österr. Staaten in der Haslinger'schen zu Linz, mit Zaunrith'schen Schriften). 1816 erhielt sie den Titel: &amp;quot;Neue Quartalschrift für kath. Geistliche. Als Fortsetzung ...&amp;quot;; daneben führte sie den Titel: &amp;quot;Neueste Theologisch-praktische Monathschrift zunächst für Seelsorger.&amp;quot; 1819 legte Freindaller die Redaktion nieder; einer seiner Freunde sollte das Werk weiterführen. Doch es kam nicht zustande, obgleich sich Freindaller erboten hatte, den Vorrat an Aufsätzen seinem Nachfolger zu überlassen und selbst noch an der Zeitschrift mitzuarbeiten. So entschloß sich Freindaller nach einjähriger Unterbrechung 1821 noch einen letzten Jahrgang seiner Zeitschrift zu veröffentlichen. Das ganze Werk umfaßt 34 Bde. in 8°. (1828 erschien ein alphabet. Verzeichnis aller darin enthaltenen Aufsätze und Abhandlungen.)&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
==Weitere Werke== &lt;br /&gt;
* Was ist christliches Dogma? Theol.-Prakt. Monathschr. I. Jg., 1. Bd., S. 1–20. &lt;br /&gt;
* Kurze Geschichte des unter Kaiser Leopold I. von Spinola, Bischof zu Neustadt gemachten Reunionsversuches der Protestanten. Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 67–85. &lt;br /&gt;
* Ist eine erkennbare moralische Beziehung ein wesentliches Erforderniß eines Dogmas? Gibt es Dogmen, die keine haben? Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 112–126. &lt;br /&gt;
* Skizze der christlichen Glaubenslehren nach dem echten katholischen Lehrbegriffe in ihrer Verbindung, und moralischen Beziehung. Ebd. I. Jg., 1. Bd., S. 237–348. &lt;br /&gt;
* Beyträge zur Kenntniß und Berichtigung der vorzüglichsten religiösen Volksirrtümer. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 37–52; Dogmatische Volksirrtümer S. 89–131; Moralische ... S. 197–229; Liturgische ... S. 165–291. &lt;br /&gt;
* Über den sechswöchentlichen Unterricht angehender Akatholiken. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 333–346; 2. Bd., S. 1–33, 89–101, 177–197, 257–274; 3. Bd., S. 33–42, 111–138. &lt;br /&gt;
* Von der ursprünglichen Einführung des Christenthums in Oberösterreich, und dessen baldigen Verbreitung. Ebd. III. Jg., 1. Bd., S. 1–42. &lt;br /&gt;
* Über das praktische Moment des christlichen Hauptdogma von der Menschwerdung des Sohnes Gottes. Ebd. IV. Jg., 2. Bd., S. 3–39. &lt;br /&gt;
* Kurze Darstellung des Zustandes der theologischen Wissenschaften im katholischen Deutschlande seit ungefähr fünfzig Jahren, als Einleitung zum litterarischen Anzeiger. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg., 2. Bd., S. 348–397. &lt;br /&gt;
* Von dem Unterrichte, den der Seelsorger den Hebammen zu ertheilen hat. Ebd. VII. Jg., 2. Bd., S. 165–182. &lt;br /&gt;
* Über einige gewöhnliche Entschuldigungen der Nachlässigkeiten beym Seelsorgeramte. Ebd. VIII. Jg., 1. Bd., S. 204–222. &lt;br /&gt;
* Aus dem pfarrlichen Amtsleben. Quartalschrift. I. Jg., 2. Bd., S. 292–310; II. Jg., 2. Bd., S. 253–294; III. Jg., 1. Bd., S. 113–136, 351–377; 2. Bd., S. 108–131, 348–360; IV. Jg., 1. Bd., S. 38–65; 2. Bd., S. 102–125, 315–351; (Neue Quartalschr.) V.Jg., 1. Bd., S. 128–151, 331–350; 2. Bd., S. 135–171, 301–322; VI. Jg., 1. Bd., S. 225–287; 2. Bd., S. 101–149, 323–355; VII. Jg., 1. Bd., S. 150–180, 257–296; 2. Bd., S. 138–160, 275–296, 346–372. &lt;br /&gt;
* Antwort auf die Frage, ob es war sey, was der protestantische Gelehrte, Herr Prof. Eichhorn, in seiner Geschichte der Litteratur von ihrem Anfange bis auf die neuesten Zeiten (zweyten Band, erste Hälfte, S. 671) schreibet: &amp;quot;daß selbst die Theologen der kath. Kirche zuletzt dem Strome der Zeit hätten weichen müssen, und ihre patristisch-scholastische Dogmatik als exoterische Lehre hätten stehen lassen, zur esoterischen aber den philosophischen Deismus gemacht haben.&amp;quot; Quartalschr. II. Jg., 1. Bd., S. 134–152. &lt;br /&gt;
* Unterredung eines Pfarrers mit Brautleuten über das Zechen und Tanzen vor der Copulation. Ebd. II. Jg., 1. Bd., S. 282–295. * Anzeige eines sehr merkwürdigen Buches: Friedensworte an die kath. und protest. Kirche für ihre Wiedervereinigung. Sulzbach ... 1810. Ebd. III. Jg., 2. Bd., S. 322–347. &lt;br /&gt;
* Beylage zu dem Aufsatze: &amp;quot;Über Form und Reform der Klöster.&amp;quot; Neue Quartalschr. V. Jg., 2. Bd., S. 45–55. &lt;br /&gt;
* Über die Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles in Mailand. Ebd. VI. Jg., 1. Bd., S. 177–192. &lt;br /&gt;
* Recension des vierten Fragments vom sel. Domherrn Kramer: Fragmentum historicum, nannte er es, ad praecedentia fragmenta de Neoterica Religionis et Ecclesiae Catholicitate subsidiarium. Ebd. VI. Jg., 2. Bd., S. 273–289. &lt;br /&gt;
* Denkschrift auf den seligen Herrn Aloys Sandbichler, Doktor und Professor der Theologie am k. k. Lyceum in Salzburg. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 1–31. (Auch in dem Büchlein: Dem Andenken Aloys Sandbichler's, Professor ... Biogr. Skizze von einigen Freunden des Seligen, welche ihn näher kannten, entworfen. Besonders abgedr. aus der Neuen Quartalschrift für kath. Geistliche. Salzburg 1820. In der Mayr'schen Buchhandlung. IV und 43 S. 8°. &lt;br /&gt;
* An Sandbichler 's Grabe. Ode. Ebd. VII. Jg., l. Bd., S. 41–43. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Nacherinnerung&amp;quot; zu dem Aufsatze: &amp;quot;Gedanken zu Dr. Feßler's Ansichten von Religion und Kirchenthum. Vom verewigten Herrn Dr. und Professor Sandbichler, in Briefen an den Herausgeber.&amp;quot; Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 118–133. &lt;br /&gt;
* Revision des Aufsatzes über das Ehe-Aufgeboth im I. Jahrg. der Linzer-Monathschrift I. Bande S. 52. Nach beyden Auflagen. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 134–149. &lt;br /&gt;
* Über das Geschichtliche der göttlichen Offenbarung. Mit Beantwortung der von den Rationalisten aufgeworfenen Vorfrage: Ob es nicht besser gewesen wäre, im Falle Gott eine Offenbarung den Menschen machen wollte, sie ohne Geschichte in einem bündigen Systeme mitzutheilen. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 207–221; 2. Bd., S. 61–102, 193–225. &lt;br /&gt;
* Revision des Aufsatzes von den geheimen Ehehindernissen im ersten Jahrg. der Linzer-Monathschrift, zweyten Band, S. 170. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 222–256. &lt;br /&gt;
* Über das so angerühmte Buch: Stunden der Andacht, besonders nach der fünften Auflage. Ebd. VII. Jg., 1. Bd., S. 297–334. &lt;br /&gt;
* Warum ist Jesus so frühe von dem Schauplatze dieser Erde abgetreten. Ebd. VII. Jg., 2. Bd., S. 51–60.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Ernest_Johannes_Perger&amp;diff=244</id>
		<title>Ernest Johannes Perger</title>
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		<updated>2020-02-24T09:31:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Perger, Ernest Johannes&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1667/12/06&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Horn&lt;br /&gt;
|Profess=1687/01/06&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1748/12/24&lt;br /&gt;
|Sterbeort=Klosterneuburg&lt;br /&gt;
|Funktion=Stiftsdechant&lt;br /&gt;
Propst&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Das Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg. Statistische und Geschichtliche Daten, hg. von Karl Holubar (Klosterneuburg 2014)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ernest Johannes Perger, * 6. Dezember 1667, † 24. Dezember 1748, Magister der freien Künste und der Philosophie, Doktor der Theologie; Einkleidung 15. August 1685, Profess 6. Jänner 1687, Primiz 5. Oktober 1692, Administrator in [[Hitzing (Pfarre)|Hitzing]] 1696, Stiftsdechant 1699-1707, als Propst gewählt 30. Jänner 1707, benediziert 8. Mai 1707. 1709 Dekan der theologischen Fakultät, Raitherr der Landstände, 1710 Verordneter des Prälatenstandes, Rektor magnificus der Universität in Wien 30. November 1710. Seit 28. April 1739 führt er als erster unter den Pröpsten des Stiftes [[Klosterneuburg (Stift)|Klosterneuburg]] den Titel lateranensischer Abt. Gestorben 24. Dezember 1748, bestattet 27. Dezember in der Afrakapelle der Stiftskirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Stiftsarchiv Klosterneuburg, Nachlass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Maria Wallner, Walter Winkler, Propst Ernest Johannes Perger (1707-1748) – ein für das Stift Klosterneuburg bedeutender Horner (Horn 1998). In: Erich Rabl (Hg.), Ernest Perger 1707-1748. Probst des Stiftes Klosterneuburg, ein großer Sohn der Stadt Horn (Horn 1998) 37-52.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Ernest_Johannes_Perger&amp;diff=243</id>
		<title>Ernest Johannes Perger</title>
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		<updated>2020-02-24T09:30:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Perger, Ernest Johannes&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1667/12/06&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Horn&lt;br /&gt;
|Profess=1687/01/06&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1748/12/24&lt;br /&gt;
|Sterbeort=Klosterneuburg&lt;br /&gt;
|Funktion=Stiftsdechant&lt;br /&gt;
Propst&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Das Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg. Statistische und Geschichtliche Daten, hg. von Karl Holubar (Klosterneuburg 2014)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ernest Johannes Perger, * 6. Dezember 1667, † 24. Dezember 1748, Magister der freien Künste und der Philosophie, Doktor der Theologie; Einkleidung 15. August 1685, Profess 6. Jänner 1687, Primiz 5. Oktober 1692, Administrator in [[Hitzing (Pfarre)|Hitzing]] 1696, Stiftsdechant 1699-1707, als Propst gewählt 30. Jänner 1707, benediziert 8. Mai 1707. 1709 Dekan der theologischen Fakultät, Raitherr der Landstände, 1710 Verordneter des Prälatenstandes, Rektor magnificus der Universität in Wien 30. November 1710. Seit 28. April 1739 führt er als erster unter den Pröpsten des Stiftes [[Klosterneuburg]] den Titel lateranensischer Abt. Gestorben 24. Dezember 1748, bestattet 27. Dezember in der Afrakapelle der Stiftskirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Stiftsarchiv Klosterneuburg, Nachlass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Maria Wallner, Walter Winkler, Propst Ernest Johannes Perger (1707-1748) – ein für das Stift Klosterneuburg bedeutender Horner (Horn 1998). In: Erich Rabl (Hg.), Ernest Perger 1707-1748. Probst des Stiftes Klosterneuburg, ein großer Sohn der Stadt Horn (Horn 1998) 37-52.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Engelbert_II._Hoffmann&amp;diff=242</id>
		<title>Engelbert II. Hoffmann</title>
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		<updated>2020-02-24T09:25:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Engelbert Hoffmann&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1708/01/16&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Seittendorf (Schlesien)&lt;br /&gt;
|Profess=1738/10/28&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1766/07/11&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 17f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Engelbert Hoffmann, * 16. Jänner 1708 in Seittendorf in Schlesien, † 11. Juli 1766, studierte Philosophie und Rechtswissenschaft in Breslau, trat am 28. Oktober 1737 in das Stift [[St. Florian]] ein, legte ein Jahr später die Profess ab und brachte am 27. März 1740 sein erstes heiliges Messopfer dar. Vom Jahr 1741 an war er Vikar der Stiftspfarre, vom 20. November 1751 Stiftsdechant, seit 1754 zugleich Novizenmeister und seit dem 3. September 1755 Propst. Die ersten Jahre seiner Regierung wurden durch den Siebenjährigen Krieg und die Forderungen, die der Staat an die Klöster stellte, sehr beeinträchtigt. Er kaufte die Herrschaften Tillysburg und Stein und errichtete im Stift eine theologische Lehranstalt für die Stiftskleriker, welche davor mit großen Kosten in Wien oder an anderen entfernten Anstalten ausgebildet werden mussten. Propst Engelbert starb am 11. Juli 1766.&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Das Frohlocken der Gerechten in dem Lob Gottes ... vorgetragen bey den wohlehrw. P. P. Capucinern im Weingarten zu Linz ... Linz 1774. 26 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Luna triformis oder Lob- und Ehren-Rede über das in seinem Wachsthum geseegnet - in seinem Abnehmen standhafft - und endlich in seiner Völle glorwürdig - uhr-alt - und berühmte Stifft und Closter Monndsee, des Ordens des heiligen Patriarchen Benedicti, als selbiges sein grosses Saeculum oder tausend-jährigen Zeitlauff in alldasiger Stift- und Closter-Kirchen ... den 29. September Anno 1748 hochfeyerlich celebriret. Verfasset und fürgetragen den 30. September ... Abgedruckt in der &amp;quot;Mantissa Chronici Lunae-Lacensis bip.&amp;quot; 1749. P. 47–79. 4°. &lt;br /&gt;
* Die Glücklich ausgefallene, und Glorreich aufgenommene Wahl des Seligen Priesters Josephi von Cupertino, des Mindern Conventual-Orden des Heiligen seraphischen Vaters Francisci, als in dem Lobwürdigen Gottes-Haus deren Wohl-Ehrwürdigen PP. Conventual-Minoriten zu Lintz, dessen Seligsprechung den 16. 17. und 18. Septembr. Anno 1753. hochfeyerlich begangen worden, in einer Lob- und Ehren-Rede verfasset, und zum Beschluß vorgetragen ... Cum licentia Superiorum. Linz, gedr. bey Johann Adam Auinger. 16 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Ehr- und Sitten-Rede am hohen Fest der Heil. Jungfrau, und Martyrin Catharinae: Als der Hoch-Wohl-Ehrwürdig-Wohl-Edl, auch Hochgelehrte Herr Petrus de Alcantara Müllner, der Regulirt-Lateranensischen Chor-Herrn Ord. S. Aug. zu St. Florian Professus, in aldasig-Löblicher Collegiat-Stifts- und Pfarr-Kirchen Anno 1754. sein Erstes Heiliges Meß-Opfer abgeleget ... Lintz, gedr. bei Joh. Adam Auinger. 15 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Ehren-Rede als an dem Hohen Fest der glorreichen Auffahrt Christi der Hochwürdig-Wohl- Edl- und Hochgelehrte Herr Joseph Bernard Weidinger, Regulirt-Lateranensischer Chor-Herr Ord. S. Augustini zu Sanct Florian, Jubilirter Professus, Senior und Pfarrer zu Niderwaldkirchen, nach Hinterlegten 56. Jahren seines Geistlichen Stands, 49. seiner Seelsorg, und 50. seines Priesterthums in allhiesig-Löbl. Stifts- und Collegiat-Kirchen den 8. May im Jahr 1755. seine anderte Primiz abgelegt. ... Mit Genehmhaltung der Obern. Linz, gedr. bey Joh. Adam Auinger. 20 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Lateinische Übersetzung des französischen asketischen Werkes: &amp;quot;Le Glaneur ascétique et moral ou un recueil des pensées vives et touchantes pour faire la salut de son ame avec plus d'empressement tiré des discours du Révérend Père Jean Je Jeune de l'oratoire de Jesus et décrit en latin par un Novice des Chanoines Réguliers du St. Augustin&amp;quot;. Mskr. XI, 177. 125 S. 4°. (Unvollendet.) &lt;br /&gt;
* Vermischte Predigten. (In den Jahren 1740–49 in St. Florian und in benachbarten Orten gehalten.) Mskr. XI, 379. 2 Bde. in 4° zu 205 und 160 Bl. &lt;br /&gt;
* Florilegium Similitudinum et Sententiarum sacrarum et profanarum ex variorum scriptorum hortis transumptum ad exornandas Panegyres cujuscunque generis perquam commodum et horis subsecivis collectum ... 1753. Mskr. XI, 380. 366 Bl. in 4°. (Mit Bl. 303. folgt ein alphabetisches Register.) &lt;br /&gt;
* Historia domestica. Mskr. IC. &lt;br /&gt;
* Protocollum eines löblichen O. Oe. Raith-Raths Collegii de 10. Decembris anni 1762 über die 1761jährige sowohl Particular als Einnehmer-Ambts-Hauptrechnungen sub praesidio Illustrissimi D. D. Ernesti Comitis de et in Sprinzenstein, beschrieben und geführt von mir Engelbert II ... als den hochselig. Herrn Prälaten von Schlögel supplirenden Raith-Rath. 1762. Mskr. XI, 515. A. 120 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Specification der natural Kostquoad quantum, Sodenen Herrn Canonicis ad St. Florianum abzuraichen. Mskr. XI, 513. D. 20 S. 2°. &lt;br /&gt;
Eng. Hoffmann setzte Job. Georgs (s. d. S. 8 ff.) Aufzeichnungen über die Stiftsgeschichte und die Landtagsverhandlungen (vgl. Hist. dom.), den Catalogus des Joh. Georg (s. S. 11) und sein Subsidium ad Catalog. fort (s. S. 12).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Damian_Franz_Schuemann&amp;diff=241</id>
		<title>Damian Franz Schuemann</title>
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		<updated>2020-02-24T09:15:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Damian Franz Schuemann&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1696/09/16&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Wien&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1729/07/04&lt;br /&gt;
|Sterbeort=Wien&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Profess=1716/10/04&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 8.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Damian Franz Schuemann, * 16. September 1696 in Wien, † 4. Juli 1729, absolvierte seine theologische Bildung am Collegium Germanicum in Rom. Am 4. Oktober 1715 erhielt er im Stift [[St. Florian]] das Ordenskleid und legte ein Jahr später die Profess ab. Seine Primiz feierte er in Rom am 9. März 1721. Er war von 1722 bis 1728 Kooperator in [[Feldkirchen (Pfarre) |Feldkirchen]] und starb in Wien am 4. Juli 1729. &amp;quot;Vir magnae spei, eruditus, praeprimis in poeticis&amp;quot;, schreibt Pscharr (s. d.) über ihn in seinem &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt; ... Canonicorum Regularium ... Ecclesiae collegiatae St. Floriani. (Mskr. XI, 537. A. in der Stiftsbibliothek St. Florian.)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Lobrede auf den h. Patriarchen und Pflegvater Christi, Joseph. Gesagt in dem hochlöbl. Gotteshaus derer wohlehrw. P. P. Carmeliter-Barfüßern in Linz, von Damiano Francisko Schuemann, reg. Chorherrn zu St. Florian. Wien, gedr. in der kais. Reichs- und Hof-Buchdruckerey. 1722. 20 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Schuemann ist auch Schreiber der Codices XI, 213 (1719 und 1720) und XI, 214 (1718 und 1719) der Stiftsbibliothek von St. Florian.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Christoph_Richard_Zacher_von_Sonnenstein&amp;diff=240</id>
		<title>Christoph Richard Zacher von Sonnenstein</title>
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		<updated>2020-02-24T09:06:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Christoph Richard Zacher v. Sonnenstein&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1724/02/07&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Wien&lt;br /&gt;
|Profess=1743/08/25&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1774/08/08&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 18f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Christoph Richard Zacher v. Sonnenstein, * 7. Februar 1724 in Wien, † 8. August 1774 in St. Florian, trat am 24. August 1742 in das Stift [[St. Florian]] ein, legte am 25. August 1743 die Profess ab und las am 18. Juni 1747 seine erste heilige Messe. 1749 wurde er in  [[Mauthausen (Pfarre)|Mauthausen]] Aushilfspriester, 1751 Kooperator und 1757 Pfarrvikar. 1766 wurde er zum Stiftsdechant gewählt, resignierte aber wieder, bevor er das Dekanat angetreten hatte. 1774 kehrte er in das Stift zurück und starb hier noch in diesem Jahr am 8. August. Zacher war Magister der freien Künste und der Philosophie sowie Bakkalaureus der Theologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Ehren-Rede der Ehrwürdigen in Gott Geistlichen Schwester Mariae Annae Stögmayrin bey feyerlichen Einkleydung in dem Hochlöblichen Orden von der Verkündigung Mariae deren Cölestinerinnen genannt in Steyr den 28. Augusti Anno 1753 ... Cum Facultate Superiorum. Steyr, gedr. bey Gregori Menhardt. 25 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Lob-Rede von dem Heiligen Joseph dem Nähr-Vatter Christi an dessen feyerlichen Fest-Tag bey denen Wohl-Ehrwürdigen Closter-Frauen deren barfüssigen Carmeliterinen in Lintz 1754 ... Cum Facultate Superiorum. Steyr, gedr. bey Gregori Menhardt. 30 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Lob- und Trauer-Rede, über den schmerzlichen Todesfall des Hochwürdig-in Gott Andächtigen, Hoch-Edel-Gebohrnen, Hochgelehrten Herrn Herrn Leopoldi des Löblich- und weitberühmten Stift und Closters Gärsten Ordinis Sancti Benedicti Weyland Ruhmwürdigsten Abbtens ..., da seine Leichbesingnuß in besagter Hochlöblicher Stiftskirchen zu Gärsten den fünften Julii 1757. feyerlich gehalten und vorgetragen worden ... Auch auf Verlangen in Druck gegeben. Mit Genehmhaltung deren Obern. Steyr, gedr. bey Gregori Menhardt. 25 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Ehren-Rede an dem Festtag des heiligen Bischofs Martini bey erster feyerlicher Primiz deren Hoch-Ehrwürdigen, in Gott Geistlich- auch Hochgelehrten Herrn, Herrn P. Caroli Stögmayr, und P. Ambrosii Mödlhamer, beeder sacri, &amp;amp; ab origine sua exempti Ord. Cisterciensium des Hochlöblichen, ... Stifts Willering Professen, in aldasigen prächtigem Tempel den obbemeldten 11. Monatstag Novembris 1760 ... Cum Licentia Superiorum. Steyr, gedr. bey Gregori Menhardt. 29 S. 2°.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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	<entry>
		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Christoph_Richard_Zacher_von_Sonnenstein&amp;diff=239</id>
		<title>Christoph Richard Zacher von Sonnenstein</title>
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		<updated>2020-02-24T09:04:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: Sprachliche Modernisierung und Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Christoph Richard Zacher v. Sonnenstein&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1724/02/07&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Wien&lt;br /&gt;
|Profess=1743/08/25&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1774/08/08&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 18f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Christoph Richard Zacher v. Sonnenstein, * 7. Februar 1724 in Wien, † 8. August 1774 in St. Florian, trat am 24. August 1742 in das Stift [[St. Florian]] ein, legte am 25. August 1743 die Profess ab und las am 18. Juni 1747 seine erste heilige Messe. 1749 wurde er in  [[Mauthausen (Pfarre)|Mauthausen]] Aushilfspriester, 1751 Kooperator und 1757 Pfarrvikar. 1766 wurde er zum Stiftsdechant erwählt, resignierte aber wieder, bevor er das Dekanat angetreten hatte. 1774 kehrte er in das Stift zurück und starb hier noch in diesem Jahr am 8. August. Zacher war Magister der freien Künste und der Philosophie sowie Bakkalaureus der Theologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Ehren-Rede der Ehrwürdigen in Gott Geistlichen Schwester Mariae Annae Stögmayrin bey feyerlichen Einkleydung in dem Hochlöblichen Orden von der Verkündigung Mariae deren Cölestinerinnen genannt in Steyr den 28. Augusti Anno 1753 ... Cum Facultate Superiorum. Steyr, gedr. bey Gregori Menhardt. 25 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Lob-Rede von dem Heiligen Joseph dem Nähr-Vatter Christi an dessen feyerlichen Fest-Tag bey denen Wohl-Ehrwürdigen Closter-Frauen deren barfüssigen Carmeliterinen in Lintz 1754 ... Cum Facultate Superiorum. Steyr, gedr. bey Gregori Menhardt. 30 S. 4°. &lt;br /&gt;
* Lob- und Trauer-Rede, über den schmerzlichen Todesfall des Hochwürdig-in Gott Andächtigen, Hoch-Edel-Gebohrnen, Hochgelehrten Herrn Herrn Leopoldi des Löblich- und weitberühmten Stift und Closters Gärsten Ordinis Sancti Benedicti Weyland Ruhmwürdigsten Abbtens ..., da seine Leichbesingnuß in besagter Hochlöblicher Stiftskirchen zu Gärsten den fünften Julii 1757. feyerlich gehalten und vorgetragen worden ... Auch auf Verlangen in Druck gegeben. Mit Genehmhaltung deren Obern. Steyr, gedr. bey Gregori Menhardt. 25 S. 2°. &lt;br /&gt;
* Ehren-Rede an dem Festtag des heiligen Bischofs Martini bey erster feyerlicher Primiz deren Hoch-Ehrwürdigen, in Gott Geistlich- auch Hochgelehrten Herrn, Herrn P. Caroli Stögmayr, und P. Ambrosii Mödlhamer, beeder sacri, &amp;amp; ab origine sua exempti Ord. Cisterciensium des Hochlöblichen, ... Stifts Willering Professen, in aldasigen prächtigem Tempel den obbemeldten 11. Monatstag Novembris 1760 ... Cum Licentia Superiorum. Steyr, gedr. bey Gregori Menhardt. 29 S. 2°.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://sacra.wiki/index.php?title=Johann_Evangelist_Kumpfhofer&amp;diff=238</id>
		<title>Johann Evangelist Kumpfhofer</title>
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		<updated>2020-02-24T08:57:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Manuel Kloibhofer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Person&lt;br /&gt;
|Name=Johann Ev. Kumpfhofer&lt;br /&gt;
|Geschlecht=männlich&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1768/11/23&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Linz (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Profess=1793/10/06&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1841/08/06&lt;br /&gt;
|Sterbeort=St. Florian (Oberösterreich)&lt;br /&gt;
|Funktion=Chorherr&lt;br /&gt;
|Beruf=Chorherr&lt;br /&gt;
|Quelle=Berthold Otto Cernik, Die Schriftsteller der noch bestehenden Augustiner-Chorherrenstifte Österreichs von 1600 bis auf den heutigen Tag (Wien 1905) S. 38f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Johann Ev. Kumpfhofer, * 23. November 1768 in Linz, † 6. August 1841 in St. Florian, studierte in Linz die &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;Humaniora&amp;lt;/span&amp;gt; und Philosophie und trat am 5. September 1790 in das Stift [[St. Florian]] ein. Nach dem Noviziat studierte er drei Jahre lang Theologie an der Wiener Universität. Am 6. Oktober 1793 legte er die feierliche Profeß ab und wurde noch im gleichen Jahr am 20. November zum Priester geweiht. Zu Beginn des nächsten Monats wurde er  Kooperator in St. Marienkirchen. Im Jahr 1802 erhielt er die Verwaltung der Pfarre in [[St. Oswald (Pfarre)|St. Oswald]], wo er bis 1814 verblieb. 1814 kam er als Pfarrvikar nach Grünbach, 1823 nach Hofkirchen und 1826 nach Ried. Er starb im Stift am 6. August 1841. &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color: #FFFF00;&amp;quot;&amp;gt;(Vgl. Felder, Gelehrten- und Schriftsteller-Lexikon 1, 424; Wurzbach, Biographisches Lexikon 13, 374; Pillwein, Linz einst und jetzt 2, 39.)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
* Geschichte der Franzosen in St. Marienkirchen. 1801. Mskr. &lt;br /&gt;
* Gespräch zwischen einem Pfarrer, und einem Bauer über die Kuhpockenimpfung. Neue theol.-prakt. Monathschr. V. Jg. (1807), 1. Bd., S. 127–142. &lt;br /&gt;
* Predigt von der Pflicht der Eltern ihren Kindern die Kuhpocken einimpfen zu lassen. Linz 1808, C. Haslinger. 16 S. kl.-8°. &lt;br /&gt;
* Rede über die noch immer herrschenden Vorurtheile wider die ebenso bewährte, als wohlthätige Kuhpockeneinimpfung. Gehalten den sechsten Sonntag nach Ostern 1812. Linz 1812, bey Cajetan Haslinger. 16 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Rede über den Aufblick des Christen zur göttl. Vorsehung bei den gegenwärtigen Krieg. Gehalten am ersten Sonntag im Advent 1813. Linz 1814, C. Haslinger. 16 S. kl.-8°. &lt;br /&gt;
* Rede über die Beleuchtung der herrschenden Religionsvorurtheile wider die ebenso bewährte als wohlthätige Kuhpockenimpfung. Gehalten am fünften Sonntage nach Ostern 1816. Linz 1816, C. Haslinger. 16. S. kl.-8°. &lt;br /&gt;
* Noch ein Wort der Belehrung und Aufmunterung zur Ausrottung der so gefährlichen, natürlichen Menschenblattern durch Einimpfung der Schutz- oder Kuhpocken. Vorgetragen in der Rede am sechsten Sonntage nach Pfingsten. Linz 1819, bey C. Haslinger. Gedr. bey Jos. Feichtinger's sel. Witwe. 15 S. kl.-8°. &lt;br /&gt;
* Predigten auf alle Sonn- und Festtage des Jahres. Wien 1822. 2 Bde. 268 und 366 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Versuch einer liturgischen Beucht und Communion für Kinder. Linz 1826. 34 S. 12°. &lt;br /&gt;
* Fastenpredigten über die Leidens- und Todesgeschichte Jesu auf alle Sonntage in der Fasten nebst einer Predigt am Charfreytag. Vorgetragen im Jahre 1829. Mit Linzer'scher Konsistorial-Bewilligung. Linz 1830. Im Verl. bey C. Haslinger. Gedr. in Linz mit J. C. Quandt'schen Schriften. 86 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Sechs Erntepredigten. Mit Linzer'scher Ordinariats-Bewilligung. Linz 1831. Bei Joseph Fink und Sohn. Gedr. bei Jos. Feichtinger's sel. Witwe. 53 S. 8°. &lt;br /&gt;
* Predigten über die sonntäglichen Evangelien der Fasten, mit Bezug auf die heilige Fastenzeit, nebst einer Predigt am Charfreytage. Vorgetragen im Jahre 1832. Linz 1833. Im Verl. der k. k. priv. akad. Kunst-, Musik- und Buchhandlung des Friedr. Eurich und Sohn. Aus d. Buchdruckerei des Friedr. Eurich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Manuel Kloibhofer</name></author>
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